mini|Partnun mini|Blick vom Hochjoch-Gebiet in den Rätikon, links im Mittelgrund der Gweil-Sarotla-Kamm, dahinter die Sulzfluh mini|Bitschweil Panorama mini|Schollberg, St. Antönien mini|Partnunsee am Prättigauer Höhenweg, dahinter der südliche Gweil-Sarotla-Kamm mini|Topographische Karte mit Lage im Rätikon mini|Ganz im Hintergrund der Gweil-Sarotla-Kamm mini|Außergweilkopf und Gweilspitze von Gaschurn aus Der Gweil-Sarotla-Kamm ist eine Untergruppe des Rätikons nach der Alpengliederung der SOIUSA und auch entsprechend den Alpenvereinsführern. Es handelt sich um den nördlichen Seitenkamm der Madrisagruppe zwischen dem Gamperdelstal und dem Gargellental. Im Südwesten fällt die Kette ins St. Antöniental ab.

Einordnung nach SOIUSA mini|Gweilspitze Nach der Einteilung der SOIUSA gehört der Rätikon zu den Zentralen Ostalpen. Einordnung nach SOIUSATeilIIOstalpenSektorII/AZentrale OstalpenAbschnitt15Westliche Rätische AlpenUnterabschnitt15.VIIIRätikonGruppeA.1Madrisa-Sarotla-GruppeUntergruppeA.1.bGweil-Sarotla-Kamm

Lage und Umgrenzung Der Gweil-Sarotla-Kamm liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg und im schweizerischen Kanton Graubünden, der Großteil gehört zum Montafon, Gemeinde Tschagguns und St. Gallenkirch, die Südwestecke zum Prättigau, Gemeinde Luzein.

Die Umgrenzung des Gweil-Sarotla-Kamms verläuft von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Mündung des Gamperdelsbachs in die Ill – Suggadinbach – Alptobel – St. Antönier Joch – Alpeltibach – Gafierbach – Schanielabach – Tällibach – Plasseggenpass – Tilisunabach – Gamperdelsbach.

Umliegende Berggruppen

Gipfel und Sättel In der folgenden Tabelle sind die benannten Gipfel und Sättel von Südwesten nach Nordosten aufgelistet. Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung St. Antönier Joch2379WanderwegeRiedkopf Sattel2501WanderwegeRiedkopf2552Ronggspitze2531Breite Furka2425Höhenangabe ungenauRotspitze2517Viereggerpass2405Vieregger2481Röbispitzen2466Sarotlajoch2389WanderwegSarotlaspitzen2565nach Westen Abfall zum PlasseggenpassInner-Platinakopf2505Außer-Platinakopf2416Gweiljoch2209WanderwegAußergweilkopf2406Alpilakopf2255 Die Westseite ist steil abfallend, westlich des Riedkopfs liegt der höchste Berg der Berggruppe, der Schollberg (2570 m). Auf der Ostseite gibt es mehrere Ausläufer Richtung Gargellental, hier sind weitere benannte Berge:

Borstkopf (2304 m) Ausläufer des Viereggers Innerer Gweilkopf, Reutehorn oder Rütihorn (2348 m) Gweilspitze (2187 m) Motadenser Kopf (2041 m)

Siedlungen Im Norden am Talboden des Montafons liegen die Tschaggunser Ortsteile und Parzellen Ganzenahl, Zelfen, Bödmen, Biezel und Mauren. Auf der Anhöhe liegt die Parzelle Bitschweil. Die gesamte Ostseite gehört zur Gemeinde St. Gallenkirch. Am Talboden des Montafons sind die Parzelle Hof und der Ortsteil Galgenul. Im Gargellental liegt der Ort Gargellen. Im Südwesten in der Schweiz liegen Parzellen von St. Antönien, Rüti, Stapfa (1528 m) und Partnun (1763 m). Das Gamperdelstal ist unbewohnt.

Alpwirtschaft An den grasbewachsenen Hängen befinden sich mehrere Almen, unter anderem die Horaalpe, die Außergweilalpe, die Innergweilalpe, die Platinaalpe, die Sarotlaalpe, die Röbialpe, die Gargellner Alpe, die Gamperdelsalpe, die Tilisunaalpe und hochgelegene Alpgebiete auf der Schweizer Seite bei Partnun.

Wasserkraft Ganz im Norden, im Gamperdelstal bzw. am Talboden des Montafons befinden sich das Kraftwerk Oberstufe Gampadels und das Kraftwerk Unterstufe Gampadels.

Tourismus Im Sommer ist das Gebiet ein beliebtes Wandergebiet. Bergbahnen und Schilifte gibt es in der Berggruppe nicht. In Gargellen befindet sich das Schigebiet Gargellen mit der Schafbergbahn in der Madrisagruppe, eine Piste durch das Gargellner Alptobel tangiert die Berggruppe.

Naturschutz Im österreichischen Teil gehört der Großteil zu einer der folgenden Weißzonen:

Röbi-Rongg nördlich des Schigebiets Gargellen Platina-Sarotla Gweil Tilisuna

Weißzonen sind relativ wenig erschlossene Gebiete, jedoch keine Naturschutzgebiete. Unter Naturschutz steht nur ein sehr kleines Gebiet, das Europaschutzgebiet Roßbündta, ein größtenteils naturbelassener Edellaubmischwald. Das Großraumbiotop Gweil – Sarotla (Biotop 12010) mit über 1638 ha beherbergt Auerhühner (Tetrao urogallus), Birkhühner (Tetrao tetrix), Steinhühner (Alectoris graeca) und Uhus (Bubo bubo).

Weblinks

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Einzelnachweise

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