mini|Peter Riedel präsentiert 2005 ein Modul einer kombinierten Anlaufspur.

Peter Riedel (* 1963) ist ein ehemaliger deutscher Skirennläufer und Unternehmer.

Leben Riedel wuchs im Kurort Oberwiesenthal im Erzgebirge auf. Seine Eltern Eberhard und Hannelore Riedel waren erfolgreiche Skirennläufer in der DDR. Im Alter von fünf Jahren war Peter Riedel im DDR-Fernsehen im kurzen Interview mit Gerhard Kohse beim Abstellen seiner Skier vor dem abendlichen Sandmännchen zu sehenSport aktuell, Sendung vom 31. Januar 1969 - und bestritt als Jugendlicher zahlreiche Rennen. Später startete er als DDR-Kaderathlet bei Europacup-Wettbewerben im alpinen Skirennlauf und belegte den zehnten Platz bei den internationalen tschechoslowakischen Meisterschaften in Jablonec. 1982 absolvierte Riedel eine Ausbildung zum Zimmermann. In einem Fernsehbeitrag der DDR-Sportsendung Halbzeit, ausgestrahlt am 10. März 1982, wurde Peter Riedel unter anderem als DDR-Jugend-Meister im Riesenslalom vorgestellt. Der Beitrag zeigt ihn zudem als zweifachen Sieger der DDR-Jugend-Meisterschaften mit Zeiten von 94,47 Sekunden (Startnummer 61) sowie 104,0 Sekunden (Startnummer 169, Riesenslalom), womit er fünf Sekunden schneller war als der beste Athlet der Männerkonkurrenz. 1984 nahm Riedel für den SC Traktor Oberwiesenthal an den DDR-Meisterschaften im alpinen Skisport in Gehlberg teil. Dabei belegte er im Slalom den dritten Platz und erreichte in der Kombinationswertung des Riesenslaloms den vierten Rang. Bei den DDR-Meisterschaften im alpinen Skilauf belegte Riedel über mehrere Jahre hinweg Podestplätze, darunter Silber- und Bronzemedaillen in verschiedenen Disziplinen: 1984 den 3. Platz im Spezialslalom, 1986 den 2. Platz im Riesentorlauf und 1987 erneut den 2. Platz im Spezialslalom. Nach dem Ende seiner aktiven Sportkarriere schloss Riedel 1988 ein Ingenieurstudium für Hochbau in Leipzig ab. Anschließend war er mehrere Jahre als selbstständiger Hochbauplaner tätig. Bereits Ende der 1990er Jahre war Peter Riedel maßgeblich am Aufbau des alpinen Vereinswesens in Oberwiesenthal beteiligt. Als Gründungsmitglied und späterer Präsident (bis 2001) des ASC Oberwiesenthal e. V. engagierte er sich für die Wiederbelebung des alpinen Skisports am Fichtelberg. Von 2014 bis 2016 war Riedel Präsident des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal e. V., einem traditionsreichen Wintersportverein, der zahlreiche nationale und internationale Athleten hervorbrachte. Riedel pflegt seit Jahren eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband (DSV), die unter anderem auf frühere Kontakte zu dessen langjährigem Generalsekretär Thomas Pfüller zurückgeht.

Unternehmerische Tätigkeit Die von Riedel gegründete Peter Riedel GmbH mit Sitz in Raschau-Markersbach fertigt Anlaufspurensysteme, die in über 100 Schanzenanlagen weltweit installiert wurden. Die Systeme sollen auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt konstante Wettkampfbedingungen ermöglichen. Die Peter Riedel GmbH ist Partner des Österreichischen Skiverbands (ÖSV).

Privates Riedel lebt in Tellerhäuser. Literatur Eberhard und Peter Riedel: Spuren des Erfolgs. egoth Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-902480-79-8. Peter Riedel, Horst Nilgen: JUMP! Die schönsten Skisprungschanzen der Welt. Mit einem Vorwort von Walter Hofer und einem Nachwort von Jens Weißflog, Egoth Verlag, Wien 2011, ISBN 978-3-902480-73-6.

Einzelnachweise

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