mini|Eugène Ébodé (2022) Eugène Ébodé (geb. 11. Januar 1962 in Douala) ist ein kamerunischer Schriftsteller und Hochschullehrer. Seit 2022 ist er Administrator der Chaire des littératures et des arts africains an der Académie du Royaume du Maroc in Rabat. Außerdem lehrt er als Professor für Kulturdiplomatie an der Universität Lansana Conté in Conakry (Guinea).

Leben Ébodé wurde in Douala geboren und spielte in seiner Jugend zeitweise für die kamerunische Junioren-Nationalmannschaft. Er studierte am Institut d’Études Politiques (IEP) in Aix-en-Provence. Seine familiären Erfahrungen – insbesondere die Beziehung zu seiner Mutter – prägen sein autobiografisch grundiertes Schreiben und bilden den Hintergrund seines Romans Habiller le ciel (2022).

Wirken Ébodé veröffentlichte zahlreiche Romane bei Gallimard; zu seinen bekannten Titeln zählen La Rose dans le bus jaune – ein Roman über Rosa Parks – und Brûlant était le regard de Picasso. Mit Habiller le ciel (2022) zeichnete er – inspiriert von seiner Mutter – das Porträt einer kamerunischen Familie, wofür er breiten Widerhall erhielt. Für Souveraine Magnifique erhielt er den Grand Prix littéraire d’Afrique noire des Schriftstellerverbandes ADELF im Jahr 2015. Zuvor war er für Silikani mit dem Prix Ève-Delacroix der Académie française (2007) ausgezeichnet worden. An der 2022 eingerichteten marokkanischen Chaire verantwortet Ébodé Kolloquien und Reihen zur afrikanischen Literatur und Kultur.

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