mini|hochkant|Stammwappen der Binzer Binzer ist der Name eines deutsch-dänischen Adelsgeschlechts mit Verbindungen nach Grönland.
Geschichte Das Geschlecht lässt sich zurückführen auf den Pfarrer Justus Binzer (1644–1712) aus Frankenberg (Eder). Dessen Ururenkel war Johann Ludwig Jakob Binzer (* 13. Februar 1746 in Langenselbold, Hessen, † 11. November 1811 in Kiel), Sohn des Anwalts Christoph Daniel Binzer und Elisabeth Sophie Henriette von Pfreundt, geb. von Curti. Er begab sich gemeinsam 1766 mit Heinrich Wilhelm von Huth in dänische Dienste, wurde bereits ab 1767 von Binzer genannt und erreichte 1802 den Rang eines Generalmajors. Er war seit 1780 verheiratet mit Margrethe Elisabeth Luise Ericius (1760–1839). Aus der Ehe entstammen vier Kinder, deren Nachkommen sich teils in Deutschland, teils in Dänemark verbreiteten. Aus der dänischen Linie waren mehrere Nachkommen in Grönland tätig und wirken dort bis heute in hohen Positionen. Der jüngste Sohn August Daniel von Binzer wurde am 21. Dezember 1840 gemeinsam mit seinen Kindern in den nichterblichen dänischen Adelsstand und am 30. März 1853 von Heinrich XX. Reuß in den Freiherrenstand erhoben. Am 27. September 1886 wurde der Adelsstand von Moritz Philip Binzers lebenden Kindern und Enkeln Thomas Adolf, Carl August Ludwig, Max Moritz Karl Wilhelm und Hans Ludwig Werner Emil königlich preußisch bestätigt.
Namensherkunft Die Herkunft des Namens Binzer ist nicht eindeutig geklärt. Eine Ableitung vom Ortsnamen Binz oder Binzen ist aufgrund der Herkunft dieser Familie unwahrscheinlich. Möglich ist auch eine Ableitung von einem alten Rufnamen wie z. B. Bernhard als Binz (wie Hinz und Kunz von Heinrich und Konrad). Das Wappen basiert hingegen auf der Vermutung, dass der Name auf das mittelhochdeutsche binz „Binse“ zurückgeht und die Herkunft von einem mit Binsen bewachsenen Ort angibt.Kathrin Dräger: Binzer. Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands.
Wappen Blasonierung des Redenden Wappens von 1853 In Blau ein aus dem rechten Schildesrand hervorgehender, im Ellbogengelenk gekrümmter, golden geharnischter Arm, welcher in der bloßen Hand einen goldenen Palmzweig (Binsenbund) schrägrechts hält. Der freiherrlich gekrönte Helm mit blaugoldenen Decken ist mit drei natürlichen Pfauenfedern besteckt. Blasonierung des Wappens von 1886 In Blau ein aus weißen Wolken am linken Schildesrand wachsender, am Oberarm mit rotem Ärmel bekleidet, nackter Rechtarm, der einen grünen Palmzweig in der Hand trägt. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken ein grüner Palmzweig zwischen einem goldenen und einem blauen Büffelhorn.
Stammliste (Auszug)
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht Kategorie:Dänisches Adelsgeschlecht Kategorie:Gesellschaft (Grönland)