Leichtathletik-Länderkämpfemit deutscher Beteiligung 2000 zentriert|100px 1. Länderkampf 2000, Nachwuchs Werfer(U23-Männer/U23-Frauen/U20-Junioren/U20-Juniorinnen): – – Saint-Raphaël-Boulouris5. März 2000 1. 2. 3. 105 P82 P76 P Teilwertung U23-Männer 1. 2. 3. 28 P20 P17 P Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 3. 27 P23 P16 P Teilwertung U20-Junioren 1. 2. 3. 31 P18 P17 P Teilwertung U20-Juniorinnen 1. 2. 3. 25 P23 P18 P 2. Länderkampf 2000, Nachwuchs Mehrkampf(U23-Männer/U23-Frauen/U20-Junioren/U20-Juniorinnen): – – 12./13. Juli 2000 1. 2. 3. 75.014 P71.357 P67.580 P 3. Länderkampf 2000, U23 (Männer/Frauen): – – 22. Juli 2000 1. 2. 3. 259,5 P235,5 P232,0 P Teilwertung U23-Männer 1. 2. 3. 127,0 P125,0 P122,0 P Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 3. 137,5 P108,5 P107,0 P 4. Länderkampf 2000, Zehnkampf (Männer): „Decathlon-Team“ – „Zehnkampf-Team“ Garden City12./13. August 2000 1. 2. 38.832 P38.360 P 5. Länderkampf 2000, Werfer (Männer): A – B – – – – – Skandinavien – 26. August 2000 1. 2. A3. 4. 5. 6. 7. B7. Skandinavien 26 P25 P22 P21 P15 P14 P12 P12 P 6. Länderkampf 2000, Werfer (Frauen): – – – – – Skandinavien – – 26. August 2000 1. 1. 1. Skandinavien4. 4. 6. 7. 8. 23 P23 P23 P22 P22 P18 P11 P6 P Chronik ← Länderkämpfe 1999

Im Jahr 2000 wurden sechs Leichtathletikländerkämpfe mit deutscher Beteiligung in sechs Veranstaltungen ausgetragen. Das waren zwei Vergleiche weniger als im Vorjahr. Allerdings sind die Zahlen nicht wirklich eins zu eins vergleichbar. Begründet ist das in unterschiedlichen Verfahren zur Wertung der Länderkämpfe. Es gab Vergleiche mit gemeinsamer Wertung für Männer und Frauen und solche mit einer Wertung nur für Männer oder nur für Frauen. Nach in der Vergangenheit üblicher Zählung mit stets getrennter Wertung für Männer oder für Frauen wären 2000 neun Vergleiche zustande gekommen, 1999 wären es elf gewesen.

Die Zahl der Begegnungen pro Jahr hielt sich wieder sehr im Rahmen auf einem niedrigen Niveau. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 13. September 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 13. September 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 13. September 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 2000)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 13. September 2025 und der Geher-Europacup (ab 2000) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Anmerkung zur Artikelserie „Leichtathletikländerkämpfe mit deutscher Beteiligung“ Mit dieser Saison des Jahres 2000 findet die Artikelserie zu Leichtathletikländerkämpfen mit deutscher Beteiligung zunächst einmal ein Ende. Die Bedeutung von Länderkämpfen in der Leichtathletik ist schon seit längerer Zeit immer mehr gesunken. Im Jahr 2001 sollte es mit nur einem Zehnkampf-Vergleich und einer Mehrkampf-Begegnung für Nachwuchsathleten zu einem neuen Tiefpunkt kommen. Darüber hinaus wurde 2001 nur noch ein Hallenländerkampf für U20-Junioren – in dieser Artikelserie sind Hallen- und U20-Wettkämpfe nicht berücksichtigt – ausgetragen. Damit sind die Relevanzkriterien für Wikipedia-Beiträge spätestens ab 2001 nicht mehr erfüllt.

Bis in die 1960er und auch noch Anfang 1970er Jahre hatten Leichtathletikländerkämpfe einen hohen Stellenwert im Sportkalender. Das Medieninteresse war groß, auch das Fernsehen war schon in den 1950er Jahren mit Live-Übertragungen dabei. Doch im Laufe der Jahre kam es vor allem durch die Konkurrenz anderer Events wie Welt- und Europameisterschaften, Olympische Spiele zu einer stetigen Abwertung der Länderkampfveranstaltungen. Das Interesse des Sportpublikums war ausgerichtet auf die oben genannten Veranstaltungen und hinzu kamen besonders die Golden bzw. Diamond League. Länderkämpfe spielten für Zuschauer und Athleten kaum noch eine Rolle, auch finanzielle Anreize gab es hier nicht. Mehr und mehr waren die Toppleute dort kaum oder gar nicht vertreten, zum Zuge kamen Sportler aus der zweiten Reihe oder die Begegnungen wurden von vornherein mit Altersbeschränkungen für den Nachwuchs ausgeschrieben.

Saisonhöhepunkt In diesem Jahr standen ganz besonders die Olympischen Spiele von Sydney im Saisonmittelpunkt. Die Leichtathletikwettbewerbe dort wurden vom 22. September bis 1. Oktober ausgetragen. Die deutsche Mannschaft belegte im Medaillenspiegel diesmal nur den achten Platz – Rang drei war es vier Jahre zuvor in Atlanta. Mit zwei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen (1996: 3 G / 1 S / 3 B) waren zwei Medaillen weniger zu verzeichnen als in Atlanta. Das bedeutete einen gewissen Abstieg der Qualität der deutschen Leichtathletik, der sich in den kommenden Jahren noch erheblich verstärken sollte.

Außerdem gab es 2000 auch wieder einen Europacup Dieses Event hatte jedoch inzwischen stark an Bedeutung verloren. In der Regel wurden die Teilnehmerländer nicht durch ihre stärksten Athletinnen und Athleten vertreten, sodass die dort erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die wirkliche Leistungsstärke der Nationen kaum Aussagekraft besaßen.

Jahresbilanz In der Saison 2000 gab es für die deutschen Leichtathleten in ihren sechs Länderkämpfen fünf Siege und eine Niederlage, womit die Bilanz zum zweiten Mal in Folge positiv war.

Es gab nur einen Länderkampf mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm, der dazu noch mit Altersbeschränkung für U23-Athletinnen und Athleten ausgetragen wurde. Auf dem Programm standen außerdem nur noch die Wettbewerbsbereiche Werfen (3 Vergleiche) und Mehrkampf (2). Alle anderen Kategorien wie spezielle Angebote für Straßenläufer Springer, Geher oder Bahnläufer fanden nicht statt.

Auffällig war noch, dass diese Saison die erste überhaupt war, in der kein einziger Länderkampf in Deutschland stattfand, alle Begegnungen mit deutscher Beteiligung wurden im nahe gelegenen europäischen Ausland sowie in den USA ausgetragen.

Die gemeinsamen Teams von Männer und Frauen gewannen ihre drei Länderkämpfe: Nachwuchs-Werfervergleich der U23-Männer/U23-Frauen/U20-Junioren/U20Juniorinnen gegen Frankreich und Italien am 5. März in Saint-Raphaël-Boulouris Nachwuch-Mehrkampfvergleich der U23-Männer/U23-Frauen/U20-Junioren/U20Juniorinnen gegen Frankreich und Großbritannien am 12./13. Juli in Val-de-Reuil Ländervergleich der U23-Männer und U23-Frauen gegen Großbritannien und Frankreich am 22. Juli 2000 in Liverpool Die deutschen Männer siegten in ihren beiden Länderkämpfen einmal: Zehnkampfvergleich des Deutschen „Zehnkampf-Team(s)“ gegen das „USA-Decathlon-Team“ am 12./13. August in Garden City, Kansas Eine Niederlage mussten die deutschen Männer hinnehmen: Werfervergleich gegen die Slowakei A+B, Belarus, Polen, Russland, Skandinavien und Ungarn am 26. August im slowakischen Nitra (Platz sechs hinter Polen, Slowakei A, Ungarn, Russland und Belarus) Die deutschen Leichtathletinnen entschieden ihren einzigen Länderkampf für sich: Werfervergleich gegen die Slowakei, Belarus, Polen, Russland, Skandinavien, Tunesien und Ungarn am 26. August in Nitra (gemeinsamer erster Platz mit Polen und Skandinavien) Die Saisonbilanzen lauteten drei zu null für die Länderkämpfe mit gemeinsamen Wertungen für Männer und Frauen (1999: zwei zu eins), eins zu eins für Begegnungen mit alleiniger Wertung für Männer (im Vorjahr: zwei zu eins) und eins zu null mit alleiniger Wertung für Frauen (Vorjahr: eins zu eins). Die Bilanz aller Vergleiche im Jahr 2000 war mit fünf zu eins positiv (1999: fünf zu drei).

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Die folgende Auflistung umfasst alle unterschiedlichen Arten von Länderkämpfen aus der Vergangenheit und Gegenwart bis 2000. In dieser Breite wurden Vergleiche aufgrund der abnehmenden Bedeutung von Länderbegegnungen in den letzten Jahren jedoch nicht mehr praktiziert. Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammDas war die klassische Form von Ländervergleichen. Jede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe je Länderkampf zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter später in der Regel verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt oder auch durch einen einzigen Langstreckenwettbewerb ersetzt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Neu hinzu kamen dann auch Rennen über 3000 Meter und 400 Meter Hürden, zwei Laufdisziplinen, die 1984 olympisch geworden waren. 1993 wurde in einem Länderkampf auch schon der 3000-Meter-Hindernislauf – olympisch ab 2008 – für Frauen einmal mit einbezogen. Hinzu kamen für die Frauen ebenfalls der Stabhochsprung (olympisch ab 2000), Dreisprung (olympisch ab 1996) und Hammerwurf (olympisch ab 2000). In Angleichung an das Männerprogramm wurde der 3000-Meter-Lauf 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst – allerdings wurde wie bei den Männern häufig eine verkürzte Bahnlangstrecke durchgeführt. Damit waren es bei den Frauen insgesamt neunzehn Wettbewerbe.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Diese Länderkampfform, die für eine lange Zeit Kern von Leichtathletikländerkämpfen war, wurde immer weniger praktiziert und mehr und mehr fast zur Ausnahme. Sie besaß angesichts der Konkurrenz bedeutender anderer Events nicht mehr die Attraktivität früherer Jahre. Bei den wenigen Austragungen solcher Vergleiche waren in aller Regel nun auch mehr als zwei Länder beteiligt und fast ausnahmslos gab es Altersbeschränkungen. Vergleiche in Teildisziplinen der Leichtathletik: Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf (bis 1980: Fünfkampf), bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden oft die drei Besten gewertet.