mini|St. Magdalena in Kirchaitnach Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Magdalena steht in Kirchaitnach, einem Gemeindeteil von Kollnburg im niederbayerischen Landkreis Regen. Sie ist in der Liste der Baudenkmäler in Kollnburg unter der Nummer D-2-76-128-49 eingetragen. Die Kirche gehört zum Dekanat Deggendorf-Viechtach im Bistum Regensburg.

Geschichte Seit 1337 existierte eine Kirche im heutigen Gemeindeteil Altaitnach. Wegen ihrer Baufälligkeit und ihres geringen Platzangebots setzte sich der Kooperator Joseph Ferstl ab 1884 für einen Neubau im damaligen Ortsteil Waunz ein. 1885 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, der Rohbau war im Winter 1886/1887 fertiggestellt, so dass am 22. Juli 1887 der erste Gottesdienst gefeiert werden konnte. Am 25. Mai 1889 weihte Bischof Ignatius von Senestrey von Regensburg die Kirche und stellte sie unter das Patrozinium der heiligen Maria Magdalena. Damit erfolgte auch die Umbenennung der Ortsteile, Waunz wurde zu Kirchaitnach und der Standort der alten Kirche, die 1894 zum Abriss verkauft wurde, zu Altaitnach. 1921 entstand die zugehörige Pfarrei. Im Jahr 1958 wurden Allersdorf (Kollnburg) und seine Umgebung der Pfarrei zugesprochen.Kirchaitnach - St. Magdalena. Kunstverlag Peda. Abgerufen am 11. April 2026.

Von Mai 2021 bis Dezember 2022 wurde die Pfarrkirche generalrestauriert.

Beschreibung Die 1885 errichtete neoromanische Saalkirche hat mit Lisenen gegliederte und mit Bogenfriesen verzierte backsteinsichtige Außenwände. Sie besteht aus dem Langhaus zu vier Jochen, dem eingezogenen, von Strebepfeilern gestützten Chor mit Fünfachtelschluss im Osten, der Sakristei an der Südwand und dem Chorflankenturm auf quadratischem Grundriss an der Nordwand des Chors. Der mit einem spitzen Helm bedeckte Turm enthält im obersten quadratischen Geschoss den Glockenstuhl mit vier Glocken. Darauf sitzt ein Geschoss mit abgeschrägten Ecken, an dessen Wänden die Zifferblätter der Turmuhr angebracht sind. Der Turm erreicht eine Höhe von 45 m.

Der Innenraum des Langhauses ist mit einer Flachdecke überspannt, der des Chors mit einem Kreuzrippengewölbe. Die Gemälde, die die Kirchendecke zieren, zeigen, ebenso wie die Bleiglasfenster im Chor, Szenen aus dem Leben von Maria Magdalena. Der Hochaltar der Kirche wird geprägt von einer Figur der betenden Kirchenpatronin. Links bzw. rechts davon stehen Statuen des Evangelisten Johannes und Johannes des Täufers. Weitere Figuren dort stellen Franz von Assisi, Teresa von Ávila, Klara von Assisi sowie Aloisius von Gonzaga dar. Zwischen den Säulen, auf denen die Mensa des Altars liegt, befinden sich Bilder der vier Evangelisten und von Jesus Christus. Der rechte Seitenaltar trägt Skulpturen von Josef von Nazaret, Franz Xaver und Franz von Sales. Auf dem linken Seitenaltar sind es Statuen von Anna (Heilige), Maria (Mutter Jesu) sowie Odilia. Der Baldachin der Kanzel zeigt eine weitere Christusdarstellung sowie die vier abendländischen Kirchenväter.

Auf der Empore über dem Haupteingang steht die Orgel. Das im Jahr 1887 gebaute Instrument hat 648 Pfeifen, die zwischen 8 mm und 280 cm lang sind. Bespielt werden sie mit 54 Tasten, 9 Registern und Pedal mit 27 Tasten und 2 Registern.

Insgesamt kann das Gotteshaus 600 Personen aufnehmen, davon ca. 420 auf Sitzplätzen.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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