Mohamed Adow ist ein kenianischer Klimaschützer und Politikwissenschaftler. Er ist Gründer und Direktor des in Nairobi ansässigen Thinktanks Power Shift Africa (PSA). Zuvor leitete er über ein Jahrzehnt die globale Klimapolitik und -advocacy der Hilfsorganisation Christian Aid. Für seine Arbeit erhielt er 2020 den Climate Breakthrough Award. 2024 zählte ihn das Magazin New African zu den „100 Most Influential Africans“.
Leben Adow wuchs in einer Pastoralistengemeinschaft im Norden Kenias auf und erlebte wiederkehrende Dürren, die seine Familie zeitweise von humanitärer Hilfe abhängig machten. Er erwarb einen MSc in Global Energy and Climate Policy an der SOAS, University of London.
Wirken Seit 2018 leitet Adow Power Shift Africa, das aus afrikanischer Perspektive Analysen, lösungsorientierte Politikvorschläge und Medienarbeit zur beschleunigten Nutzung erneuerbarer Energien erarbeitet und die Stimme Afrikas in internationalen Foren stärkt. Zuvor war er Global Climate Policy Lead bei Christian Aid, wo er die Arbeit der Organisation in Afrika, Europa und bei den UN-Klimaverhandlungen koordinierte. Im Rahmen seiner Tätigkeit trug er zur Gründung der Pan-African Climate Justice Alliance (PACJA) bei, einem zivilgesellschaftlichen Bündnis aus über 1000 Organisationen in 48 afrikanischen Ländern. Adow war zudem Co-Vorsitz des Vorstands von Climate Action Network International (CAN-International).
Als Kommentator und Autor argumentiert er wiederholt, dass Afrika zur „Erneuerbare-Energien-Supermacht“ werden könne, und kritisiert Gasexpansionspläne sowie unzureichende Klimafinanzierung zugunsten des Kontinents. Er veröffentlicht Kommentare u. a. beim Guardian und bei Context (Thomson Reuters Foundation).
Adow engagiert sich ferner in internationalen Netzwerken, darunter als Mitglied des Steering Committee der Initiative für einen Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty.
Auszeichnungen Für seine strategische Arbeit zur Beschleunigung der Energiewende in Afrika wurde Adow 2020 mit dem Climate Breakthrough Award ausgezeichnet. 2024 wurde er von New African unter die „100 Most Influential Africans“ gewählt.
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