mini|Palazzo di Città in Campagna Der Palazzo di Città ( für Stadtpalast) ist ein Palast aus dem 13. Jahrhundert im Zentrum der italienischen Kleinstadt Campagna in der Provinz Salerno, Region Kampanien. In dem Gebäude ist die Gemeindeverwaltung untergebracht.

Geschichte Das ursprüngliche Gebäude ließen die Lehensherrn Del Balzo-D’Apia im 13. Jahrhundert als Residenz errichten. Es bestand aus einem Wohnhaus und einer Kirche. Im 14. Jahrhundert tauschte der Lehensherr Ugo Sanseverino, Graf von Potenza, der das Gebäude als nicht sicher gegen mögliche Angriffe befand, da es am Eingang zur Siedlung lag die Residenz mit den Augustinern, deren Klostergebäude auf dem Felsen des Heiligen Augustinus stand. Um 1580 wurde der ehemalige Adelspalast vollständig umgebaut und diente als Kloster. Die Arbeiten wurden von 21 Familien des örtlichen Adels, von der Stadt und von den Augustinern finanziert; die letzten Veränderungen an dem Gebäude wurden zwischen 1590 und 1618 durchgeführt und betrafen sowohl das Kloster als auch die Kirche Dell'Annunziata (dt.: Mariä Verkündigung).

Im Jahre 1808, nach der Abschaffung der Mönchsorden, wurde das Kloster (ohne die Kirche) durch öffentliche Ämter genutzt und an seine neuen Aufgaben angepasst. Von 1806 bis 1860 war der Palast Sitz der Soprintendenza des Distriktes von Campagna des Königreiches beider Sizilien und von 1861 bis 1927 Sitz der Unterpräfektur des Bezirks Campagna des Königreiches Italien. 1943 wurde die Fassade des Gebäudes bei den Bombardements der Operation Avalanche getroffen, das Eingangsportal wurde zerstört und 177 Personen starben.

Der Kreuzgang miniatur|Kreuzgang des Palazzo di Città Von dem gesamten Gebäude ist der interessanteste Teil der vierseitige Kreuzgang, umgeben von 16 Bögen aus weißem Stein, subtil gefertigt, auf denen 16 Wappen eingemeißelt wurden, und mit einem achteckigen Brunnen in der Mitte, dreiköpfig in den Wasserstrahlen und in den Gewölben der Lünetten ein Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Augustinus. Vom Kreuzgang aus gelangt man über eine imposante Steintreppe in das obere Geschoss.

Steintafeln Im Eingangssaal sind zwei Steintafeln angebracht: Eine erinnert an die Goldmedaille für bürgerliche Tapferkeit, die vom Präsidenten der Republik verliehen wurde, und auf der anderen befindet sich eine Liste der Toten des Bombardements am 17. September 1943.

Vor dem Bombardement befand sich im Eingangsbereich eine Steintafel von 1580, die an die Nutzungsänderung erinnerte.

Einzelnachweise und Bemerkungen Antonio Vincenzo Rivelli: Memorie storiche della Città di Campagna. Antonio Volpe & Co., Salerno 1894. Buch I. S. 234. Paolo Tesauro Oliviero: Settembre 1943. la tragedia dei Comuni della Valle del Sele e dintorni. Antonio Vincenzo Rivelli: Memorie storiche della Città di Campagna. Antonio Volpe & Co., Salerno 1894. Buch I. S. 235. Auf der Nordseite die Wappen der: Zapulli-Corradelli, Santilli, Sichi-Principato und Egizio. Auf der Südseite die Wappen der: Stadt Campagna, De Risi-Gibboni, Campanino-Guerriero und Belbuono. Auf der Westseite die Wappen der: Calandra, Taglianetti, Perotti-Rossi und Bernalla-Viviani. Auf der Ostseite die Wappen des Augustinerordens, der Diamati, Bernalla und Papa-Rossi.

Quellen R. Luongo: Il territorio di Campagna in età antica ed Alto Medioevo. Ausgabe 10/17. Salerno 2011. N. de Nigris: Campagna antica e nuova, sagra e profana overo compendiosa istoria della Città di Campagna descritta dal dott. Nicolò De Nigris e alla medesima dedicata. Neapel 1691. Antonio Vincenzo Rivelli: Memorie storiche della città di Campagna. Salerno 1894–1895. G. Strofforello: Circondari di Campagna, Sala Consilina, Vallo della Lucania. 1903. L. Ganelli: Campagna Medievale. Neapel 2005. ISBN 88-495-1113-2. C. Carlone: Melchiorre Guerriero e la Diocesi di Campagna. Salerno 1984. V. Izzo: Raccontare Campagna: Le Fabbriche Religiose. 2004. Offizielle Website der Confraternita della Beata Vergine del Carmelo e del Monte dei Morti. Antonio Vincenzo Riviello, V. Sersale, C. Tafuri, F. Massimi: Le Porte dell’Arte – Incontri Internazionali d’Arte Contemporanea. Herausgeber: Comune di Campagna. Grafica Ebolitana, Eboli 1997. M. Ulino: Portoni Ghiottoni, descrizioni dei monumenti di Campagna. Herausgeber: Pro Loco di Campagna. M. Ulino: Antonino Vincenzo Rivelli: maestro, oratore, storico e poeta. Campagna 2007. M. Ulino: L’Età barocca dei Grimaldi di Monaco nel loro Marchesato di Campagna. Giannini, Neapel 2008. ISBN 978-88-7431-413-3. M. Ulino: I Grimaldi Principi di Monaco Marchesi di Campagna aus Le Porte dell’Arte (Le Porte dell’Acqua) – Incontri Internazionali d’Arte Contemporanea. Herausgeber: Comune di Campagna. Grafica Ebolitana, Eboli 1997.

Weblinks

Offizielle Website der Comune di Campagna. Abgerufen am 25. Juli 2025. italienisch.

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