mini|alt=Sajid Mir|Sajid Mir 2020 Sajid Mir (Nastaʿlīq: , geb. 2. Oktober 1938, Sialkot, Punjab, Britisch-Indien; gest. 3. Mai 2025, ebenda, Pakistan) war ein pakistanischer Politiker und Islamigelehrter (ʿUlamā'). Er war der zweite Emir der Jamiat Ahle Hadith von 1987 bis zu seinem Tod 2025. Er war auch Mitglied des Senats von Pakistan und diente als Vorsitzender des Senate Committee on Science and Technology.
Jugend und Ausbildung Mir wurde am 2. Oktober 1938 geboren. Er entstammt einer religiösen Familie von Kashmiri Muslims aus Sialkot, Punjab. Er war verwandt mit dem prominenten Gelehrten Muhammad Ibrahim Mir Sialkoti. Mir erwarb 1960 einen Master in Englischer Literatur von der University of the Punjab sowie einen Master in Islamic studies 1969.
Politische Karriere Pakistan Muslim League (N) Mir diente im Senat von Pakistan von 1994 bis 2000 und von 2003 bis 2025 als Abgeordneter der Pakistan Muslim League (N) (PML-N). Im März 2009 wurde Mir auf einem für Technokraten und ʿUlamā' reservierten Sitz in den Senat gewählt. Er war Vorsitzender des Senate Committee on Science and Technology und Mitglied des Senate Committees of Rules of Procedures and Privileges, des Functional Committee on Government Assurances und des Sommittee on Overseas Pakistanis and Human Resource Development. Mir leitete auch den Ausschuss, der einen Verhaltenskodex zur Förderung der interkonfessionellen Harmonie (inter-sectarian harmony) in Pakistan entwarf. Er unternahm bemerkenswerte diplomatische Anstrengungen, welche die bilateralen Beziehungen zwischen Pakistan und Saudi-Arabien stärkten.
Jamiat Ahle Hadith Im März 2018 wurde Sajid Mir Emir der Jamiat Ahle Hadith (JAH). Im September 2020 nahm Mir an der All Parties Conference (APC) teil und gründete zusammen mit zehn anderen Parteien das Pakistan Democratic Movement. Sajid Mir nahm an vielen öffentlichen Versammlungen und Machtdemonstrationen der PDM teil. Im Februar 2021 kontaktierte Nawaz Sharif Sajid Mir und gab ihm einen Listenplatz auf der Liste der PML-N für die Senatswahlen. Sajid gewann seinen Sitz in einer Wahl ohne Gegenkandidaten.
Tod Sajid Mir starb am 3. Mai 2025 im Alter von 86 Jahren an einer Herzinfarkt.
Premierminister Shehbaz Sharif würdigte Sajid Mir als Stimme gegen Extremismus und Sektierertum.
Veröffentlichungen Mir verfasste und übersetzte mehrere einflussreiche Werke in Urdu und Englisch. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte waren Hadithstudien, vergleichende Religionswissenschaft und islamisches Denken. Titel (Urdu/Transliteration)Englische ÜbersetzungArtInhaltAnmerkungenعیسائیت: تجزیہ و مطالعہ (Isāʾīyat: Tajziyah o Mutāla)Christianity: Analysis & StudyBook (Urdu)Kritische Analyse Christlicher Theologie aus Islamischer Perspektive.Dar-us-Salam, Lahoreصحیح مسلم (Sahīh Muslim, verified edition)Sahih Muslim (mit Urdu-Kommentar)Übersetzung/AnmerkungenSheikh Muhammad Ashraf Publishers, Lahoreماذا خسر العالم بانحطاط المسلمين (Urdu translation)What the World Lost by the Decline of MuslimsÜbersetzungÜbersetzung und Kommentierung von Abul Hasan Ali Nadwis Werk.Al-Hizb al-MaqbūlThe Accepted InvocationÜbersetzung (Arabisch–Englisch)Englische Übersetzung einer verbreiteten Arabischen Sammlung von du‘ās (supplications).خطبات (Khutbāt)Sermons2bändige SammlungSammlung von Predigten zu Koran, Hadith, Islamischem Recht und zeitbedingten Themen
Einzelnachweise
Kategorie:Pakistaner Kategorie:Islamischer Geistlicher Kategorie:Islamischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Islamischer Rechtsgelehrter (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied einer islamistischen Organisation Kategorie:Literatur (Urdu) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Sachliteratur (Religion) Kategorie:Islamische Literatur Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann