Das Senatus consultum Narthaciensibus et Melitaeensibus ist ein Senatsbeschluss aus der republikanischen Zeit um etwa 140 v. Chr.
Der Senat betätigte sich mit dem Konsult als Schiedsrichter. In seinem Beschluss bestätigte er das Urteil einer römischen Gesandtschaft aus dem Jahr 196 v. Chr., das die jahrzehntelangen Querelen um eine Landgrenze zwischen den beiden antiken griechischen Städten Narthakion und Melitaia in Thessalien zugunsten der Interessenlage von Narthakion entschieden hatte. Mit dem Konsult wurde eine bereits 385 v. Chr. ergangene Anordnung des thessalischen Rats aufgehoben, die seinerzeit die Belange und Interessen der Stadt Melitaia schützte. Die damalige Entscheidung war wiederum durch Pyrrhos I. bestätigt worden.Allan Chester Johnson, Paul Robinson Coleman-Norton, Frank Card Bourne: Ancient Roman statutes. 3. Auflage 2003, ISBN 1-58477-291-3, S. 34 f.
Literatur José Luis Alonso, Ulrike Babusiaux: Papyrologische und epigraphische Quellen. In: Ulrike Babusiaux, Christian Baldus, Wolfgang Ernst, Franz-Stefan Meissel, Johannes Platschek, Thomas Rüfner (Hrsg.): Handbuch des Römischen Privatrechts. Band 1 §§ 1–58. Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5, S. 222–317, hier S. 291 (Rn. 152). Paul Frédéric Girard, Félix Senn, Vincenzo Giuffré (Hrsg.): Les lois des Romains (= Neuauflage von Band 2 des Werkes von Paul Frédéric Girard u. a. (Hrsg.): textes de droit romain), Camerino 1977. S. 281–285.
Anmerkungen
Kategorie:Politik (Römisches Reich) Narthaciensibus Kategorie:Römische Republik Kategorie:Rechtsquelle (2. Jahrhundert) Kategorie:140 v. Chr.