mini|hochkant|Wappen der Sobeck von Kornitz in Siebmachers Wappenbuch. mini|hochkant|Inna Marie Cristine Baroness von Sobeck-Skal und Kornitz, geb. Somov (1899–1979) Sobe(c)k von Kornitz bzw. Sobeck-Skal und Kornitz ist der Name eines oberschlesischen Uradelgeschlechts, das in den erblichen Freiherren- und Grafenstand erhoben wurde. Die Sobeck fungierten u. a. als Landeshauptleute und Landeskanzler von Teschen, Oppeln, Ratibor, Troppau und Jägerndorf. Ende des 19. Jahrhunderts blühte das Geschlecht noch in Österreichisch-Schlesien; und als B-Haus im Gotha unter von Sobeck in Altvorpommern.Siehe Literatur: Wurzbach (1877), S. 221.

Geschichte Sinapius berichtete von einer uralten russischen Abkunft.Siehe Literatur: Sinapius (1728), S. 227. Die Sobeck von Kornitz gehören zur polnischen Wappengemeinschaft Herb Kornic, zu der u. a. noch die Kloch von Kornitz und Bestwin, die Gurezky und Kornitz sowie den Rimultowsky und Kornitz gezählt werden.Siehe Literatur: Kneschke (Leipzig 1868), S. 514. Über die Gurezky und Kornitz ist ein Ursprung von dem in Russland erloschenen fürstlichen Hause Koretzky und den ebenfalls in Schlesien und Polen erloschenen Grafen von Kornitz überliefert.Pierer’s Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 783. Zunächst nannte sich das Geschlecht der Sobeck von Kornitz ausschließlich Kornitz, möglicherweise nach dem Stammgut Kornitz bei Ratibor. Der polnische Name Sobeck für Sebastian geht auf den legendären Ritter „Sobko de Kornic“ zurück, welcher 1337 bei Herzog Kasimir von Teschen in besonderem Ansehen stand und dessen Grabstein sich in der Kirche von Voruba bei Troppau befand. Nach einer Urkunde aus dem Jahre 1561 des Herzogs Wenzel III. gehörten die Sobecks bereits im 15. Jahrhundert zum böhmischen Herrenstand.

Am 27. November 1634 wurde dem ganzen Geschlecht der Freiherrenstand verliehen. Den böhmischen alten Freiherrenstand erlangten am 26. August 1637 in Wien die Brüder Heinrich und Georg Sobeck von Kornitz.Siehe Literatur: Gotha 1866 (Gotha 1865), S. 724. Darauf wurde den Sobeck am 30. Oktober 1637 offiziell der böhmischen Herrenstand verliehen. Am 5. Oktober 1659 wurde David Heinrich Freiherr von Sobeck und Kornitz in Preßburg das ungarische Indigenat verliehen. Die Sobeck von Kornitz teilten sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit den Söhnen des Rudolph Freiherr Sobeck von Kornitz, nämlich Maximilian Heinrich und Karl Heinrich Sobeck von Kornitz in eine freiherrliche und eine gräfliche Linie. Von den Brüdern erlangte Karl Heinrich Sobeck von Kornitz am 18. Oktober 1716 vom Kaiser Karl VI. den Grafenstand. Während die freiherrliche Linie in mehreren Zweigen bis heute fortbesteht, ist die gräfliche Linie 1837 mit Ferdinand Graf von Sobeck im Mannesstamm erloschen.

Standeserhebungen 27. November 1634: Freiherrenstand 26. August 1637: böhmischer alter Freiherrenstand 30. Oktober 1637: böhmischer Herrenstand 5. Oktober 1659: ungarisches Indigenat 18. Oktober 1716: Grafenstand

Wappen Blasonierung: In Rot auf goldenen Stufen ein goldenes Krückenkreuz (Wappen Kornitz). Auf dem Helm mit rot-goldenen Helmdecken ein rotgekleideter Mannesrumpf mit godgestülpter roter Mütze.Siehe Literatur: Hefner (1857), S. 65.

Persönlichkeiten Alexander von Sobeck (* 1955), deutscher Journalist Karl Franz von Sobeck (1721–1778), königlich-preußischer Generalmajor Wilhelm von Sobeck (1799–1875), deutscher Gutsbesitzer u. Politiker, Abgeordneter im Preußischen Herrenhaus

Literatur Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XIII (Schn - Stad), Band 128 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv-Christoph Franke, Klaus von Andrian-Werburg, Verlag C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2002. Genealogisches Handbuch des Adels. Freiherrliche Häuser. Band XXII, Band 127 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv-Christoph Franke, Klaus von Andrian-Werburg, Verlag C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2002, ISBN 978-3-7980-0827-4, S. 511 f. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1866. Jg. 10, Verlag Justus Perthes, Gotha 1965, S. 878 f.

Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 8, Verlag Friedrich Voigt, Leipzig 1868, S. 514–515. Otto Titan von Hefner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Band 3: (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 1. Abt.: Der Adel des Königreichs Preußen: Grafen und Freiherren. Bauer und Rapse E. Küster, Nürnberg 1857, S. 65 (S. 65. und Tfl. 84.) Johannes Sinapius: Des Schlesischen Adels Anderer Theil Oder Fortsetzung Schlesischer Curiositäten, Leipzig und Breslau 1728, S. 227–228.

Weblinks Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 918.33 Sobek (Sobeck) von Skornitz (Škornic, Kornitz, Skornic), Sidonius, böhmische Bestätigung des Grafenstandes, Abschrift 1845, 1551.04.14. Wappendarstellungen auf Wladcy.Myslenice.net.pl.

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