Die Saison 2022 war die 27. Ausgabe von Super Rugby, einem Rugby-Union-Wettbewerb, an welchem zwölf Franchise-Mannschaften aus Australien, Fidschi, Neuseeland und den Pazifischen Inseln teilnahmen. Die Saison startete am 18. Februar 2022 und endete mit dem Finale am 19. Juni 2022. Es wurden 84 Spiele während der Regular Season und 7 Spiele in der Finalrunde ausgetragen. Die neuseeländische Mannschaft Crusaders gewann zum elften Mal den Meistertitel.
Nachdem die Saison 2020 wegen der COVID-19-Pandemie vorzeitig hatte abgebrochen werden müssen und 2021 nur Ersatzveranstaltungen stattgefunden hatten, konnte nach zweijähriger Pause wieder eine volle Saison gespielt werden. Die Franchises aus Argentinien, Japan und Südafrika hatten sich in der Zwischenzeit aus dem Wettbewerb zurückgezogen, während neu ein Team aus Fidschi und ein Vertreter der Pazifischen Inseln dazustießen.
Ereignisse Bis 2020 war Super Rugby ein interkontinentaler Wettbewerb mit Teams aus Argentinien, Australien, Neuseeland, Japan und Südafrika. Die Entwicklung der Pandemie führte dazu, dass die Saison 2020 Mitte März abgebrochen werden musste und nicht gewertet wurde. Einschränkende Reisebestimmungen machten eine Fortführung unmöglich, weshalb die beteiligten Verbände voneinander getrennte Ersatzveranstaltungen ins Leben riefen: Super Rugby Aotearoa in Neuseeland, Super Rugby AU in Australien und Super Rugby Unlocked. 2021 fanden Super Rugby Aotearoa und Super Rugby AU erneut statt, gefolgt vom gemeinsamen Wettbewerb Super Rugby Trans-Tasman. 2022 war die Rückkehr zum alten Format vorgesehen, wenn auch unter stark geänderten Vorzeichen.
Aus finanziellen Gründen hatten die japanischen Sunwolves bereits im März 2019 angekündigt, dass die Saison 2020 ihre letzte sein werde – was dann auch der Fall war. Die argentinischen Jaguares zogen sich angesichts fehlender Spielmöglichkeiten ebenfalls zurück und lösten sich 2022 auf. Die Franchises aus Südafrika – Bulls, Lions, Sharks und Stormers – lösten ihre Bindungen zu Super Rugby und schlossen sich 2021 der europäischen United Rugby Championship an. Hingegen kehrte das australische Team Western Force nach fünfjähriger Absenz zu Super Rugby zurück. Neu hinzu kamen die Teams Fijian Drua aus Fidschi und Moana Pasifika (als Repräsentantin der übrigen pazifischen Inseln).
Modus Die zwölf teilnehmenden Teams waren im Gegensatz zu früheren Austragungen nicht mehr in geografische Conferences eingeteilt, sondern bestritten 14 reguläre Saisonspiele. Dabei traten sie entweder zuhause oder auswärts gegen jedes andere Team an. Die verbleibenden drei Begegnungen waren zusätzliche Derbys nach geografischen Kriterien. Die Fijuan Drua waren Australien zugeteilt, da sie aufgrund der COVID-19-Einschränkungen ohnehin nicht in Fidschi selbst spielen durften; Moana Pasifika wiederum ist in Neuseeland beheimatet. Die acht besten Teams am Ende der regulären Saison qualifizierten sich für die Play-offs. Im Viertelfinale spielte das erstplatzierte Team gegen die achtplatzierte, das zweitplatzierte Team gegen die siebtplatzierte, das drittplatzierte Team gegen die sechstplatzierte und das viertplatzierte Team gegen die fünftplatzierte. Die Sieger der Viertelfinals zogen ins Halbfinale ein, die Sieger der Halbfinals ins Finale. Die höher eingestufte Mannschaft war jeweils Gastgeber der Playoff-Spiele.
Ergebnisse
Tabelle
Team Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-punkte Diff. Bonus-punkte Tabellen-punkte 1. Blues 14 13 0 1 472:284 + 188 6 58 2. Crusaders 14 11 0 3 470:268 + 202 8 52 3. Chiefs 14 10 0 4 453:348 + 105 5 45 4. Brumbies 14 10 0 4 404:308 + 98 4 44 5. Hurricanes 14 8 0 6 441:330 + 111 7 39 6. NSW Waratahs 14 8 0 6 365:317 + 48 6 38 7. Queensland Reds 14 8 0 6 342:327 + 15 3 35 8. Highlanders 14 4 0 10 348:345 + 3 7 23 9. Western Force 14 4 0 10 326:443 − 117 7 23 10. Melbourne Rebels 14 4 0 10 320:469 − 149 4 20 11. Fijian Drua 14 2 0 12 261:518 − 257 4 12 12. Moana Pasifika 14 2 0 12 267:514 − 247 2 10
Die Punkte wurden wie folgt verteilt: 4 Punkte bei einem Sieg 2 Punkte bei einem Unentschieden 0 Punkte bei einer Niederlage (vor möglichen Bonuspunkten) 1 Bonuspunkt für mindestens drei Versuche mehr als der Gegner 1 Bonuspunkt bei einer Niederlage mit maximal sieben Punkten Unterschied
Viertelfinale
Halbfinale
Finale
15 Stephen Perofeta 14 AJ Lam 13 Rieko Ioane 12 Roger Tuivasa-Sheck 11 Mark Telea 10 Beauden Barrett 9 Finlay Christie 8 Hoskins Sotutu 7 Adrian Choat 6 Akira Ioane 5 Tom Robinson 4 Josh Goodhue 3 Nepo Laulala 2 Kurt Eklund 1 Alex Hodgman Auswechselspieler: 16 Soane Vikena 17 Karl Tuʻinukuafe 18 Ofa Tuʻungafasi 19 Luke Romano 20 Dalton Papalii 21 Sam Nock 22 Bryce Heem 23 Zarn Sullivan Trainer: 15 Will Jordan 14 Sevu Reece 13 Jack Goodhue 12 David Havili 11 Leicester Faingaʻanuku 10 Richie Moʻunga 9 Bryn Hall 8 Cullen Grace 7 Tom Christie 6 Pablo Matera 5 Sam Whitelock 4 Scott Barrett 3 Oli Jager 2 Codie Taylor 1 George Bower Auswechselspieler: 16 Brodie McAlister 17 Tamaiti Williams 18 Fletcher Newell 19 Quinten Strange 20 Corey Kellow 21 Mitchell Drummond 22 Braydon Ennor 23 George Bridge Trainer:
Statistik
Meiste erzielte Versuche Name Verein Versuche 1. Crusaders 10 Crusaders Crusaders 4. Hurricanes 9 Brumbies
Meiste erzielte Punkte Name Verein Punkte 1. Blues 129 2. Crusaders 126 3. Chiefs 122 4. Hurricanes 118 Brumbies
Weblinks Offizielle Website (englisch)
Einzelnachweise
2022 Kategorie:Rugby 2022