miniatur|Kopf-Skulptur von Yelü Chucai in Wuyi Mountain Tee Theme Park
Yelü Chucai (; mongolisch: Urtu Saqal; † Juni 1243), ein Angehöriger des Herrscherhauses der Kitan, war ein hoher Beamter des mongolischen Staates zur Zeit von Dschingis Khan und Ögedai Khan.
Leben und Wirken
Er erreichte die Wiederbelebung des gesellschaftlichen Lebens in Nordchina und organisierte den mongolischen Staat durch folgende Maßnahmen: Rettung Kaifengs vor der Zerstörung und Verhinderung eines geplanten Massenmords in Nordchina (1234), Einführung der Steuer im Mongolenreich und Verbot des Erhebens willkürlicher Steuern, bestand auf der Einhaltung des Rechtsweges bei Streitigkeiten, ferner Sammlung von Bibliotheken zur Erziehung des Adels, Astrologe, Mediziner.
Yelü Chucai konnte aber nicht verhindern, dass 1239 die Steuern in Nordchina durch einen neuen Verwalter auf das Doppelte erhöht wurden. Er wurde mehrfach von den Traditionellen am mongolischen Hof angefeindet, so dass die von ihm gerade erst eingeführte Prüfung der Staatsbeamten (in China längst Tradition) wieder abgeschafft wurde.
Literatur Igor de Rachewiltz, Hok-lam Chan, Hsiao Ch’i-ch’ing, Peter W. Geier u. a.: In the Service of the Khan: Personalities of the Early Mongol-Yüan Period. Harrassowitz, Wiesbaden 1993, ISBN 3-447-03339-8.
Kategorie:Person (chinesische Geschichte) Kategorie:Dschingis Khan Kategorie:Geboren im 12. oder 13. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1243 Kategorie:Mann