mini|St. Jakobus in Appetshofen Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakobus steht in Appetshofen, einem Gemeindeteil von Möttingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Möttingen als Baudenkmal unter der Nr. D-7-79-185-4 eingetragen. Die Kirchengemeinde gehört zum Evangelisch-Lutherischen Dekanat Donau-Ries der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Beschreibung Der Chorturm auf quadratischem Grundriss aus dem 12. Jahrhundert wurde 1615 um ein achteckiges Geschoss, das die Turmuhr und den Glockenstuhl mit neun Kirchenglocken beherbergt, aufgestockt und mit einer Zwiebelhaube bedeckt. An ihn wurde 1775/76 das Langhaus nach Westen angebaut, dessen Innenraum mit einer Flachdecke überspannt ist.

Im Innenraum des Chors befinden sich spätmittelalterliche Deckenmalereien mit Evangelistensymbolen.

Die Sakristei an der Nordseite des Chorturms wurde erst im 20. Jahrhundert angebaut.

Das ebenfalls denkmalgeschützte Pfarrhaus steht turmseitig in Verlängerung des Kirchenschiffs.

Orgel Die Orgel wurde 1953 von Georg Holländer mit 16 Registern erbaut und 1957 von Konrad Koch auf 18 Register auf zwei Manualen und Pedal umgebaut und erweitert.

Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 1. Oktober 2026. I Hauptwerk C–f3 Pommer 16′ Praestant 8′ Gamba 8′ Flöte 8′ Oktav 4′ Superoktav 2′ Mixtur IV ′ II Positiv C–f3 Singend Gedackt 8′ Violflöte 8′ Principal 2′ Krummhorn 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbaß 16′ Violon 8′ Gespensterposaune 16′ Trompete 8′ Clarine 4′ Flachflöte 2′ (neu) Mixtur V ′ (neu)

Koppeln: II/I, I/P, II/P Nebenregister: Zimbelstern Bemerkungen: Schleiflade, mechanische Spiel- und Registertraktur, freistehender Spieltisch

Glocken Im Turmoktogon befinden sich neun Glocken. Sie stellen dabei eine historische Seltenheit dar: Acht Gussstahlglocken des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikationen ergänzen seit 1949 eine Glocke aus dem Jahr 1948 der Gießerei Schilling in Apolda.

Auch musikalisch gesehen ist das Geläut nahezu einzigartig, da die Tonfolge der Glocken nahezu chromatisch ist: e″ – d″ – des″ – c″ – h″ – b″ – a″ – g″ – e′. Dies ist der Grund dafür, dass das Vollgeläut nur äußerst selten erklingt. Nr.NameZweitnameSchlagtonGewichtGussjahrGießerDurchmesserInschrift1JakobusGroße Betglockee′1505 kg1949BVG151,5 cmDES GERECHTEN GEBET VERMAG VIEL / WENN ES ERNSTLICH IST 2Paulus12-Uhr-/Vaterunserglockeg′910 kg128 cmER IST UNSER FRIEDE3Petrus11-Uhr-Glockea′604 kg114 cmALLE SORGE WERFET AUF IHN / DENN ER SORGET FÜR EUCH4MarkusTaufglockeb′510 kg108 cmWER DA GLAUBET UND GETAUFT WIRD, DER WIRD SELIG WERDEN5LutherTrauglockeh′420 kg101 cmGOTT IST UNSERE ZUVERSICHT UND STÄRKE6Maria und LukasVesperglockec″315 kg1948Schilling, Apolda78 cmBei Gott ist kein Ding unmöglich | Siehe ich bin die Magd des Herrn7MatthäusKindergottesdienstglockedes″310 kg1949BVG90 cmLASSET DIE KINDLEIN ZU MIR KOMMEN 8Jugenddankglocke/d″270 kg86 cmDIE MICH FRÜHE SUCHEN / FINDEN MICH 9JohannesSilberglöcklee″180 kg79 cmSEID GETROST Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Donau-Ries St Jakobus St Jakobus Kategorie:Kirchengebäude des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Donau-Ries Kategorie:Jakobus-der-Ältere-Kirche Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Erbaut in den 1770er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa

Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Geläut