Silke Trekel (* 14. Januar 1969 in Rostock) ist eine deutsche Goldschmiedin und Kunsthandwerkerin.
Leben Trekel wurde 1969 in der Hansestadt Rostock geboren. Sie absolvierte zwischen 1987 und 1989 eine Ausbildung zur Edelmetall-Facharbeiterin am VEB Ostsee-Schmuck Ribnitz-Damgarten. 1991 startete sie ein Studium an der Burg Giebichenstein und spezialisierte sich auf das Fachgebiet Schmuck, das sie 1997 mit einem Diplom abschloss. Im Jahr 1994 studierte sie sechs Monate am Lasalle-College of the Arts in Singapur. Zwischen den Jahren 2004 und 2018 wirkte sie als Gastdozentin an verschiedenen Kunstuniversitäten in London, Legnica, Nagakute und Cardiff. Seit 2018 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Fachdidaktik Kunst am Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Chemnitz tätig.
Werk Geometrische, architektonische und botanische prägen Trekels Schmuckstücke. Ihr Werkstoff ist Metall und Porzellan. In jüngster Zeit hat sie sich von der japanischen Kunst und Kultur inspirieren lassen. Vor allem stellt Silke Trekel Halsschmuck und Broschen her, die sie in sechs Kategorien einordnet:
Slings and loops foldings moving pictures balance uniformity and irritation circle and square
Ende 2025 erhielt Silke Trekel in einem Wettbewerb den Auftrag, den Innensarg für das Kaisergrab Ottos I. im Magdeburger Dom neu zu gestalten.Sarg für Otto: Eine Künstlerin vor der Aufgabe ihres Lebens. In: welt.de. 24. Dezember 2025, abgerufen am 28. März 2026.Björn Hermann: Jury empfiehlt Entwurf von Silke Trekel für neuen Sarg Ottos des Großen! In: kunststiftung-sachsen-anhalt.de. 25. November 2025, abgerufen am 28. März 2026 (Mit Foto des Entwurfsmodells). Otto wurde im September 2026 in diesem neuen Sarg aus Titan, Silber und Gold wieder bestattet.Sandra Meyer: 1.000 Jahre Ruhe: Otto der Große in Magdeburg wieder bestattet MDR aktuell, 1. September 2026, abgerufen am 1. September 2026.
Preise (Auswahl) 2015 Artist in Residence, AICHI University of the Arts 2014 First prize, Premio Fondazione Cominelli, Cisano di San Felice del Benaco 2013 Grassipreis der Galerie Slavik Vienna 2010 International work grant, International Studio & Curatorial Program (ISCP) 2007 Artist in Residence, Jakob Bengel Stiftung / Fachhochschule Trier, Campus Idar-Oberstein
Ausstellungen (Auswahl)
2023: Deutsches Goldschmiedehaus Hanau 2023: Galerie des Bayerischen Kunstgewerbevereins, München 2022: Galerie Viceversa, Lausanne 2021: Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern 2019: Inebrychoff Art Museum, Finnish National Gallery, Helsinki 2019: Galerie Marzee, Nijmegen 2016: Oratorio di San Rocco, Padua 2014: Stadtmuseum Halle 2011: Gallery Hnoss, Göteborg
Literatur Ornament in Transition, Silke Trekel, Schmuck / Jewellery 1995–2020, Ellen Maurer Zilioli (Hrsg.), 2021, ISBN 978-3-89790-613-6 Durchbrüche / Breaking Through, Schmuck und Gefäße aus Porzellan, Arbeiten von Silke Trekel und Sylvia Kögler, Stadtmuseum Halle (Hrsg.), 2014, ISBN 978-3-00-046030-2 Spatial Figures, Silke Trekel. The Gallery of Art in Legnica (Hrsg.), 2012, ISBN 978-83-62534-16-6 Jewelry and Objects – Schmuck und Objekte, Silke Trekel (Hrsg.), 2010.
Weblinks
silke-trekel.de
Einzelnachweise
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