Der FC Luzern, kurz FCL, ist ein Fussballverein aus Luzern. Die Vereinsfarben sind entsprechend dem Stadt- und Kantonswappen Blau und Weiss. Die Heimspiele wurden seit 2011 bis Mitte 2026 in der Swissporarena ausgetragen, die auf der Luzerner Allmend am Standort des alten Stadions Allmend neu errichtet wurde. Seit Juli 2026 heisst das Stadion neu thermoplan arena.

Die erste Mannschaft spielt in der Super League, der höchsten Spielklasse der Schweiz. Sie gewann bisher einmal die Meisterschaft und dreimal den Schweizer Cup. Die zweite Mannschaft (U21) spielt in der Promotion League (3. Spielklasse) und die Frauenmannschaft in der Women’s Super League (1. Spielklasse). Zudem besitzt der Verein eine Volleyball- und eine Bocciasektion.

Geschichte Von der Gründung bis zum hundertjährigen Bestehen Erstmals Erwähnung fand der FC Luzern am 6. Mai 1897 in einem Inserat im Luzerner Tagblatt, in dem zu einer Sitzung im Café Alpenclub aufgerufen wurde. = Direktlink zum Bildausschnitt des Inserates. In: Geschichte. Von der Gründung bis 1930. Website des FC Luzern. Bis zur offiziellen Gründung am 12. August 1901 im Restaurant Seidenhof vergingen allerdings noch mehr als vier Jahre. Dem Schweizerischen Fussballverband trat man zwei Jahre später bei und spielte die erste Meisterschaftssaison in der dritthöchsten Spielklasse, der damaligen Serie C.Wie alles begann. In: Historie. 1901–1911. Website des FC Luzern. Im Jahr 1936 gelang schliesslich der erstmalige Aufstieg in die Nationalliga als höchster Spielklasse.Endlich: Der Aufstieg! In: Historie. 1931–1941. Website des FC Luzern. 1944 stieg der Verein wieder in die zweithöchste Spielklasse ab.Der FCL steigt in die 2. Höchste Spielklasse ab. In: Historie. 1941–1951. Website des FC Luzern. 1953 stieg er wieder auf, 1955 wieder ab und 1958 wieder auf.Vereinsjahr 1952/53: Endlich: Der FCL steigt wieder auf! Vereinsjahr 1954/55: 26 Spiele, 18 Niederlagen, Abstieg! Vereinsjahr 1957/58: Doppelter Grund zur Freude. In: Historie. 1951–1961. Website des FC Luzern. 1960 holte sich die Mannschaft mit dem Cup den ersten bedeutenden Titel.Paul Wolfisberg stemmt Pokal in die Höhe: Der FCL Luzern wird erstmals Cupsieger! In: Historie. 1951–1961. Website des FC Luzern. 1989 feierte man zum ersten und bisher einzigen Mal den Meistertitel.Ein Märchen wird Realität: Der FC Luzern wird Schweizer Meister! In: Historie. 1981–1991. Website des FC Luzern. 1992 wurde der Club zum zweiten Mal Cupsieger.Gefühlschaos pur: Der FCL steigt ab – und wird Cupsieger. In: Historie. 1991–2001. Website des FC Luzern. Das hundertjährige Bestehen des Vereins wurde im Jahr 2001 mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona gefeiert. Allerdings ging die FC Luzern AG noch im selben Jahr Konkurs, und zwei Jahre später, 2003, konnte der Abstieg in die neu geschaffene Challenge League nicht mehr verhindert werden.Nach dem finanziellen folgte der sportliche Abstieg. In: Historie. 2001–2011. Website des FC Luzern.

2006 bis 2011 – Wiederaufstieg und Stadionprojekt Saison Liga Platz Punkte Tore ⌀ Zuschauer Cup 2006/07 SL 8. 33 31:58 7'732 Final 2007/08 SL 6. 44 40:49 9'180 Achtelfinal 2008/09 SL 9. 35 45:62 8'074 Halbfinal 2009/10 SL 4. 58 66:55 7'550 Viertelfinal 2010/11 SL 6. 48 62:57 7'993 Achtelfinal Heimspiele 2009/10 und 2010/11 im Stadion Gersag

Zur Saison 2006/07 stieg der FC Luzern wieder auf und spielte somit erstmals in der Super League. Neuer Hauptsponsor war fortan die Steg Computer GmbH. Da mit Aufstiegstrainer René van Eck keine Einigung auf eine Vertragsverlängerung erzielt werden konnte, wurde er durch den Trainerneuling Ciriaco Sforza ersetzt. Neben dem Hauptziel Ligaerhalt erreichte die Mannschaft durch einen 3:2-Auswärtssieg beim damals amtierenden und späteren Meister FC Zürich den Cupfinal. Diesen verlor sie gegen den FC Basel nach einem umstrittenen Elfmeter in der 93. Spielminute mit 0:1.Umstrittener Elfmeter beendet Cup-Hoffnungen. In: Historie. 2001–2011. Website des FC Luzern.

Die Saison 2007/08 beendete der Verein auf dem sechsten Platz.

Der Start in die Saison 2008/09 misslang der Mannschaft deutlich. Nach zwölf Runden lag sie mit nur zwei Punkten abgeschlagen am Tabellenende, woraufhin Ciriaco Sforza gehen musste. Aber auch sein Nachfolger Roberto Morinini war mit einem Punkt aus sechs Spielen wenig erfolgreich. Rolf Fringer wurde im November neuer Trainer und führte die Mannschaft auf den Barrageplatz. Nachdem das Hinspiel gegen den FC Lugano auswärts 0:1 verloren gegangen war, konnte das letzte Spiel in der Geschichte des Allmendstadions am 13. Juni mit 5:0 gewonnen werden.

Vor der Saison 2009/10 wurde der Zuzug von Nationalspieler Hakan Yakin bekanntgegeben. Die Mannschaft erreichte unter seiner Regie den vierten Platz und damit die Berechtigung für die Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2010/11 der folgenden Spielzeit.

Nach einer starken Vorrunde wurde der Verein in der Saison 2010/11 Wintermeister. Aufgrund eines sportlich schwachen Frühjahrs trennte man sich jedoch von Rolf Fringer. Für den Rest der Saison übernahm U-18-Trainer Christian Brand interimistisch. Die Mannschaft belegte am Schluss den sechsten Platz.

2011 bis 2016 – Neues Stadion und Professionalisierung Saison Liga Platz Punkte Tore ⌀ Zuschauer Cup 2011/12 SL 2. 54 46:32 14'180 Final 2012/13 SL 8. 42 41:52 12'384 1. Runde 2013/14 SL 4. 51 48:54 11'291 Halbfinal 2014/15 SL 5. 47 54:46 10'923 Achtelfinal 2015/16 SL 3. 54 59:50 11'292 Halbfinal Saison 2011/12 mit 34 statt 36 Spielen

Auf die Saison 2011/12 hin konnte der FC Luzern in die Swissporarena einziehen. Das erste Pflichtspiel im neuen Stadion fand am 31. Juli gegen den FC Thun statt und endete torlos. Das offizielle Eröffnungsspiel am 3. September gegen den Hamburger SV endete 2:2. Neuer Hauptsponsor seit dem Einzug ist die aus der Region stammende Otto’s AG, mit der ein Zweijahresvertrag abgeschlossen wurde. Mit der Verpflichtung von Murat Yakin, dem älteren Bruder von Captain Hakan Yakin, als Cheftrainer erhoffte man sich neben einem «Stadioneffekt» zusätzlich sportlichen Erfolg, der sich zunächst auch einstellte. Die Saison 2011/12 war nach der Meistersaison 1988/89 die zweiterfolgreichste der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft wurde Vizemeister und erreichte dank einem 1:0-Auswärtssieg im Halbfinal gegen den FC Sion den Cupfinal. Im Endspiel musste sie sich aber wie in der Meisterschaft dem FC Basel geschlagen geben. Zudem erhielten die FCL-Spieler Alain Wiss und Adrian Winter ihr erstes Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft. Im April 2012 konnte schliesslich die neu geschaffene Stelle des Sportchefs mit Heinz Hermann besetzt und somit die letzte Lücke in der sportlichen Leitung geschlossen werden. Damit sah Präsident Walter Stierli seine Arbeit endgültig als getan an und übergab sein Amt an den Luzerner Hotelier Mike Hauser.Neues Stadion, neuer Trainer, neuer Hauptsponsor. In: Historie. 2011–2021. Website des FC Luzern.

Nach einem schwachen Start in die Saison 2012/13 trennte sich der Verein nach sechs Spielen mit nur drei gewonnenen Punkten von Murat Yakin. Seine Funktionen übernahm Ryszard Komornicki, der 2001 schon einmal Trainer der Mannschaft gewesen war. Doch nach dem Ausscheiden aus dem Cup in der ersten Runde und einer noch sieglosen Rückrunde musste er im April 2013 bereits wieder gehen. Schon zwei Monate eher wurde auch das Arbeitsverhältnis mit Heinz Hermann beendet; er soll das erweiterte Anforderungsprofil eines Sportchefs nicht erfüllt haben. Dessen Stelle wurde zeitgleich mit der neuerlichen Trainerentlassung mit Alex Frei besetzt, der unmittelbar davor beim FC Basel seine Spielerkarriere beendet hatte, während der er auch für den FCL spielte. Als erste Amtshandlung setzte er den argentinisch-schweizerischen Doppelbürger Carlos Bernegger als neuen Cheftrainer ein, der familiäre Wurzeln im Luzerner Entlebuch hat.Alex Frei: Vom Stürmerstar zum Sportchef. In: Historie. 2011–2021. Website des FC Luzern. Unter Bernegger holte die Mannschaft in den restlichen zehn Spielen 20 von 30 möglichen Punkten. Im Verlauf der Saison wurde zudem der Vertrag mit Hauptsponsor Otto’s vorzeitig bis 2015 verlängert.. In: Meisterschaft 2012/13. News. Frühere Website des FC Luzern, 3. Oktober 2012.

In der Vorbereitungsphase der Saison 2013/14 wurde Frei auf der Suche nach einem zu Bernegger passenden Assistenztrainer im Luzerner Urgestein Thomas Wyss fündig. Als Ersatz für Nachwuchschef Laurent Prince, der Ende Juni in gleicher Funktion zum Schweizerischen Fussballverband wechselte, verpflichtete er den ehemaligen FCL-Trainer Andy Egli. Im Dezember wurde Mike Hauser von Rudolf Stäger als Präsident abgelöst. Der langjährig in der Innerschweiz wohnhafte Bankkaufmann führte das Amt als erster in Vollanstellung mit geschäftsführender Funktion.FCL schnuppert an der Tabellenspitze. In: Historie. 2011–2021. Website des FC Luzern. Aus sportlicher Sicht verlief die Saison mit Platz 2 zur Winterpause zunächst positiv. Trotz wechselhaften Leistungen in der Rückrunde wurde der 4. Tabellenrang und somit die Europa-League-Qualifikation erreicht. Ausserdem stiess man im Schweizer Cup 2013/14 bis in den Halbfinal vor, der gegen den FC Basel knapp verloren ging (0:1).

Der Start in die Saison 2014/15 begann denkbar schlecht. So schied man in der Europa-League-Qualifikation gegen den FC St. Johnstone nach einem 1:1 im Hin- und Rückspiel im Penaltyschiessen aus. Nach elf Ligaspielen ohne Sieg, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen musste Bernegger seinen Platz im Oktober 2014 als Trainer der 1. Mannschaft räumen. Sein Nachfolger wurde Markus Babbel. Trotz zwei Siegen und zwei Unentschieden wurde die Vorrunde als Letzter mit zwei Punkten Rückstand auf den FC Sion beendet. Als Folge der schlechten Resultate trat Sportchef Alex Frei am letzten Spieltag der Vorrunde per sofort zurück. In der Winterpause konnte Rolf Fringer als neuer Sportchef gewonnen werden. Ebenfalls neu zum FC Luzern als Co-Trainer stiess Roland Vrabec vom FC St. Pauli. Die Rückrunde konnte schliesslich mit 10 Siegen, 4 Unentschieden und 4 Niederlagen auf dem 2. Platz der Rückrundentabelle hinter dem FC Basel bzw. auf dem 5. Rang abgeschlossen werden. Dieser reichte nicht zur Qualifikation für die Europa League, da der FC Sion den Cup-Final gewann.