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Die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB, neue eigene Schreibweise evb) ist ein Verkehrsunternehmen im als Elbe-Weser-Dreieck bekannten Teil Niedersachsens mit Sitz in Zeven im Gebäude des Bahnhofs Zeven Süd. Der Eisenbahnbetrieb der sowohl als Eisenbahninfrastrukturunternehmen als auch als Eisenbahnverkehrsunternehmen operierenden Gesellschaft hat seinen Sitz in Bremervörde.

Heute ist das Unternehmen unter anderem für den weltweit ersten Einsatz von Wasserstoffzügen im öffentlichen Personennahverkehr und seinen deutschlandweiten Güterverkehr bekannt.

Betrieb Busverkehr Die EVB betreiben 37 Buslinien im ÖPNV der Landkreise Rotenburg (Wümme), Osterholz, Stade, Harburg sowie der Stadt Bremen. Dabei werden die Busse von Zeven und Grasberg aus eingesetzt und in Zeven im eigenen Betriebshof am Südring 23 gewartet. Die Leitstelle zur Koordination der Verkehre befindet sich ebenfalls in Zeven. Insgesamt hat das Busnetz eine Streckenlänge von mehr als 1000 Kilometern mit 630 Haltestellen, dabei werden etwa 4 Mio. Fahrgäste jährlich transportiert.

Die EVB betreibt unter anderem, folgende Buslinien: +LiniennummerVerlauf630Zeven – Tarmstedt – Lilienthal – Bremen632Buchholz – Quelkhorn – Lilienthal633Lilienthal – Seebergen636Osterholz-Scharmbeck – Worpswede – Grasberg – Quelkhorn640Gnarrenburg – Worpswede670Osterholz-Scharmbeck – Worpswede – Lilienthal – Bremen800Bremervörde – Selsingen – Zeven – Rotenburg (Wümme)810Bremervörde – Lamstedt811Bremervörde – Iselersheim817Bremervörde – Mehedorf821Gnarrenburg – Rhade – Ostereistedt – Zeven823Selsingen – Rockstedt827Seldingen – Rhade831Rhade – Tarmstedt – Wilstedt – Buchholz832Zeven – Nindorf834Zeven – Wilstedt – Vorwerk840Bf. Oldenbüttel – Hambergen – Gnarrenburg – Bremervörde847Bremervörde – Basdahl – Fahrendorf – Gnarrenburg848Bremervörde – Fahrendorf – Gnarrenburg – Rhade849Gnarrenburg – Kuhstedt – Findorf – Gnarrenburg861Steddorf – Sellhorn862Zeven – Heeslingen – Steddorf – Meinstedt865Sittensen – Wohnste867Sittensen – Sellhorn868Zeven – Heeslingen – Sittensen899Osterholz-Scharmbeck – Lilienthal2029Stade – Harsefeld – Steddorf – Zeven3813Bremervörde – Elm (Bremervörde) – Oldendorf3860Zeven – Heeslingen – Sittensen – Tostedt

Eisenbahnverkehr Personenverkehr:

Die EVB betreiben im Schienenpersonennahverkehr die Linie RB33 Cuxhaven–Bremerhaven–Buxtehude. Nach Übernahme des Betriebs auf der Niederelbebahn Hamburg–Cuxhaven zunächst durch Metronom, später Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe mbH und Verlängerung der Hamburger S-Bahn-Linie S 5 bis Stade ist heute Buxtehude Umsteigebahnhof. Früher wurde bis Hamburg-Neugraben gefahren, um dort den Anschluss an die S-Bahn zu gewährleisten. Von 2003 bis 2011 wurde die Linie Cuxhaven–Bremerhaven von den EVB im Auftrag von DB Regio AG unter dem Namen Nordseebahn betrieben, in dieser Zeit gab es auch einzelne direkte Zugfahrten von Cuxhaven nach Bremen. Seit 2011 sind die EVB allein für den Schienenpersonennahverkehr auf dieser Strecke zuständig. Im Dezember 2017 wurde die gesamte Strecke auf einen täglichen Stundentakt verdichtet. Es kommen planmäßig die Alstom Lint 41 (Baureihe 648) sowie die iLint 54 (Baureihe 554) der LNVG zum Einsatz, die in Bremervörde stationiert sind.

Im Verlauf des Jahrzehnts soll der Personennahverkehr auf der Strecke Hesedorf–Stade als Linie RB34 Bremervörde–Deinste–Stade–(Himmelpforten) wiederaufgenommen werden.

Von Ende 2014 bis Ende 2018 wurde auch die Direktverbindung zwischen Rotenburg (Wümme) und Verden (-Minden) durch Triebwagen der EVB (Baureihe 628) als Subunternehmen für die DB Regio AG abgedeckt. Von Dezember 2018 bis Dezember 2022 betrieb die evb die Linie RB 76 selbst. Seitdem ist die Linie in das Netz der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen als RS 6 integriert und wird von der NordWestBahn betrieben.

Als touristische Attraktion ist der Moorexpress bekannt. Der historische Uerdinger Schienenbus sowie die Triebwagen der Baureihe 628, die zwischen Bremen und Stade verkehren, werden ebenfalls durch die EVB betrieben. Die Züge fahren in der Sommersaison von Mai bis Oktober an Wochenenden unter anderem durch das Teufelsmoor bei Worpswede und zum Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseum in Deinste.

Im Winter werden häufig zusätzliche Sonderfahrten mit dem Uerdinger Schienenbus auf der Strecke angeboten. Die Triebwagen der Baureihe 628 werden ebenfalls für Sonderverkehre, unter anderem zum Brokser Heiratsmarkt oder für Sonderfahrten verwendet.

Bis 2013 wurde der sich im Besitz der EVB befindliche historische WUMAG VT 175 Triebwagen für Sonder- und Ausflugsfahrten der Buxtehude – Harsefelder Eisenbahnfreunde genutzt, dabei war er auf fast jeder Strecke in Deutschland unterwegs. Der Triebwagen ist seit 2013 in Aufarbeitung, eine Wiederinbetriebnahme wird für 2026 angestrebt. +LinieVerlaufTaktFahrzeugeRB 33Buxtehude – Apensen – Ruschwedel – Harsefeld – Bargstedt – Brest-Aspe – Kutenholz – Hesedorf – Bremervörde – Oerel – Heinschenwalde – Frelsdorf – Geestenseth – Wehdel – Sellstedt – Bremerhaven-Wulsdorf – Bremerhaven Hauptbahnhof – Bremerhaven-Lehe – Wremen – Dorum – Nordholz – Cuxhaven1hLint 41 (Baureihe 648) / iLint 54 (Baureihe 554)(RB 34)(Bremervörde – Hesedorf – Essel – Mulsum-Essel – Fredenbeck – Deinste – Hagen (Kr Stade) – Stade Riensförde – Stade (– Stade Krankenhaus – Hammah – Himmelpforten))1hiLint 54 (Baureihe 554)Moorexpress (MEX)Stade – Hagen (Kr Stade) – Deinste – Fredenbeck – Mulsum-Essel – Essel – Hesedorf – Bremervörde – (Oerel Süd) – Barchel – Basdahl-Kluste Hauptbahnhof – Brillit – Gnarrenburg Nord – Gnarrenburg – Nordsode – Ostersode – Hüttenbusch – Neu St. Jürgen – Worpswede – Ahrensfelde – Osterholz-Scharmbeck – Ritterhude – Bremen-Burg – Bremen Hbf4hVt 98 (Uerdinger Schienenbus) / Baureihe 628 Güterverkehr:

Die EVB Logistik ist im Güterverkehr auf dem eigenen Streckennetz und darüber hinaus engagiert. Durch die Übernahme der Mehrheit bei der Mittelweserbahn weiteten die EVB insbesondere den Seehafenhinterlandverkehr auf ganz Deutschland und das benachbarte Ausland aus.JaWePo: Teure Diesel-Traktion. In: Täglicher Hafenbericht vom 10. Dezember 2012, S. 4

Von Bremen aus wird der Deutschlandweite Güterfernverkehr geregelt, dort sind die meisten Lokomotiven und Personale des Logistik-Bereiches beheimatet. Das Hauptaugenmerk hierbei liegt auf dem Seehafenhinterlandverkehr, dabei werden die Norddeutschen Häfen wie Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Cuxhaven und Bremen mit Container-, Auto- und Holzzügen der EVB beliefert und an das Hinterland angebunden.

Der Güterverkehr auf dem eigenen Netz wird vom Standort Bremervörde aus geregelt. Nennenswerte Leistungen sind hierbei, die Bedienung des Bundeswehrstandortes in Hesedorf, die Anbindung von Thyssenkrupp in Waffensen, Holzzüge nach Heinschenwalde und Bremervörde, sowie seit 2024 die Bedienung von Raisa-Standorten wie Fredenbeck, Selsingen und Sittensen mit Dünger- oder Getreidezügen. In Zukunft sollen weitere Ladestellen wie Bremervörde, Osterholz-Scharmbeck und Gnarrenburg bedient werden. Bis in die frühen 2000er Jahre gab es außerdem an den meisten Unterwegsbahnhöfen Ladestellen für die Landwirtschaft sowie weitere Industrieanschlüsse. Nennenswert hierbei wären die Verkehre zum Torfwerk Gnarrenburg, in Industriegebiete in Bremervörde und Zeven, sowie zu weiteren Raisa- Standorten, die allerdings alle seit längerer Zeit ruhen.

Die Verbindung Bremerhaven–Bremervörde–Rotenburg wird gelegentlich für Umleiterverkehre der Seehäfen verwendet. Diese wichtige Achse für die Hinterlandanbindung soll in Zukunft weiter ausgebaut werden, um den Zugang für weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen zu erleichtern. So soll die Strecke mittel- bis langfristig vollständig elektrifiziert und signalisiert werden sowie das Betriebsverfahren auf FV-DB umgestellt werden.

Die EVB bietet außerdem an diesen deutschen Standorten Rangierdienstleistungen an:

Bremen Bremerhaven Bremervörde Wilhelmshaven Hamburg Regensburg Deggendorf

Dabei ist der Verkehr in Bremen, Bremerhaven, Bremervörde, Wilhelmshaven, Hamburg und Regensburg in die jeweiligen Standorte ausgegliedert. Die Verkehre in Regensburg werden allerdings ab 2025 von Bremen aus verwaltet.

Infrastruktur Als Eisenbahninfrastrukturunternehmen verfügen die EVB über ein 235 Kilometer langes Streckennetz, das aus eingleisigen nicht elektrifizierten Nebenbahnen besteht, die im signalisiertem Zugmeldebetrieb (Bremerhaven – Harsefeld – Buxtehude) und im Zugleitbetrieb betrieben werden. Folgende Strecken gehören dazu: +StreckeLänge in KilometerNummerStreckenklasseVmax (km/h)BetriebsverfahrenBetriebBesonderheitenBremerhaven-Wulsdorf–Harsefeld–(Hollenstedt)60,541D4 (ab Hesedorf C3)80Signalisierter Zugmeldebetrieb (FV – NE)GV/RB33Abschnitt Harsefeld – Hollenstedt abgebautBuxtehude–Harsefeld14,441C380Signalisierter Zugmeldebetrieb (FV – NE)GV/RB33Bremervörde–Osterholz-Scharmbeck47,802C260Zugleitbetrieb (FV – NE)GV/MEXBremervörde–Rotenburg (Wümme)–(Bockel)50,323D480Zugleitbetrieb (FV – NE)GVAbschnitt Rotenburg – Bockel abgebaut(Wilstedt–)Zeven–Tostedt37,704C350Zugleitbetrieb (FV – NE)GVAbschnitt Zeven – Wilstedt als DraisinenbahnHesedorf–Stade26,595D480Zugleitbetrieb (FV – NE)GV/MEX

In Stade, Buxtehude, Tostedt, Rotenburg (Wümme), Osterholz-Scharmbeck und Bremerhaven-Wulsdorf bestehen Verbindungen zum Netz der DB InfraGO.

Neben der sich in Bremervörde befindlichen Werkstatt, gibt es in Harsefeld, Gnarrenburg und Zeven Lokschuppen, der ehemaligen Eisenbahngesellschaften (BOE, BHE, WZTE), die heute für die Unterbringung der historischen Fahrzeuge genutzt werden. Diese werden von verschiedenen Eisenbahnvereinen betreut.

Bremervörde ist neben den eigenen EVB-Triebfahrzeugen auch Wartungsstandort für die RE-5-Garnituren der Regionalverkehre Start Deutschland GmbH die im Regelfall aus einer Diesellok der Baureihe 246 und 5 Bombardier-Doppelstockwagen bestehen. Diese werden zwischen Hamburg und Cuxhaven im Regionalverkehr eingesetzt und an Tagesrandlagen normalerweise über die Strecke Stade – Hesedorf nach Bremervörde zur Wartung überführt, insgesamt gibt es etwa 4 Fahrten Werktags. Früher war es außerdem Fahrgästen möglich, bei einigen dieser Überführungsfahrten morgens mitzufahren.

Geschichte Die EVB gingen am 1. Januar 1981 aus der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn GmbH (BOE, 48 Streckenkilometer), der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn GmbH (WZTE, 63,5 Streckenkilometer) und deren Busbetrieben hervor. 1991 kamen die vormals von der Deutschen Bundesbahn betriebenen Nebenstrecken im Dreieck zwischen Bremerhaven, Bremen und Hamburg (dem „Nassen Dreieck“) hinzu: die noch vorhandenen Reste der ehemaligen Bahnstrecke Bremervörde–Walsrode, der Strecken Bremerhaven-Wulsdorf–Buchholz und Hesedorf–Stade. Sie machten die EVB mit nun 286 Streckenkilometern zur zweitgrößten deutschen nichtbundeseigenen Eisenbahn nach den Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE). 1993 fusionierten die EVB mit der Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn.

1993 betrieben die EVB folgende Buslinien:Fahrplan 1993/94, 23. Mai 1993 bis 28. Mai 1994. Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH, Zeven 1993 166 (Heeslingen –) Zeven Süd-Bf – Zeven Busbf – Tarmstedt – Grasberg – Lilienthal – Bremen-Horn – Bremen Hbf/ZOB 166 Z Grasberg – Dannenberg – Lilienthal-Seebergen – Lilienthal-Heidberg – Lilienthal-Falkenberg – Bremen Hbf/ZOB (nur mo–fr) 167 Rhade – Breddorf – Tarmstedt – Wilstedt – Ottersberg-Quelkhorn – Lilienthal-Seebergen – L.-Heidberg – L.-Falkenberg – Lilienthal – Bremen-Horn – Bremen Hbf/ZOB (nur Einzelfahrten werktags)