mini|St. Peter und Paul in Gönningen Die evangelische Kirche St. Peter und Paul steht in Gönningen, einem Stadtteil der baden-württembergischen Kreisstadt Reutlingen. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Reutlingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das Bauwerk ist als Denkmal beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg eingetragen.

Geschichte Auf einen ersten Kirchenbau vor dem 12. Jahrhundert verweisen Friedhofsreste und besonders drei Steinplattengräber, die sich in der Regel in Kirchen befanden. Vermutlich von den Stöfflern wurde im 12. Jh. eine romanische Apsis-Kirche über dieser Kirche errichtet. Die Mauerreste der Apsis-Kirche wurden unter dem heutigen Chor gefunden.

Im 13. Jahrhundert wurde an der Südseite der Kirche ein wehrhafter Kirchturm mit drei steinernen Stockwerken errichtet, der älteste noch erhaltene Teil der Kirche. Um 1400 wurde der Rechteckchor abgebrochen und über dessen Fundamenten ein gotischer Chor errichtet. Dieser bildet immer noch den Chor der heutigen Kirche. Im 19. Jahrhundert wurde die gotische Kirche zu klein für die gewachsene Ortsbevölkerung. In einem Pfarrbericht von 1827 heißt es: „Sie ist so eng, dass den Schulkindern kein Raum in derselben angewiesen werden kann. ... Eben so wenig finden die Erwachsenen alle Platz in derselben.“

Da Gönningen wegen des Neubaus des Rathauses und der Schule kein Geld besaß, beauftragte der württembergische Staat den Reutlinger Stadtbaudirektor Johann Georg Rupp mit dem Kirchenneubau. 1842–44 wurde die Kirche in neugotischem Stil als dreischiffige Hallenkirche mit dreiseitiger Empore, Altar und Kanzel in gotischem Stil errichtet.

Architektur und Ausstattung Die dreischiffige neugotische Emporenhalle wurde 1842–44 nach einem Entwurf von Johann Georg Rupp erbaut. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor des spätgotischen Vorgängerbaus im Osten und einem Chorflankenturm aus dem 13. Jahrhundert an dessen Südwand, der mit einem Geschoss, das die Turmuhr und den Glockenstuhl beherbergt, aufgestockt und mit einem achtseitigen spitzen Helm bedeckt wurde.

Orgel Die Orgel wurde 1844 von dem Horber Orgelbauer Franz Xaver Engelfried erbaut. Dem Zeitgeist entsprechend wurden im 19. und 20. Jahrhundert diverse Umbauten und Veränderungen vorgenommen. 1970 wurde die Orgelbaufirma Richard Rensch mit der Rekonstruktion beauftragt. Dank guter Dokumentation konnte die Orgel wieder weitgehend in den Originalzustand restauriert werden. 2005 fand eine Reinigung und Stimmung durch die Firma Rensch statt.

Die Orgel besitzt 24 Register auf zwei Manualen und Pedal und hat mechanische Trakturen und Koppeln.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

St Peter und Paul Peter und Paul Kategorie:Peter-und-Paul-Kirche Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Hallenkirche in Baden-Württemberg Kategorie:Erbaut in den 1840er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Baden-Württemberg Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Bauwerk des Historismus im Landkreis Reutlingen