Liliane Welch (geb. Meyer; * 20. Oktober 1937 in Esch an der Alzette, Luxemburg; † 22. September 2010) war eine kanadische Schriftstellerin luxemburgischer Herkunft.

Leben Die Tochter einer aus Italien stammenden Mutter und eines luxemburgischen Vaters besuchte das Lycée de jeunes filles ihrer Heimatstadt. Nach einem USA-Aufenthalt im Rahmen eines Studentenaustausches 1954 beschloss sie, in die USA zu emigrieren und begann mit ihrem künftigen Ehemann Cyril Welch ein Romanistikstudium. Sie wurde an der University of Pennsylvania in französischer Literaturwissenschaft promoviert und zu 1967 mit ihrem Mann nach Kanada. Dort wirkte sie als Dozentin für französische Literatur an der Mount Allison University in Sackville/New Brunswick, kehrte aber regelmäßig nach Luxemburg zurück.

Ihre Werke verfasste Welch in englischer Sprache. Neben mehr als zwanzig Gedichtbänden veröffentlichte sie auch Prosatexte, Literaturkritiken und Essays. Einige ihrer Texte wurden ins Französische, Italienische und Ungarische übersetzt. Von Menschen und Orten (1992) enthält Übersetzungen ins Deutsche von Nic Weber. 1986 wurde sie mit dem Alfred G. Bailey Award der Writers' Federation of New Brunswick ausgezeichnet. Für Life in Another Language erhielt sie 1992 den Francesco Giuseppe Bressani Literary Prize der Francesco Giuseppe Bressani Literary Prize. Welch war Mitglied der Canadian Women Poets und des Lëtzebuerger Schrëftstellerverband sowie korrespondierendes Mitglied der Section des arts et des lettres des Institut Grand-Ducal.

Werke Emergence: Baudelaire, Mallarmé, Rimbaud (Literaturkritiken, mit Cyril Welch), 1973. Winter Songs, 1977 Address: Rimbaud, Mallarmé, Butor (Literaturkritiken, mit Cyril Welch), 1979 Syntax of Ferment, 1979 Assailing Beats, 1979 October Winds, 1980 Brush and Trunks, 1981 From the Songs of the Artisans, 1983 Manstorna, 1985 Unrest Bound, 1985 Word-House of a Grandchild, 1987 A Taste for Words, 1987 Fire to the Looms Below, 1990 Seismographs: Selected Essays and Reviews, 1988 Von Menschen und Orten (aus dem Englischen von Nic Weber, mit Zeichnungen von Ben Heyart), 1992 Life in Another Language, 1992 Dream Museum, 1995 Fidelities, 1997 Homewords, 1998 Mosaics: Music, Shapes, Words (mit Fotos von Raymond Clement und einer Mozart-CD mit dem "Philharmonischen Streichtrio Berlin" und dem Pianisten Luc Devos), 1998 Frescoes: Travel Pieces, 1998 The Rock's Stillness, 1999 Unlearning Ice, 2001 Untethered in Paradise, 2002 This Numinous Bond, 2003 Dispensing Grace, 2005 Gathered in Memory's Hands, 2006 Anticipating the Day, 2007 Stealing the Flowers of Evil, 2008 Crossings, 2010

Quellen Luxemburger Autorenlexikon: Liliane Welch Atlantic Canadian Poets' Archive: Liliane Welch

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