Die Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung im Kanton Glarus in der Schweiz sind durch die Trockenwiesenverordnung des Bundes geschützt (, , ). Die Verordnung stützt sich auf das Bundesgesetz von 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz.

Die aufgelisteten Trockenwiesen und -weiden sind Teil des Bundesinventars der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung. Die Europäische Umweltagentur (European Environment Agency) koordiniert die Daten der europäischen Mitglieder. Die inventarisierten Flachmoore von nationaler Bedeutung der Schweiz führen in der internationalen Datenbank den Code «CH06».

Ziel Wesentliches Ziel ist die ungeschmälerte Erhaltung der inventarisierten Gebiete. Insbesondere zielt die Verordnung darauf ab, die spezifische Pflanzen- und Tierwelt, ihre ökologischen Grundlagen und die für die Trockenwiesen typischen Eigenart, Struktur und Dynamik in den inventarisierten Gebiete zu erhalten und nach Möglichkeit zu fördern. Dazu ist eine nachhaltig betriebene Land- und Forstwirtschaft erforderlich. Insbesondere dürfen nur Bauten und Anlagen errichtet und Bodenveränderungen durchgeführt werden, die dem Schutzziel nicht widersprechen. Neue und bestehende Nutzungen wie etwa durch die Land- und Waldwirtschaft, den Tourismus und die Nutzung zur Erholung müssen mit dem Schutzziel in Einklang stehen. Zudem sollen seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten und ihre Lebensgemeinschaften gefördert werden.

IUCN-Kategorie Die Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung in der Schweiz sind in der IUCN-Kategorie IV registriert. Diese umfasst Biotop- und Artenschutzgebiete mit einem Management, das ein gezieltes Monitoring und regelmässige Eingriffe zur Erhaltung des Schutzgebietes vorsieht, wie beispielsweise zur Verhinderung der Verbuschung und Verwaldung.

Die Trockenwiesen und -weiden (TWW) entstanden während Jahrhunderten in hohem Mass dank extensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Sie sind für unsere Kulturlandschaft charakteristisch. Als Folge der Intensivierung der Landwirtschaft sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts rund 95 % dieser besonders artenreichen Lebensräume verschwunden. Entscheidend für die erfolgreiche Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume ist es, die nachhaltig wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe aufrechtzuerhalten und zu unterstützen.

Liste der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung im Kanton Glarus Objekt-Nummer(Link: Swisstopo) Objekt­bezeichnungName des Gebiets Standort-gemeinde(n) CDDA-Sitecode(Link: WDPA) Flächein ha Koordinate Jahr derAusweisung Bildoder 1802 Linthkanal Glarus Nord 398770 0,43

2010 oder 1804 Tierweg Glarus Nord 398771 11,52

2010 oder 1805 Bergli Glarus Nord 398772 5,97

2010 oder 1807 Chammteil Glarus Nord 398773 1,96

2010 oder 1809 Stäfeli Glarus Nord 398774 2,18

2010 oder 1811 Ahornen Glarus Nord 555596296 1,91

2010, 2017 oder 1813 Fachtegg Glarus Nord 398775 0,79

2010 oder 1818 Schafplänggen Glarus Nord 398776 3,42

2010 oder 1820 Gumen Glarus 398778 1,00

2010 oder 1822 Alpgmach Glarus Nord 398779 11,94

2010 oder 1826 Stock Glarus 398780 0,40

2010 oder 1829 Rüchi Glarus 398781 1,35

2010 oder 1830 Vordere Planggen Glarus 398782 4,93

2010 oder 1832 Rigen Glarus 398783 4,66

2010 oder 1833 Hintere Planggen Glarus 398784 1,72

2010 oder 1835 Helgehüsli Glarus 398785 1,07

2010 oder 1836 Schlattberg Glarus 398786 0,91

2010 oder 1837 Ober Längenegg Glarus 398787 2,76

2010 oder 1838 Schwämmli Glarus 398788 5,60

2010 oder 1839 Chängelboden Glarus 398789 7,94

2010 oder 1840 Sturmigen Glarus 555596297 1,00

2010, 2017 oder 1841 Chämmenen Glarus 398790 6,29

2010 oder 1842 Ober Herberig Glarus 398791 6,55

2010 oder 1843 Widen Glarus 555596298 4,62

2010, 2017 oder 1844 Rhodannenberg Glarus 398792 1,36

2010 oder 1845 Ober Rueggis Glarus 398793 3,95

2010 oder 1846 Unter Herberig Glarus 398794 4,50

2010 oder 1847 Ochsenfeld Glarus 398795 5,42

2010 oder 1852 Bärenboden Glarus 398796 61,79

2010 oder 1855 Glattmatt Glarus Süd 398797 1,05

2010 oder 1856 Innerbergli Glarus Süd 398798 9,78

2010 oder 1857 Glattmatt Glarus Süd 398799 6,81

2010 oder 1860 Holzbort Glarus Süd 398801 2,68

2010 oder 1861 Schaft Glarus Süd 398802 4,02

2010 oder 1862 Schlattbergli Glarus Süd 398803 1,24

2010 oder 1866 Ochsenbüel Glarus Süd 398804 7,40

2010 oder 1869 Baumgarten Glarus Süd 398805 7,73

2010 oder 1873 Bruch Glarus Süd 398807 13,03

2010 oder 1877 Durlaui Glarus Süd 398808 0,56

2010 oder 1882 Bleiggen Glarus Süd 398809 0,65

2010 oder 1883 Rossboden Glarus Süd 398810 0,99

2010 oder 1885 Unter Friteren Glarus Süd 398811 4,33

2010 oder 1890 Rufiberg Glarus Süd 398812 2,48

2010 oder 1891 Trügglisrus Glarus Süd 398813 2,91

2010 oder 1892 Linthkanal Glarus Nord 398814 5,68

2010 oder 1895 Boggenberg Glarus Nord 398815 2,37

2010 oder 1897 Hintere Facht Glarus Nord 398816 1,83

2010 oder 1898 Mullerenplanggen Glarus Nord 398817 3,87

2010 ohne|100x200px|Mullerenplanngen unterhalb Nüenchamm 1900 Grund Glarus Nord 398818 0,62

2010 oder 1901 Schlatt Glarus 398819 2,99

2010 oder 1904 Schletter Glarus 398820 2,93

2010 oder 1905 Schilttal Glarus 398821 8,35

2010 oder 1906 Stöckli Glarus 398822 4,23

2010 oder 1910 Hinter Buchs Glarus 398823 9,69

2010 oder 1911 Äschenchöpf Glarus Süd 398824 0,56

2010 oder 1914 Geisstal Glarus Süd 398825 3,72

2010 oder 1915 Bergguet Glarus Süd 398826 1,48

2010 oder 1921 Bischofbach Glarus Süd 398827 7,10

2010, 2017 oder 58Objekte insgesamt 289,02ha Gesamtfläche aller Objekte Quelle: Anhang 1 der Verordnung über den Schutz der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung, vom 29. Sept. 2017, bereinigt gemäss Version vom 21. Oktober 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 Literatur

Weblinks Liste der invasiven und potentiell invasiven Neophyten der Schweiz SPARQL-Abfrage zu den national bedeutenden Trockenwiesen und -weiden im Kanton Glarus

Einzelnachweise

Glarus Kategorie:Liste (Geographie)