Krasnoretschenskoje (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle liegt etwa drei Kilometer südöstlich von Wesnowo (Kussen) an der Kommunalstraße 27K-231. Der nordwestliche Teil des ehemaligen Gemeindegebietes von Bruszen/Kiesfelde befindet sich im Rajon Krasnosnamensk.
Geschichte mini|Die Landgemeinde Bruszen auf einem Messtischblatt von 1933
Der Ort wurde erstmals 1539 als Bruschey erwähnt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kiesfelde Um 1780 wurde Bruszen als meliertes Dorf bezeichnet.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 18. 1874 wurde die Landgemeinde Bruszen dem neu gebildeten Amtsbezirk Kussen im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Kussen 1936 wurde die Schreibweise des Ortes in Bruschen geändert und 1938 wurde er in Kiesfelde umbenannt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges zur Sowjetunion. 1947 bekam erals „Bridschen“, der d-Strich resultierte möglicherweise aus einer in der offenbar zu Grunde gelegten Karte eingezeichneten Windmühle den russischen Namen Krasnoretschenskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Sawetinski selski Sowet im Rajon Nesterow zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR „Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad“ vom 17. November 1947) Krasnoretschenskoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht der Ort nicht mehr auf.Im 1976 in Kaliningrad erschienenen russisch-deutschen Ortsverzeichnis Населенные пункты Калининградской области: краткий справочник. / Ред. В.П. Ассоров, В.В. Гаврилова, Н.Е. Макаренко, Э.М. Медведева, Н.Н. Семушина. - Калининград: Калининградское книжное издательство, wurde Bruszen als zu Wesnowo (Kussen) gehörend bezeichnet, womit allerdings wohl nur die Einzelhöfe auf dem zum Rajon Krasnosnamensk gehörenden ehemaligen Gemeindeteil gemeint sein konnten. Laut Karte (http://www.etomesto.ru/map-kaliningrad_gugk/) existierten diese wie der gesamte Ort zu diesem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 292 1871 310 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 291 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 236 1910 220 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 202 1939 208
Kirche Bruszen/Kiesfelde gehörte zum evangelischen Kirchspiel Kussen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad