mini|Wappen derer von Horne im Wappenbuch des Westfälischen Adels Horne (auch: Hörne o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts, das zum Tecklenburger und Osnabrücker Uradel zählt.
Die Familie ist von den bei Bielefeld (auch Hurne, 1349 bis 1370, Wappen zwei Adlerflügel), im Münsterland (Volmestein, 1434 Patrizier zu Hamm) und bei Lüdinghausen (auch Hornen, 1291 Ravensberger Dienstmannen, Wappen mit Turnierkragen) begüterten, gleichnamigen GeschlechternSpießen (1901–1903) S. 74. zu unterscheiden, wenngleich wohl mit den beiden letzteren stammesverwandt.
Geschichte Die Herkunft der „von Horne“ dürfte die Bauerschaft Hörne in der Nähe von Osnabrück sein. Stammsitz des ab 1151Anton Fahne (1858), S. 229. oder 1198 als Ministeriale der Grafen von Tecklenburg erwähnten Geschlechts war die heute verschwundene Harenburg (bis 1589 „Horneburg“) im Kirchspiel Neuenkirchen, wo um 1218 ein Hugo von Horne besitzlich ist. Ein anderer Hugo von Horne, erwähnt 1228 bis 1263, zählte 1245 zum Kreis der Gründer der nahegelegenen Johanniter-Kommende Lage.Otto Gruber: Die Wappen des südoldenburgischen Adels. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1971. Vechta 1970, S. 22f. Dietrich von Horne war von 1376 bis 1402 Bischof von Osnabrück. Um 1402 stand Burg Hesepe bei Osnabrück im Besitz der Familie. Eberhard und Dietrich von Horne verkauften 1429 ihr Freigut bei Neuenkirchen. 1435 wird noch ein Kurt von Horne zu Horneburg genannt, wobei diese Burg um 1487 in fremder Hand war. Die Herren von Horne hatten zudem um 1400 in Lengerich (Westfalen), unterhalb der Burg Tecklenburg die Burganlage Haus Marck erbaut. Ferner soll das deutsch-baltische Adelsgeschlecht von Haaren vom Osnabrücker Zweig der Familie von Horne abstammen.
Gertrud von Horne († 1575), Erbtochter des Claus von Horne und der Gertrud Staël zu Sutthausen, heiratete 1537 den Landsknechtsführer Georg von Holle, und erscheint mit dem Horneschen Wappen auf dessen Epitaph zu St. Marien in Minden als auch auf einem Wappenfries in Haus Himmelreich sowie dem Epitaph des früh verstorbenen Sohnes Rudolf von Holle in der Münsterkirche zu Hameln.Grabsteine im Münster St. Bonifatius Hameln (Abgerufen am 22. März 2023) mini|Wappen derer von Horne, auf Epitaph des Domprobstes Balduin Voss, Osnabrück 1611 Persönlichkeiten Dietrich von Horne (vor 1376–1402), Geistlicher, Bischof von Osnabrück Friedrich von Horne, Domherr in Münster und Osnabrück Otto von Horne († 1414), Abt des Klosters Iburg 1376–1414, Bruder des Bischofs Dietrich von HorneOsnabrücker Geschichtsquellen, Band 3, Die Iburger Klosterannalen (Osnabrück 1895), S. 198.
Filiation der Horne zu Horneburg (teils hypothetisch)
Wappen Blasonierung: in Gold zwei gekreuzte rote Hifthörner (Jagdhörner), die mit silbernen Bändern umwunden sind (Mundstücke unten). Auf dem Helm ein goldener Pfauenbusch.
Weitere Wappendarstellungen:
Literatur Gertrud Angermann: Ein bisher unbekannter Wappenfries von Haus Himmelreich, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, 52. Jahrgang (1980), S. 143. Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter, 1858, S. 229. Otto Gruber: Die Wappen des südoldenburgischen Adels. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1971. Vechta 1970, S. 22 f. (Digitalisat). Hermann Hartmann: Die Babylonie. In: Mittheilungen des historischen Vereins zu Osnabrück, Band 7, IX, Osnabrück 1864, S. 329. Theodor Ilgen: Die westfälischen Siegel des Mittelalters (Münster, 1894–1900); Heft IV, S. 36, Tafel 164, Nr. 1–3 (Digitalisat). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 73; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 177.
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht Kategorie:Adelsgeschlecht (Mittelalter) Kategorie:Ersterwähnung 1151