mini|Wappen des Geschlechts der von Vemern, nach Johann Siebmacher Vemern ist der Name eines mecklenburgisch-pommerschen Adelsgeschlechts.

Das Geschlecht ist von den gleichnamigen, aber wappenverschiedenen westfälischen Herren von Vemern zu unterscheiden.

Geschichte mini|Wappen des Geschlechts der von Vemern, nach Julius Theodor Bagmihl mini|Abdruck des Siegels des Curd von Vemern aus dem Jahr 1449 Das hier behandelte Geschlecht hat seinen Namen von der Insel Fehmarn und kam nach Pommern und Mecklenburg. Bei Verschreibungen des Herzogs Bogislaw IV. von Pommern-Stettin tritt Konrad v. Vemern urkundlich als Zeuge auf, und zwar 1284, 1285 sowie zusammen mit Neveling v. Vemern im Jahr 1287.G. C. Friedrich Lisch: Urkunden und Forschungen zur Geschichte des Geschlechts Behr, Band I, Stiller, Schwerin 1861, S. 162–162, Urkunde 110 (Google Books), S. 172–173, Urkunde 114 (Google Books), S. 174–175, Urkunde 116 (Google Books). Als die pommerschen Herzöge Otto I., Wartislaw III. und Barnim III. im Jahr 1320 Stettin und weiteren Städten zollfreien Warenverkehr auf der Swine und Peene und durch das ganze Land verschrieben und ihnen ihre Privilegien bestätigten, war unter den urkundlich genannten Zeugen Werner von Vemern (Femern).G. C. Friedrich Lisch: Urkunden und Forschungen zur Geschichte des Geschlechts Behr, Band II, Stiller, Schwerin 1862, S. 78, Urkunde 190 (Google Books). Urkundlich folgten Nevelinik von Vemern 1367 und Nicolaus von Vemern 1388. Im Jahr 1396 kommt Klaus von Vemern (Clawes van Uemeren) unter den Zeugen einer Schuldverschreibung des pommerschen herzoglichen Bruderpaars Barnim VI. und Wartislaw VIII. gegenüber dem Herzog zu Mecklenburg Albrecht III. und dessen Sohn vor.G. C. Friedrich Lisch: Urkunden und Forschungen zur Geschichte des Geschlechts Behr, Band III, Stiller, Schwerin 1864, S. 103–105, Urkunde 343 (Google Books). Curd von Vemern lebte 1449.

Die Familie saß auf Fritzow, Poberow und Raddack im Kreis Cammin, 1388 zu Neuhof bei Usedom sowie im 14. Jahrhundert in Rostock, wo sie mehrere Ratsherren stellte. Fritzow war noch 1583 im Besitz von Lucas von Vemern († 1593), dem Letzten seines Stammes.Mülverstedt (1894), S. 104.

Persönlichkeiten Heinrich von Vemern († vor dem 20. September 1374), Geistlicher, Prokurator an der römischen Kurie und Domherr in Lübeck und Schwerin

Wappen Blasonierung: In Silber ein halber schwarzer Widder mit goldenen Hörnern. Auf dem Helm die Schildfigur. Die Helmdecken sind schwarz-silbern.

Literatur Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch, Band 5, Stettin 1855, S. 113–114 (Google Books), Tab. LII mit dem Wappen (Google Books), und Tab. LIV mit dem Siegel (No. 4) des Curd v. Vemern von 1449 (Google Books). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 9 (Steinhaus–Zwierlein), Friedrich Voigt’s Buchhandlung, Leipzig 1870, S. 370. Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie, Band 3: T–Z, Berlin 1858, S. 53. George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 9. Abt.: Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz Pommern, Nürnberg 1894, S. S. 104 und Tfl. 65. Georg Franz August Strecker: Einige Notizen über das Geschlecht derer v. Vemern, in: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde, Achtzehnter Jahrgang, Stettin 1904, S. 49–56 (Google Books). Georg Franz August Strecker: Lorenz von Vemern, in: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde, Neunzehnter Jahrgang, Stettin 1905, S. 25–26 (Google Books). Georg Franz August Strecker: Lucas von Femeren zu Fritzow, in: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde, Neunzehnter Jahrgang, Stettin 1905, S. 181–182 (Google Books). Georg Franz August Strecker: Das Geschlecht derer von Vemern, in: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde, Fünfundwanzigster Jahrgang, Stettin 1911, S. 58–59 (Google Books).

Einzelnachweise

Kategorie:Mecklenburgisches Adelsgeschlecht Kategorie:Pommersches Adelsgeschlecht