mini|Suzanne Vega (2016) Suzanne Nadine Vega (* 11. Juli 1959 geborene Peck in Santa Monica, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin.
Werdegang Suzanne Nadine Peck wurde in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien geboren. Ein Jahr nach ihrer Geburt zog ihre Mutter mit ihr nach New York, wo Vega in East Harlem und an der Upper West Side aufwuchs.Carrie Havranek: Women Icons of Popular Music: The Rebels, Rockers, and Renegades. Westport CT, Greenwood Press 2009. ISBN 978-0-313-34083-3, S. 462 Im Alter von neun Jahren fing sie an, Gedichte zu schreiben; ihr erstes Lied schrieb sie mit 14 Jahren. Zunächst besuchte sie die La Guardia High School of Music & Art and Performing Arts, wo sie modernen Tanz studierte. Sie erkannte jedoch, dass Musik ihre Berufung war. Als sie am Barnard College der Columbia University Anglistik studierte, trat sie auf kleinen Bühnen im New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village auf. 1984 bekam sie ihren ersten Plattenvertrag.
Karriere Vega schreibt Musik größtenteils für ihre Gitarre. In der Produktion werden die Songs für eine mehrköpfige Band arrangiert. Als ihre wichtigsten Einflüsse nennt sie Lou Reed, Bob Dylan, Leonard Cohen, Paul Simon und Laura Nyro. Mit Reed, den sie Mitte der 1980er Jahre kennenlernte, war sie zuletzt eng befreundet.Christoph Dallach: „Früher war gar nichts besser“ (Interview mit Suzanne Vega). In: Die Zeit, Nr. 54, 23. Dezember 2020, S. 50. Vega erklärte 2010, sie habe nie typischen Folk machen wollen, sondern Folk als Grundlage für modernes Songwriting genutzt.
Ab 1985 Das 1985 veröffentlichte Debütalbum Suzanne Vega wurde äußerst positiv aufgenommen. Die Lieder stemmen sich dem „Bigger is better“-Motto in der Mitte der 1980er Jahre entgegen. Sie sind jedoch keine typischen Protestsongs, sondern eher introspektiv.
Das 1987 veröffentlichte Nachfolgealbum Solitude Standing enthält zwei Titel, die Vega bekannter machten: Tom’s Diner, ein Lied über Tom’s Restaurant – bekannt auch durch die Adaption durch DNA und die Tatsache, der erste konvertierte Song im MP3-Format zu sein – sowie Luka, geschrieben aus der Sicht eines misshandelten Kindes. Die Lieder sind stärker, mehr als auf dem ersten Album, an Rockmusik orientiert.
Ab 1990 Das dritte Album Days of Open Hand aus dem Jahr 1990 stellt ein in sich geschlossenes Werk dar. Musik und Text sind getragen von mystischem Symbolismus und tiefen Emotionen. Die Musik ist im Vergleich zu den vorherigen Alben experimenteller.
1992 wurde 99.9°F veröffentlicht. Das Album besteht aus einem Mix aus akustischem Folk und Songs, die sich zwischen Dance-Beats und Industrial Noise bewegen.
Album Nummer fünf, Nine Objects of Desire, erschien 1996. Musikalisch variierte Vega den früheren, einfacheren Stil mit der ausführlicheren Produktion von 99.9F° sowie mit Bossa Nova.
Ab 2001 mini|Suzanne Vega 2008 in Barcelona Im September 2001 erschien ihr Album Songs in Red and Gray. Als Ausdruck ihrer Erfahrungen trat die Beziehung zwischen Mann und Frau, insbesondere deren Fehldeutungen und Scheitern, thematisch in den Vordergrund. Musikalisch konzentrierte sich Vega wieder stärker auf akustische Elemente. Zugleich formulierte sie für sich einen höheren Anspruch, als nur ein unkompliziertes Folk-Album zu produzieren.
2007 erschien mit Beauty & Crime erstmals eines ihrer Alben beim Plattenlabel Blue Note Records.
Ab 2010 Am 9. Februar 2010 erschien in den USA ihr Album Close-Up Vol. 1, Love Songs (weltweites Erscheinungsdatum 14. Juni 2010) auf ihrem eigenen Label „Amanuensis Productions“. Es enthält Neuaufnahmen vorhandener Songs zum Thema „Liebe“. Bis 2012 erschienen vier Alben mit Neuaufnahmen, der zweite Teil zum Thema „Menschen, Orte und Dinge“, der dritte Teil zum Thema „Seinszustände“ („State of Being“) und der letzte Teil mit „Familienliedern“. Vega erklärte 2010, mit den Neuaufnahmen ihre älteren Lieder verfügbar zu halten und einem neuen Publikum vorzustellen. Der Fokus der akustischen Neuinterpretationen liege dabei auf den Songs selbst. Zugleich seien die Neuaufnahmen für sie eine Möglichkeit, wieder eigene Versionen ihrer Stücke zu besitzen, da sie an den ursprünglichen Aufnahmen nach eigener Aussage keinerlei Rechte besitze. Die Neuaufnahmen sind überwiegend akustisch arrangiert. 2011 widmete sich Vega vor allem ihrem Theaterstück Carson McCullers talks about love, einer fiktiven Autobiographie mit eigens dafür arrangierten Songs der Schriftstellerin Carson McCullers, die mit Vega in der Hauptrolle im April 2011 in New York uraufgeführt wurde.
Ab 2014 mini|Suzanne Vega mit Gerry Leonard, 2016 Nach sieben Jahren Pause veröffentlichte Suzanne Vega im Februar 2014 ein Studioalbum mit zehn neuen Songs. Das Album trägt den Titel Tales from the Realm of the Queen of Pentacles und wurde von dem Gitarristen Gerry Leonard produziert. (abgerufen am 13. Dezember 2013) Bis Mitte des Jahres befand sich Vega auf Welttournee in Europa, den USA, Asien und Australien. Im Jahre 2016 kam Suzanne Vega für einige Auftritte nach Deutschland.
Anfang Mai 2025 erschien ihr Album Flying with Angels.
Bedeutung Obwohl Suzanne Vegas kommerzieller Erfolg ab Mitte der 1990er abebbte, prägten einige ihrer Songs wie Tom’s Diner und Luka das musikalische Gesicht des frühen Jahrzehnts. Die Musikpresse nahm ihren Erfolg Ende der Achtziger zum Anlass, sie mit den ebenfalls stark song-orientierten Musikerinnen Tanita Tikaram, Tracy Chapman und Michelle Shocked zu vergleichen.
„Die Mutter von MP3“ Das MP3-Forscherteam um Karlheinz Brandenburg machte die ersten Praxistests mit der A-cappella-Version des Liedes Tom’s Diner von Suzanne Vega. Bei seiner Suche nach geeignetem Testmaterial las Brandenburg in einer Hi-Fi-Zeitschrift, dass deren Tester das Lied zum Beurteilen von Lautsprechern nutzten,Viele Hi-Fi-Fans können offenbar das Gras wachsen hören. Interview mit dem „MP3-Erfinder“ Karlheinz Brandenburg auf Tagesanzeiger.ch, abgerufen am 20. Januar 2015. und empfand das Stück als geeignete Herausforderung für eine Audiodatenkompression. Tom’s Diner, ein Song über ein kleines Restaurant in New York, wurde somit das weltweit erste Lied im MP3-Format – und Suzanne Vega zur „Mutter von MP3“.
Persönliches mini|hochkant|Suzanne Vega mit einem Peabody Award (2004) Suzanne Vega trennte sich 1998 nach dreijähriger Ehe von ihrem Mann Mitchell Froom, dem Vater ihrer 1994 geborenen Tochter Ruby. Sie wechselte Manager und Plattenfirma und widmete sich ihrem ersten Buch, The Passionate Eye: The Collected Writing of Suzanne Vega. 2006 heiratete sie den Anwalt Paul Mills, mit dem sie in New York lebt.
Auszeichnungen (Auswahl) 1988: MTV Video Music Awards, Best Female Video für Luka 1991: Grammy in der Kategorie Best Album Package für Days of Open Hand 2008: Grammy in der Kategorie Best Engineered Album, Non Classical für Beauty & Crime 2011: NY Music Awards, Best Pop/Rock Compilation für Close Up Volumes 1 & 2
Diskografie
Studioalben
Livealben
Weitere Livealben 2012: Live at The Barbican
Kompilationen
Akustikalben 2010: Close-Up Vol. 1, Love Songs 2010: Close-Up Vol. 2, People & Places 2011: Close-Up Vol. 3, States of Being 2012: Close-Up Vol. 4, Songs of Family
Singles (Auswahl)
Auszeichnungen für Musikverkäufe Silberne Schallplatte (Impala) 2014: für das Album Tales from the Realm of the Queen of Pentacles
Goldene Schallplatte
2018: für die Autorenbeteiligung Centuries (Fall Out Boy)
1988: für das Album Solitude Standing
2016: für die Autorenbeteiligung Centuries (Fall Out Boy)
1987: für das Album Solitude Standing
1987: für das Album Solitude Standing
1988: für das Album Solitude Standing2× Goldene Schallplatte
1990: für das Album Solitude Standing
Platin-Schallplatte
1987: für das Album Solitude Standing
1987: für das Album Suzanne Vega 1987: für das Album Solitude Standing
2015: für die Autorenbeteiligung Centuries (Fall Out Boy)
2018: für die Autorenbeteiligung Centuries (Fall Out Boy)
4× Platin-Schallplatte
2015: für die Autorenbeteiligung Centuries (Fall Out Boy)
Bibliographie The Passionate Eye: The Collected Writing of Suzanne Vega. Second edition, Harper, New York, NY 2001 (Erstausgabe 1999), ISBN 978-0-380-78882-8.
Weblinks
suzannevega.com
Suzanne Vega: Die spröde Sängerin, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2007 (Webarchiv) Auszeichnungen und Nominierungen auf metrolyrics.com Auszeichnungen und Nominierungen auf examiner.com
Quellen
Kategorie:Folksänger Kategorie:Singer-Songwriter Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Frau