Roswitha Schieb (* 6. August 1962 in Recklinghausen) ist eine deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin.
Leben Roswitha Schieb studierte Literatur- und Kunstwissenschaft in Köln und Berlin. 1997 wurde sie an der TU Berlin bei Norbert Miller mit einer Arbeit zu Das teilbare Individuum. Körperbilder bei Ernst Jünger, Hans Henny Jahnn und Peter Weiss promoviert, in der sie drei Prosawerke der Schriftsteller vor dem Hintergrund der Körperideologie des Nationalsozialismus analysierte.
Sie lebt im Hohen Neuendorfer Ortsteil Borgsdorf bei Berlin.
Schaffen Eine Reise nach Schlesien im Jahr 1998 war der Ausgangspunkt einer intensiveren und anhaltenden Beschäftigung mit Schlesien,Roswitha Schieb: Danksagung. In: Festschrift Kulturpreis Schlesien 2020 und 2021. 15. September 2021, S. 45–47, hier S. 45 (niedersachsen.de [PDF; 38,5 MB]). worauf zahlreiche literarische, autobiografische und kulturhistorische Reiseführer zu Polen, Schlesien, Breslau, Galizien und zum Böhmischen Bäderdreieck entstanden, darüber hinaus zu Rügen und Berlin.
Aus der Begleitung der neunmonatigen Proben zur Faust-Inszenierung von Peter Stein in Hannover (Expo 2000), Berlin und Wien entstand 2005 ein umfangreiches Programmbuch und im selben Jahr eine Biographie Peter Stein. Ein Portrait.
Neben ihrem Hauptschwerpunkt auf dem Thema SchlesienZeittafel zu Leben und Werk von Roswitha Schieb. In: Festschrift Kulturpreis Schlesien 2020 und 2021. 15. September 2021, S. 41 (niedersachsen.de [PDF; 38,5 MB]). liegt ein anderer Schwerpunkt bei ihren kulturhistorischen Untersuchungen zu Berlin, so etwa eine Berliner Literaturgeschichte. Epochen – Werke – Autoren – Schauplätze (2019), Der Berliner Witz (2020) und Die Berliner Secession (2022).
Zudem ist sie als Herausgeberin tätig. So gab sie 2016 mit Rosemarie Zens den Sammelband Zugezogen. Flucht und Vertreibung – Erinnerungen der zweiten Generation heraus, in dem sie sich neben anderen Autoren familiengeschichtlich mit dem Trauma der Vertreibung und seiner Überwindung sowie den intergenerationellen Folgen des Lebensgefühls von Heimatlosigkeit und Fremdsein für die „zweite Generation“ auseinandersetzte.Markus Bauer: Laudatio auf Roswitha Schieb. In: Festschrift Kulturpreis Schlesien 2020 und 2021. 15. September 2021, S. 42–45, hier S. 44 (niedersachsen.de [PDF; 38,5 MB]).
Ehrungen (Auswahl) 1996 Aufenthaltsstipendium in Schloss Wiepersdorf 2021 Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen
Mitgliedschaften Roswitha Schieb ist (bzw. war) Mitglied folgender Gremien und Vereine: seit 2018 Mitglied der Jury für den studentischen Essaywettbewerb bei der Deutschen Gesellschaft 2021 PEN-Zentrum Deutschland (PEN) 2023 Austritt aus dem PEN-Zentrum Deutschland, Eintritt in den PEN Berlin
Werke (Auswahl)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Kulturwissenschaftler Kategorie:Herausgeber Kategorie:Publizist Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Reiseliteratur Kategorie:Essay Kategorie:Träger des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Frau