mini|300px|Blick auf die Uckerseen. . Fünf-Seen-Blick Die Uckermärkischen Seen liegen in Nordost-Brandenburg, beginnend etwa 50 Kilometer nördlich von Berlin. Im Nordwesten geht das Seengebiet bruchlos in die Mecklenburgische Seenplatte über. Das Neustrelitzer Kleinseenland umfasst Teile beider Bundesländer und Seenplatten.
Naturraum und Naturpark Nicht alle Seen der politisch-historischen Uckermark gehören zum Naturraum Uckermark. Die größte Dichte an Seen im Landkreis findet sich im Einzugsgebiet der Havel und wird dem Naturraum Nordbrandenburgisches Wald- und Seengebiet zugerechnet.Naturräume Brandenburg. LfU.
Der Naturpark Uckermärkische Seen wiederum besteht zu mehr als der Hälfte aus dem Anteil der Uckermark am Einzugsgebiet der Havel, dazu noch etwa dem Einzugsgebiet der Quillow.Natura 2000: Naturpark Uckermärkische Seen. uckermaerkische-seen-naturpark.de Das obere Einzugsgebiet der Ucker mit Oberuckersee und Unteruckersee gehört nicht dazu.
Das Einzugsgebiet der Welse mit mehreren überwiegend kleinen Seen gehört zum Naturraum Uckermark, aber nur teilweise zur historischen Landschaft und zum Landkreis. Es gehört zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und nicht zum Naturpark Uckermärkische Seen. Die nicht sehr zahlreichen aber doch nennenswerten Seen im Norden und Osten der Uckermark gehören zum Naturraum aber nicht zum Naturpark.
Anzahl der Seen Die Uckermärkischen Seen umfassen zahlreiche natürlich entstandene Seen, die eine beeindruckende Artenvielfalt sowie eine meist hohe Wasserqualität aufweisen.
Die insgesamt 590 Seen der Uckermark (> 1 ha)Hans Dominik, Werner Ebert, Gerd Lutze: Die Märkische Eiszeitstraße. 2. Auflage. Findling Verlag, Neuenhagen 2003, ISBN 3-933603-22-6. bieten mit ihren Ufern, ergänzt durch insgesamt 233 Kilometer Flüsse und Bäche, eine enorme Vielfalt von Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt.
Region/Entstehung Die Uckermark als Moränenlandschaft ist durch die Eiszeit geprägt worden. Dabei entstand ein leicht hügeliges Flachland und darin durch verschiedene Mechanismen Mulden, von denen viele mit Seen unterschiedlicher Größe gefüllt sind, manche auch nur mit einem Feuchtgebiet. Es gibt Zungenbeckenseen, es gibt aus Tunneltälern entstandene Seen und es gibt viele kleine Sölle, die beim Zurückweichen des Eises durch Toteisblöcke entstanden sind. Ein weiterer Beleg der Eisbewegungen vor 15.000 Jahren sind die vielen großen gerundeten Gesteinsbrocken, sogenannte Findlinge.
Weder die Landesgrenze noch die Kreisgrenze zwischen Uckermark und Oberhavel bilden hier geologische oder sonst wie landschaftliche Grenzen.
Die Vernetzung der Seen ist unterschiedlich. In Tunneltälern bildeten sich Seenketten, die mancherorts von kleinen Flüssen durchströmt werden. Sölle stehen typischerweise nur über das Grundwasser in Verbindung mit anderen Gewässern. Das führt nicht selten zu starken Schwankungen des Wasserspiegels, da nach starken Niederschlägen kaum mehr an Wasser versickert als bei anhaltender Trockenheit. Es gibt aber auch Seen, die durch eine Tonschicht vom Grundwasser abgegrenzt sind. Seit dem Mittelalter wurden zahlreiche künstliche Abflusswege geschaffen, um das Wasser für den Betrieb von Mühlen zu nutzen und um die Schädigung von Landwirtschaft und Wald durch Überflutungen zu vermindern. Im 20. Jahrhundert wurden viele der Gräben verrohrt, so dass schlecht informierte Besucher Seen für isoliert halten, die in Wirklichkeit einen Abfluss haben. Mit der Entwässerung ist man heute zurückhaltender als noch vor dreißig Jahren, da man die Bedeutung von Feuchtgebieten für den Artenschutz und für die Regeneration des Grundwassers erkannt hat.
Der außergewöhnliche Reichtum an Seen ist ein besonderes Charakteristikum der zusammenhängenden Jungmoränenlandschaft im Nordosten Brandenburgs und im Süden Mecklenburgs. mini|zentriert|hochkant=3|Die Ucker und ihre Zuflüsse von der Quelle bis zum (unvollständig dargestellten) Köhntop. Lesbare Darstellungsgrößen: 20% (924 × 845 px) – 25% (1155 × 1057 px) – 33% (1540 × 1409 px) mini|links|hochkant=3|Das Lychener Gewässer (grell blau), abgesehen von einem kleinen eigenen Oerblauf westlicher Abflussweg der Feldberger Seen (lila) und der Scheitelhaltung bei Boitzenburg (pink) hochkant=3|mini|Das Templiner Gewässer leuchtend blau, Lübbesee aber rotstichig (wegen der Gabelung)
Schutz Die Uckermärkischen Seen stehen als Europäisches Vogelschutzgebiet unter Schutz, viele seit 1997 im Naturpark Uckermärkische Seen,Erklärung zum Naturpark „Uckermärkische Seen“. (PDF) mlul.brandenburg.de weitere seit 1990 im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.
Auflistung Gewässer; Gewässersystem; Fläche in ha; Lage zum nächsten bedeutenden Ort; Bemerkung; Koordinaten
A Aalsee; im Verlauf des Prähnseegrabens, verrohrt zum Dreescher Seegraben → Unteruckersee; ??? ha, nördlich von Bietikow, westlich von Dreesch; Aalgastsee; zweiter See im Verlauf des Grabens 55.1 zur Großen Lanke des Oberuckersees; ??? ha, nördlich von Pfingstberg; Aalgastsee; Abfluss in den Jacknitzgraben (zw. Jakobsdorfer See u. Jacknitzsee); ??? ha, im Melzower Forst; Apfelsee; verrohrter Abfluss in den Parsteiner See; ??? ha, südlich von Bölkendorf;
B Großer Bauernsee; isoliert; ??? ha; Dobberzin, Angermünde Kleiner Bauernsee (auch Stegelinsee); isoliert; ??? ha; Dobberzin, Angermünde Baumgartener See; Abfluss durch den Schäfergraben Prenzlau zum Unteruckersee; 41 ha; Baumgarten; mini|200px|links|Baumgartener See mini|200px|links|Baumgartener See
Bebersee (früher Biebersee); isoliert (kein Graben zum Kleinen und zum Großen Gollinsee); 2,1 ha; Groß Dölln Behrendsee; im Verlauf der „Kleinen“ Ucker vom Mühlensee zum Oberuckersee; 11,31 ha; südlich von Groß Fredenwalde (nördlich Hessenhagen); Bertikower See; Ablauf in Richtung Kossäthenseen → Rauegraben aus dem kleinen See; 10,5 ha; Bertikow; Blankenburger See; Rauegraben zum Oberuckersee; 52 ha; Blankenburg; mini|400px|links|Der Blankenburger See
Blumberger Mühlenteich; Welsezufluss, Speisung der Blumberger Fischteiche; ??? ha;
Großer Borgsee; Ablauf zum Kleinen Borgsee; ??? ha; östlich der Autobahn 11 im Melzower Forst, ehem. Ferienlager; Kleiner Borgsee; Ablauf durch See u. Feuchtgebiet Düsterbruch zum Oberlauf des Schmidtgrabens; ??? ha; östlich der Autobahn 11 im Melzower Forst; Brauns See; überwiegend verrohrter Abfluss zum Racknitzgrabem → Welse; ??? ha; nordwestlich von Grünheide; Großer Briesensee; isoliert; ??? ha; Briesen, nördlich Milmersdorf Briesensee; Binneneinzugsgebiet; 62,1 ha; östlich von Poratz, östlich von Temmen-Ringenwalde Brökersee; Bagemühler Fließ (→ Buckowsee) → Randow zur Uecker; ??? ha; Carmzow, südwestlich von Brüssow Bruchsee; isoliert; 1 ha; Voßberg (bei Stegelitz) Brüssower See; Verbindung zum Ganznowsee; 34,6 ha; Brüssow; Buckower See; isoliert; 6,3 ha; Naturschutzgebiet Grumsiner Forst/Redernswalde; mini|200px|links|Der Buckowsee im Grumsin
Buckowsee; Bagemühler Fließ (→ Ganznowsee) → Randow zur Uecker; ??? ha; Carmzow, südwestlich von Brüssow Bugsee; Verbindung zum Großen Dollinsee; 2,5 ha; nördlich von Melzow; Großer Burgsee; Abfluss in den Rauegraben zum Blankenburger See → Krummesee → Oberuckersee; 2,09 ha; Blankenburg; mini|200px|links|Der Burgsee in Blankenburg
Kleiner Burgsee; im Verlauf des Rauegrabens, dessen nächster Abschnitt überwiegend verrohrt zum Blankenburger See; 1,02 ha; Blankenburg; mini|200px|links|Der Kleine Burgsee in Blankenburg
Burgsee; direkte Verbindung zum Großen Peetzigsee; ??? ha; südlich von Peetzig Büttbruch; isoliert; ??? ha; Haßleben;
C Clanssee; isoliert; ??? ha; Beenz (bei Lychen)
D Dammsee; im Verlauf des Köhntop, Zufluss aus dem Großen See bei Fürstenwerder, Abfluss durch den Flussabschnitt „Landgraben“ zum Wolfshagener Haussee; 199 ha; Fürstenwerder; mini|200px|links|Der Dammsee in Fürstenwerder
Densenpfuhl; Abfluss durch den Densengraben in die Alte Oder; ??? ha; bei Schöneberg Dobberziner See; im Verlauf des Dievenitzgrabens, durch den Mündesee zur Welse; ??? ha; östlich von Angermünde; Großer Dolchen; Abfluss durch den Kleinen Dolchen zum Östlichen Oberuckerseegraben; ??? ha; Melzow; mini|200px|links|Der Dolgen bei Melzow
Kleiner Dolchen; Abflussweg mündet im Höllengrund in den Östlichen Oberuckerseegraben (siehe Messtischbll.); ??? ha; nördlich von Melzow, in der Nähe vom Trumpf; Dolgensee (Die DTK unterscheidet hier nur zwischen dem sehr langen Großen Dolgensee und dem Kleinen Dolgensee); ??? ha; östlich Klosterwalde (Mittenwalde) Großer Dolgensee; im Verlauf des Trebowseegrabens zum Templiner Gewässer; ??? ha; bei Herzfelde (Mittenwalde) Kleiner Dolgensee; im Verlauf des Trebowseegrabens zum Templiner Gewässer; (Klosterwalder Mühle) zum Gleuensee; ??? ha; südlich Klosterwalde (Mittenwalde) Großer Dollinsee; Abfluss durch den Graben 49.6 in den Oberuckersee; ??? ha; Melzow; Kleiner Dollinsee; Abfluss durch den Graben 49.6 in den Oberuckersee; 2 ha; Melzow; Dorfsee; Abfluss durch den Rauegraben zum Oberuckersee; ??? ha; Hohengüstow; Dovinsee; im Verlauf des Joachimsthaler Hauptgrabens zw. Grimnitzsee u. Welse; ??? ha; nordöstlich von Joachimsthal mini|200px|links|Dovinsee in der Nähe von Joachimsthal
Dreiecksee; isoliert; ??? ha; südlich von Blankenburg; Dunkersee; im Verlauf des Mühlenbachs Grünz zur Randow zur Welse; ??? ha; nördlich von Eickstedt Dunkle Hölzer (2 Seen); miteinander verbunden, Ablauf zum Seehauser Bach, einem Entwässerungsgraben zum Unteruckersee; 1,94 ha; nördlich von Seehausen; Düstersee; im Verlauf der Ucker mit Abzweig zum Klaren See; 13 ha; Temmen
E Entengrützsee; isoliert; 1,5 ha; Melzow; mini|400px|links|Der Entengrützsee in Melzow
F Fährsee; Templiner Gewässer; 220 ha; Templin Fauler See; wohl einer von mehreren abflusslosen Seen; ??? ha; Gut Peetzig bei Angermünde Fauler See; Graben 39.11 teilweise verrohrt zum Potzlower Mühlbach → Möllensee der Ucker; 1,2 ha; zw. Sternhagen und Potzlow; Felchowsee; Abfluss durch den Landiner Abzugsgraben zur Welse; 140 ha; Pinnow (Niederlandiner Heide) mini|200px|links|Felchowsee
Fischteiche Blumberger Mühle; geregelter Abfluss in die Welse; 240 ha; 21 Teiche, südlich von Görlsdorf, Blumberger Mühle bei Angermünde;
Flocksee; im Verlauf des Schmollner Grabens, Abfluss zur Randow zur Uecker; 5,51 ha; zw. Schwaneberg und Schmolln
G Ganznowsee; im Verlauf des Bagemühler Fließes zu Randow zur Uecker; 14,7 ha; Carmzow, südwestlich von Brüssow Gelandsee; Gelandseebach zur „Kleinen“ Ucker zum Oberuckersee, Flieth-Stegelitz; mini|400px|links|Gelandsee bei Hessenhagen
Glambeck See; Abfluss in den Altplachter Graben → durch Platkowsee und Zenssee zum Lychner Gewässer; 10,10; bei Alt Placht nordwestlich von Templin Glambecksee; im Oberlauf des Schmidtgrabens Zufluss aus dem Großen Kuhsee und auf den nächsten 1,7 km überwiegend verrohrter Abfluss zur Welse; ??? ha; südlich von Gramzow; Glambecker See; im Verlauf der Welse; ??? ha; westlich von Glambeck mini|200px|links|Glambecker See
Gleuensee; unterster See im Verlauf des Trebowseegrabens zum Templiner Gewässer; ??? ha; nördlich von Templin Gramzowsee; im Verlauf des teilw. verrohrten Grabens 40.18 zum Unteruckersee; ??? ha; westlich von Alexanderhof; Großer Gollinsee; Gollinseegraben zum Bollwinfließ (Oberlauf des Schulzenfließes) → Templiner Gewässer; ??? ha; Gollin; Bollwinwiesen Kleiner Gollinsee; gemeinsames Feuchtgebiet mit Großem Gollinsee; 4,0 ha, bei Gollin (Bebersee) Großer See bei Fürstenwerder; im Verlauf des Köhntop Zufluss aus dem Kornowsee und Abfluss in den Dammsee; 260 ha; Zufluss fast genauso groß wie Abfluss, keine Verbindung um Grundwasser, eutropher Klarwassersee Großer See bei Hohengüstow; 30 m unkartierter Graben zum Jahnkes See → Rauegraben → Blankenburger See → Oberuckersee; ??? ha; mini|200px|links|Großer See bei Hohengüstow
Großer Grumsinsee; Grumsinseegraben zur Welse; 60 ha; Grumsin