mini|hochkant|Christoph Heinrich von Wülcknitz auf einem Kupferstich von Martin Bernigeroth Christoph Heinrich von Wülcknitz (* 1640 in Quellendorf; † 27. November 1700 in Dessau) war ein deutscher Kammerherr, Kammerjäger und Geheimer Rat, welcher als Amtshauptmann und als Kommandant der Moritzburg diente.

Leben

Herkunft und Familie Von Wülcknitz entstammte dem uradeligen Adelsgeschlecht Wülknitz aus Anhalt. Er war Sohn des Christoph Ernst von Wülknitz († 1641), welcher der zweite Sohn des Hans V. von Wülknitz († 1622) war,BGG.RoterAdler.de.: PDF. S. 30. und dessen Ehefrau Maria von Krosigk, Tochter des Friedrich von Krosigk. Ein Onkel war Karl von Wülknitz. 1674 heiratete er in Dresden Sophie Eleonore, geb. von Bomstorff.Genealogisches Jahrbuch. Bände 25 – 27, Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1985, S. 133.

Das Ehepaar hatte drei Söhne und eine Tochter, darunter den preußischen Kammerherrn und preußischen Dragoner-Hauptmann Carl Heinrich (* 1678; † 1704 bei der Schlacht von Höchstädt), und den Grafen (seit 1743) und Hofmarschall, Leopold August von Wülknitz.Johann Friedrich Gauhe: Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-historisches Adels-Lexicon, Darinnen die älteste und ansehnlichste adeliche, freyherrliche und gräfliche Familien nach ihrem Alterthum, Ursprunge ... vorgestellet werden. Bände 1 – 2, S. 2966.

Karriere Von Wülcknitz wirkte als Jägermeister am anhaltischen Hofe, bis er zum Kammerrat und dann zum Kammerdirektor befördert wurde. Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau beauftragte ihn mit wichtigen Geschäften.Iselin: Neu-vermehrtes Historisch- und Geographisches Allgemeines Lexicon in ..., Teil 1-Neuauflage, Basel 1745, S. 1119. Später wurde er beim Kurfürsten Friedrich Wilhelm auch Kammerherr und Amtshauptmann zu Calbe, Gottesgnad, Aken, Moritzburg und Giebichenstein; und als Kommandant der Moritzburg und Giebichenstein in Halle. In Anhalt war er auch noch Geheimer Rat, Kammerdirektor und Oberjägermeister.U - Z (A22444 - A24991), 2011, S. 309

Er wurde mit mehreren Gütern belohnt, darunter Qualendorff bei Klein-Leipzig. Er starb an einem Schlaganfall.

Nach seinem Tode übernahm Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau im Jahre 1708 sein Vorwerk in Neu-Wülcknitz.Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676-1747): "Der alte Dessauer": Ausstellung zum 250. Todestag: Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, 25. April bis 27. Juli 1997, Museum für Stadtgeschichte Dessau, 25. April bis 25. September 1997, Museum Schloss Mosigkau Dessau, 25. April bis 22. Juni 1997, S. 87.

Genealogie Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1922. Dreiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 952.

Einzelnachweise

Christoph Heinrich Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1640 Kategorie:Gestorben 1700 Kategorie:Mann