Agroikos () war ein angeblicher Mosaizist im spätrömischen Syrien. mini|Mosaik im Miho Museum Der Name ist nur bekannt durch die Signatur auf zwei fast identischen Mosaiken, die angeblich aus Syrien stammen und im 3./4. Jahrhundert entstanden sein sollen. Die Signatur lautet AΓΡOIKOC / ΠAMΦIΛOU / HPΓACATO („Agroikos, (der Sohn) des Pamphilos, hat es gearbeitet“). Die Mosaiken zeigen Dionysos und Ariadne auf Naxos und befinden sich heute in einer französischen PrivatsammlungPierre Canivet, Jean-Pierre Darmon: Dionysos et Ariane. Deux nouveaux chefs-d'œuvre inédits en mosaïque, dont un signé, au Proche-Orient ancien (IIIe–IVe s. apr. J.-C.). In: Monuments et mémoires de la Fondation Eugène Piot 70, 1989. S. 1–28 (Digitalisat). und im Miho Museum in JapanEintrag auf der Seite des Miho Museums.. Michael Donderer zeigte jedoch, dass es sich bei den Mosaiken auf Grund von ikonographischen, stilistischen und epigraphischen Fehlern um Fälschungen handeln muss. Dem gleichen modernen Atelier können zwei weitere Mosaiken mit Signaturen zugewiesen werden.Michael Donderer: Die Mosaizisten der Antike II. Erlangen 2008, S. 101–103 Nr. d 3 Taf. 28, 1 (signiert von „Herennios aus Apamea“); Nr. d 4 Taf. 28, 2 (signiert von „Hermes“).
Literatur Rainer Vollkommer: Pamphilos 3. In: ders. (Hrsg.): Künstlerlexikon der Antike. Band 2. K. G. Saur, München und Leipzig 2004, ISBN 3-598-11412-5, S. 179.Nach der falschen Reihenfolge von Vater- und Sohnname auf dem Mosaik in Japan hier fälschlich unter dem Namen des Vaters. Michael Donderer: Die Mosaizisten der Antike II. Epigraphische Quellen. Neufunde und Nachträge (= Erlanger Forschungen. Reihe A, Geisteswissenschaften, Band 116). Universitätsbibliothek, Erlangen 2008, ISBN 978-3-930357-88-8, S. 98–101 Nr. d 1–2 Taf. 26–27.
Einzelnachweise
Kategorie:Mosaizist (Antike) Kategorie:Fiktive Person