Die Essener-Rostocker Hütte (auch: Essener und Rostocker Hütte)Essener und Rostocker Hütte, 2208 m, Kategorie I. In: Oesterreichischer Alpenverein: huetten.alpenverein.at, abgerufen am 7. Juli 2013. ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Essen des Deutschen Alpenvereins im Maurertal in der Venedigergruppe in Osttirol.

Geschichte Die Hütte geht auf eine ab 1901 von Bürgern aus Prägraten am Großvenediger verfolgte Initiative zurück. Für ein in Aussicht genommenes privates Unterkunftshaus fehlten den Einheimischen jedoch die Mittel und sie boten daher dem Deutschen und Österreichischen Alpenverein (DuOeAV) Bauplatz wie bereits angeschafftes Baumaterial an. Die Sektion Rostock des DuOeAV erwarb das Vorkaufsrecht und dank der Hilfe von Johann Stüdl nahmen die Vorbereitungsarbeiten ihren Lauf. Auf der Grundlage des von S. Volz in Prag verfassten Bauplans wurde im Frühjahr 1911 mit den Bauarbeiten begonnen und noch am 29. September 1911 konnte der winterfeste Rohbau vollendet werden.. In: Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band XXXVIII (1912), Heft 3/1912, S. 40 f. (Online bei ALO). Nach erfolgtem Innenausbau (mit dem Ziele, dem kommenden Gast echt mecklenburgische Gemütlichkeit zu bieten) wurde das Haus am 8. August 1912 feierlich eingeweiht.. In: Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band XXXVIII (1912), Heft 17/1912, S. 214 f. (Online bei ALO).

Ehemalige „Essener Hütten“ Das von der Sektion Essen des DuOeAV im Südtiroler oberen Seebertal (Gurgler Kamm) erbaute, am 18. August 1903. In: Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band XXIX (1903), Heft 11/1903, S. 134. (Online bei ALO). eingeweihte Haus () fiel nach dem Ersten Weltkrieg an Italien und wurde, unter anderem Namen, 1947 ein Raub der Flammen.

Seit 1929 bestand im hintersten Virgental unterhalb des Umbalkees die Neue Essener Hütte.. In: Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band LXIII (1937), Heft 1/1937, S. 15. (Online bei ALO). Dieses auf massiv ausgeführte Bauwerk fiel jedoch 1936 einer Lawine zum Opfer. Der an etwas höher gelegener Stelle 1939 wiederhergestellte Bau wurde am 27. März 1958 ebenfalls von einer Lawine zerstört.. In: Helmut Heuberger (Red.): Mitteilungen des Österreichischen Alpenvereins. Heft 4/5 aus 1958 (Gesamtjahrgang LXXXIII), S. 46. (Online bei ALO).1978 wurde von der Sektion Essen des Deutschen Alpenvereins an dieser Stelle die auf Selbstversorgung ausgerichtete, im Winter nicht zugängliche Kleine-Philipp-Reuter-Hütte erbaut. – Siehe: Irsay: Servus alte Hütt’n!, S. 152, online. Die Sektion Essen des Deutschen Alpenvereins errichtete in der Folge ihre Hütte als überdimensionierten Anbau zu der in jenen Jahren verwaisten Rostocker Hütte, die damit zur Essener-Rostocker-Hütte wurde.Irsay: Servus alte Hütt’n!, S. 151 f., online

links|miniatur|Essener-Rostocker-Hütte vom Rostocker Eck

Aufstieg Vom Parkplatz Ströden in einer Viertelstunde zur Stoan-Alm, weiter durch das Maurertal zur Talstation der Materialseilbahn (10 Minuten) und zwei Stunden Aufstieg zur Hütte.

Übergänge über das Türmljoch () in 4 Stunden zur Johannishütte Alpenkönigroute, in 7 Stunden zur Clarahütte (es empfiehlt sich, einen Bergführer zu nehmen.) Lenkjöchlhütte, (2603 m) in 6 Stunden Kürsingerhütte, in ca. 4½ Stunden. Warnsdorfer Hütte, ca. 4,5 Stunden

Tourenziele Westliche und Östliche Simonyspitze, in 4 Stunden (ohne Übergang) Großer Geiger, , in 4 Stunden Dreiherrnspitze, , in 5–6 Stunden Malhamspitze, , in 5 Stunden Rostocker Eck (Hausberg), , in 2,5 Stunden Simonysee, , in 35 Minuten

Literatur und Karte Imo Eberhard Irsay: Servus alte Hütt’n! Bekannte Schutzhütten einst und jetzt. Stocker, Graz (u. a.) 2002, ISBN 3-7020-0982-5. – Volltext online. Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 36, Venedigergruppe

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Anmerkungen

Einzelnachweise

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