İlhan Koman (* 17. Juni 1921 in Edirne, Türkei; † 30. Dezember 1986 in Stockholm, Schweden) war einer der bekanntesten und einflussreichsten Bildhauer der Türkei.
Leben Koman stammte aus einer der ältesten Künstlerfamilien in Edirne. Nach dem Schulabschluss bewarb er sich an der Akademie der angewandten Künste in Istanbul für die Malereiklasse von Leopold Levy. Während des Studiums der Malerei belegte er zusätzlich den Kurs für Skulpturales Gestalten bei Hadi Bara und Zühtü Müridoglu, in dem sich das erste Mal sein bildhauerisches Talent zeigte. So wechselte er auf Anraten seiner Lehrer in die Bildhauerklasse zu Rudolf Belling, der sein Talent weitergehend förderte.
Nach seinem Abschluss an der Akademie 1946 wohnte Koman drei Jahre in Paris, wo er die Académie Julian besuchte, und er entdeckte für sich neben dem Werk Rodins das Brancusis und Giacomettis. Seine Arbeiten in Stein und Keramik, die in dieser Zeit entstanden, spiegeln die Faszination für deren Werke wider.
Ab 1951 fand er Anstellung als Lehrer an der Akademie in Istanbul, an der er sieben Jahre arbeitete. Seine bekanntesten Arbeiten entstanden ab 1958 in Zusammenarbeit mit dem Architekten Ralph Erskine in Schweden. In dieser Phase entstanden die ersten Außenraumskulpturen, unter anderem für die Expo 58 in Brüssel. Komans Schaffen zeichnet sich über die Jahre hinweg durch seine große Experimentierfreudigkeit aus, insbesondere mit Materialien wie Stahl, Stein und Keramik. Seine Formgebung zeigt die unterschiedlichsten Einflüsse, die sich über antike Formen und Ornamentik bis zu kinetischen Geometrien erstrecken.
Wirkungsstätten
1921–1940: Edirne 1940–1947: Istanbul 1947–1951: Paris 1955–1958: Istanbul 1958–1986: Drottningholm, Schweden
Ausstellungen
1948: Galerie „8“, Paris 1953: The City Gallery, Istanbul 1956: Biennale, Venedig 1957: Biennale, Sao Paulo 1962: SDS Halle, Malmö 1962: Biennale, Venedig 1964: Museum für angewandte Kunst, Wien 1971: 4. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Bildhauerei, Musee Rodin, Paris 1976: ARARAT, Moderna Museet, Stockholm 1976: Biennale, Venedig 1980: Kulturhuset, Stockholm 1981: Konkret Kunst II, Galleri Engström, Stockholm
Weblinks
İlhan Koman Retrospective
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