Diese Liste ist eine Teilliste der Chronik der Stadt Osnabrück. Sie listet datierte Ereignisse von 1875 bis 1900 in Osnabrück auf.
1876 Baubeginn des Gefängnisses am Kollegienwall. Der Bau wird 1880 vollendet. Anlage des Jüdischen Friedhofs am Johannisfriedhof. 4. September: Der Osnabrücker Turnerbund wird von 29 Handwerkern gegründet. Sie spalten sich vom 1873 gegründeten TV Vorwärts aufgrund von sozialistischen Tendenzen des Vereins ab. 26. September: Ersaufen des Stüveschachtes durch einen großen Wassereinbruch. 15. November: Die Oldenburger Südbahn nimmt ihren Betrieb bis zum Bahnhof Eversburg auf.
1878 27. August: Das Gebäude des Landgerichts Osnabrück am Neumarkt wird bezogen.
1879 An der Bahnstrecke nach Löhne wird der Bahnhof Lüstringen eingerichtet. Der 1873 vom MTV-Osnabrück abgespaltene Turnverein Vorwärts wird wegen sozialdemokratischer Umtriebe verboten.
1880 Inbetriebnahme einer Aufbereitung am Hasestollen. Oberbürgermeister Johannes von Miquel wird zum Ehrenbürger der Stadt Osnabrück ernannt. 18. August: Das Ehrenmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 wird auf dem Neumarkt enthüllt.
1882 An der Alten Münze wird der Neubau der seit 1840 bestehenden Kleinkinderbewahranstalt durch Balduin Weidner eingeweiht.
1883 Die Stadt Osnabrück tritt dem Deutschen Kolonialverein bei.
1884 1. Oktober: Erste Ausgabe des Osnabrücker Tageblatts.
1885 Die über die Jahre zum Amtsboten geschrumpfte Zeitung Osnabrückischen Anzeigen wird eingestellt. 1. April: Reichskanzler Otto von Bismarck wird zum Ehrenbürger der Stadt Osnabrück ernannt.
1886 14. August: Feierliche Eröffnung der Bahnstrecke Haller Willem nach Bielefeld.
1888 21. November: Gründung der Sektion Osnabrück des Deutschen Alpenvereins.
1889 2. August: Die Stadt verkauft die Zeche Piesberg an den Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein.
1890 Beginn der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Das Wasserwerk Schinkel nimmt seinen Betrieb auf.
1891 Der regionale Zweig des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV), Vorgänger der IG Metall, wird gegründet. Januar/Februar: Ein starkes Hochwasser der Hase zerstört die Pernickelmühle und das Hasewehr. 28. April: Gründung der Domschule.
1892 8. Januar: Die mehrfache Raubmörderin Dorothee Buntrock wird in ihrer Wohnung in der Großen Hamkenstraße verhaftet. Sie wird ein Jahr später hingerichtet. 8. Juli: Grundsteinlegung der Bergkirche.
1893 1. September: Großer Wassereinbruch in der Zeche Piesberg mit 9 tödlich verunglückten Bergleuten. 1. November: Einweihung der Bergkirche.
1894 Der Italiener Ignacio Toscani aus dem Dolomiten-Tal Cadore eröffnet in Osnabrück ein Geschäft zum Verkauf von Speiseeis. Diese erste Eisdiele Osnabrücks ist auch eine der ersten in Norddeutschland. 30. April: Das 1. Osnabrücker Maisingen zu Ehren von Justus Wilhelm Lyra findet am Hasetor statt.
1895 2. Januar: Mit dem Kauf der Grunerschen Papierfabrik in Gretesch durch Felix Hermann Maria Schoeller entsteht die Firma Felix Schoeller 24. April: Der neue Centralbahnhof nimmt seinen Betrieb auf und ersetzt den Hannoverschen Bahnhof und den Bremer Bahnhof.
1896 14. Juni: Der Haltepunkt Osnabrück-Hasetor nimmt seinen Betrieb auf.
1898 18. Juni: Die Zeche Piesberg wird stillgelegt.
1899 mini|1899: Gründung des VfL Osnabrück Das 1. Bataillon des Infanterie-Regiment Nr. 78 bezieht die neu errichtete Caprivi-Kaserne. 17. April: Gründung des VfL Osnabrück unter dem damaligen Namen FC 1899 Osnabrück. 4. Oktober: Das Renthe-Fink-Haus, ein Waisenhaus des Deutschen Kriegerbund nimmt seinen Betrieb auf. Heute gehört das Gebäude zum Ameos Klinikum Osnabrück.
1900 1. Januar: Das erste goldene Buch der Stadt wird angelegt.
Literatur Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land, Heimat-Jahrbücher für Stadt und Land Osnabrück, seit 1974 Ludwig Hoffmeyer: Chronik der Stadt Osnabrück. 6. Auflage. Osnabrück 1995.
Einzelnachweise
Chronik der Stadt Osnabrück/1876–1900 #1876