mini|Luftaufnahme von Åland, einem Archipel zwischen Schweden und Finnland Archipel [] ist ein allgemeiner Begriff für verschiedene Inselgruppen der Weltmeere beziehungsweise deren gesamte Regionen, einschließlich der Gewässer zwischen den Inseln.

Im Seerecht haben auf Archipele begrenzte Staaten die besondere Möglichkeit, ihre Souveränität auf die gesamten Gewässer zwischen denjenigen ihrer Inseln auszudehnen, die nicht weiter als rund 100 Seemeilen auseinanderliegen. Ihre Souveränität erstreckt sich dann auf die Inseln und die Archipelgewässer. Der Archipelstaat mit den meisten Inseln, nämlich 17.508, ist Indonesien.

Wortherkunft Der Begriff stammt von und setzt sich zusammen aus den Teilen „oberster, Haupt-“ (zu „Ursprung, Grundlage, das Erste“; siehe auch die entsprechende deutsche Entlehnung Erz-) und „Meer“.Duden, Das große Fremdwörterbuch. Mannheim u. a. 1994, ISBN 3-411-04161-7, S. 133.Ernest Klein: A Comprehensive Etymological Dictionary of the English Language. Amsterdam u. a. 1966, S. 102.Ottorino Pianigiani: Vocabolario etimologico della lingua italiana. Albrighi, Segati e C., Rom 1907.The American Heritage Dictionary of the English Language, Boston, Mass. u. a. (Houghton Mifflin) ISBN 978-0-618-70172-8

Im Italienischen wurde  – hierin offenbar einer antiken Tradition folgend – als Eigenname zunächst synonym für das Ägäische Meer verwendet (auch , mittellateinisch , dieses aus ). Später verschob sich die Bedeutung von zu den Inseln, die in der Ägäis sehr zahlreich sind, und in der weiteren Entwicklung wurde der Eigenname schließlich mit der Bedeutung Inselmeer oder Inselgruppe in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen.

Im 13. bis 16. Jahrhundert waren die Kykladen vor Athen ein Herzogtum italienischer Fürsten, das Herzogtum Archipelagos.

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Einzelnachweise

Kategorie:Geographischer Begriff Archipel