Die Salamaua-Lae-Kampagne (auch Operation Postern) war ein Unternehmen der alliierten Streitkräfte der Vereinigten Staaten und Australien vom 22. April bis zum 16. September 1943 gegen die im Huongolf bei Salamaua und Lae liegenden Einheiten des Japanischen Kaiserreichs während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg. Sie begann nach der für die Alliierten erfolgreichen Schlacht um Wau, im Südwesten von Salamaua, als sich die japanischen Streitkräfte nach Mubo zurückzogen.

Die Kampagne zur Eroberung des Gebiets von Salamaua und Lae begann mit dem australischen Angriff auf japanische Stellungen in der Nähe von Mubo am 22. April und endete mit dem Fall von Lae am 16. September 1943.

Vorgeschichte Nachdem die Japaner erfolglos versucht hatten über den See- und Landweg Port Moresby im Südosten Neuguineas zu erobern (→ Operation MO und Kokoda-Track-Kampagne) und es wiederholt versuchten über Wau dorthin zu gelangen und dort von australischen Einheiten abgewehrt worden waren, hatten sie sich nach Mubo in Richtung Salamaua zurückgezogen. Die Okabe-Abteilung, eine etwa brigadegroße Formation von ca. 800 Mann unter dem Kommando von Generalmajor Okabe Toru formierte sich im Gebiet um Waipali und Guadagasal neu.

Lae Die Stadt Lae im damaligen Territorium Neuguinea, liegt an der nordwestlichen Ecke des Huongolfs und damit am westlichen Ende der Südküste der Huon-Halbinsel an der Mündung des Flusses Markham. 1941 war Lae die Hauptstadt des Distrikts Morobe und die größte Siedlung in Nordostguinea. Sie war das Zentrum des lokalen Goldbergbaus und verfügt über einen guten Ankerplatz. Der Flugplatz befand sich in Malahand, etwa 6,4 Kilometer nordöstlich. Die Japaner nahmen Lae im Rahmen der Operation SR vom 8. bis 10. März 1942 ein und errichteten dort eine Garnison.

Salamaua Salamaua war eine kleine Stadt an der nordöstlichen Küste des Huongolfs im Distrikt Morobe. Die Siedlung wurde auf einer kleinen Landenge zwischen der Küste mit Bergen im Landesinneren und einer Landzunge errichtet. In den 1920er Jahren nutzten Goldminenarbeiter Salamaua als Stützpunkt um im Landesinneren nach Gold zu suchen. In Wau wurden sie fündig und Bergleute kamen von überall her und machten sich über den schwer begehbaren Black Cat TrailDer Name ist von der Black-Cat Goldmine in Wau abgeleitet. Der Pfad ist auch unter dem Namen Skindawai-Track bekannt. auf den Weg zu den Goldfeldern.

Am 22. Januar 1942 wurden die australischen Truppen von Salamaua evakuiert. Am 8. März 1942 landeten japanische Truppen im Zuge der Operation SR bei Salamaua und errichteten dort einen Stützpunkt.

Mubo Mubo ist ein Dorf im Landesinneren von Salamaua und befindet sich im damaligen Distrikt Morobe. Das Dorf wurde am 14. Mai 1943 von den Japanern besetzt.

Nadzab Zwischen April und Juli 1943 führte die alliierte geografische Abteilung des Southwest Pacific Area (SWPA) Kommandos nach der japanischen Invasion eine Aufklärung im Gebiet um Lae durch. Die Beschreibung im Terrain-Handbuch 4 lautet auf Seite 18 wie folgt:

Die japanische Situation Im April 1943 berief General Imamura Hitoshi seine Armeekommandanten nach Rabaul ein und erteilte ihnen Befehle auf der Grundlage des Zentralabkommens. In den Anweisungen an Generalleutnant Adachi Hatazō wurde betont, dass Lae und Salamaua zu halten, die Straße Madang-Lae zu bauen und Küstenkahnstrecken von West-Neubritannien nach Lae und Salamaua einzurichten sind. In Erfüllung der Politik der Verwendung von Kampfflugzeugen der Marine in den Salomonen und der Armee-Flugzeuge in Neuguinea wurde die gesamte 6. Luftdivision angewiesen nach Neuguinea zu verlegen. mini|Generalleutnant Adachi Hatazō Im Juni erließ Imamura weitere Befehle, die die Bedeutung von Lae und Salamaua hervorhoben. Die 18. Armee wurde angewiesen, die beiden Stützpunkte sowie Wewak, Madang und Finschhafen zu stärken. Adachi Hatazō sollte seine Streitkräfte in Lae und Salamaua neu gruppieren und sich darauf vorbereiten, die alliierten Außenposten und Patrouillenbasen in Wau, Bena Bena und Mount Hagen zu erobern und die Täler der Flüsse Ramu und Sepik zu besetzen.

In Erwartung der Operationen gegen Bena Bena und Mount Hagen verlegte das kaiserliche Hauptquartier die 7. Luftdivision von Niederländisch-Indien zur 8. Regionalarmee und stellte kurz darauf das Hauptquartier der 4. Luftarmee unter Imamura, um die Operationen der beiden Luftdivisionen zu koordinieren.

Im Juni 1943 hegten die Japaner immer noch Ambitionen für zukünftige Offensiven. Rückblickend ist klar, dass sie aufgrund ihrer Ressourcen nur zu Abwehrmaßnahmen fähig waren. Aber wie in Guadalcanal und Buna waren die Japaner im Verteidigungseinsatz so geschickt, dass die alliierten Truppen vor einer langen Reihe harter Schlachten standen.

Die Planung der Alliierten Die Operation Postern Die Salamaua-Lae-Kampagne, deren Hauptelement die Operation Postern war, war eine Reihe von Aktionen der australischen und US-Streitkräfte in der Neuguinea-Kampagne mit dem Ziel, die zwei großen japanischen Stützpunkte in Salamaua und Lae zu erobern. Die Operation war der Vorläufer der geplanten Räumung der japanischen Streitkräfte von der Spitze der Huon-Halbinsel. Dies bot den kürzest möglichen Zugangsweg zum wichtigsten japanischen Basisgebiet um Rabaul auf der Insel Neubritannien. Postern wurde im Rahmen der Operation Cartwheel zur Isolierung von Rabaul durchgeführt.

Nachdem Wau erfolgreich verteidigt worden war, wurde Generalleutnant Stanley Savige von General Thomas Blamey angewiesen, das Gebiet von Wau in eine aktive Einsatzzone für die mobile Verteidigung zu verwandeln. Zu seinen Einheiten gehörten die 17. Brigade und die 2/3rd, 2/5th und 2/7th Independent Companies. Die Alliierten vermuteten, dass es in Lae und Salamaua etwa 5.500 Japaner gab, zwischen 6.000 und 8.000 in Madang und zwischen 9.000 und 11.000 in Wewak. Savige wurde daher angewiesen, Salamaua nicht direkt anzugreifen, und er beschloss, so weit wie möglich feste Stützpunkte zu errichten und die Japaner mit offensiven Patrouillen unter Druck zu setzen. Die Japaner hatten sich auf dem Pimpel, dem Green Hill und dem Observation Hill entlang der Hauptstrecke von Wau nach Mubo eingegraben.

Am 2. März versuchten die Japaner, acht Truppentransporter unter dem Kommando von Konteradmiral Kimura Masatomi mit 6900 Mann der 51. Division unter Generalleutnant Nakano Hidemitsu von Rabaul nach Lae zu schicken, aber alle Schiffe wurden von der alliierten Luftwaffe versenkt (→ Schlacht in der Bismarcksee). Nur rund 800 bis 1000Die Zahlen differieren je nach Quelle. Männer erreichten Lae und Salamaua. Es war der letzte Versuch, eine große Anzahl von Verstärkungen in den Huongolf zu bringen.

Die Schlachten Überblick Das erste Ziel der Operation Postern war die Einnahme von Lae und Salamaua. Die ersten Aktionen dazu begannen vor der eigentlichen Operation Postern, als australische Truppen der 17. Brigade aus Wau vorrückten und amerikanische Truppen in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni, am selben Tag wie die japanische Operation I und die alliierte Operation Chronicle, in der Nassaubucht landeten. Nach der Vereinigung beider Streitkräfte rückten sie nach Norden vor und nahmen am 17. Juli das Dorf Mubo ein, anschließend eroberten sie Mitte August den Berg Tambu zwischen Mubo und Salamaua.

General Adachi glaubte, dass Lae verloren gehen würde, wenn Salamaua fällt, und schickte deshalb 9.000 seiner 11.000 Männer nach Salamaua. Dies bedeutete, dass das Gebiet von Lae zu Beginn der Operation Postern sehr schwach verteidigt wurde.

Am 4. September landete die australische 9. Division an der Küste östlich von Lae und begann nach Westen vorzurücken. Am folgenden Tag eroberten US-Fallschirmjäger Nadzab, und am 6. September flog die australische 7. Division ein und rückte nach Osten in Richtung Lae vor.

Damit war für Adachi der Kampf verloren und er beschloss, seine Truppen in Richtung Finschhafen an der Spitze der Huon-Halbinsel abzuziehen. Am 11. September drangen amerikanische Truppen ungehindert in Salamaua ein, und am 16. September eroberten Truppen der australischen 7. Division Lae.

Stillstand der Fronten Das größte Problem der australischen Streitkräfte war die Ausgezehrtheit ihrer Soldaten nach den harten und langen Kämpfen auf dem Kokoda-Track und bei Buna und Gona. Auch die Verteidigung von Wau hatte erhebliche Anstrengungen gekostet. Im März 1943 stellte das australische Kriegskabinett fest, dass die tatsächliche Stärke der Armee 79000 Mann unter dem Normalwert lag und eine monatliche Neurekrutierung von 12500 Mann erforderlich war. So gab es im April kaum tatsächliche Kämpfe zwischen gegnerischen Bodentruppen, da sich auch die japanischen Einheiten neu konsolidieren mussten.

In Neuguinea patrouillierte die Kanga Force unter Brigadier M. J. Moten gegen die Japaner zwischen den mit Dschungel bewachsenen steilen Bergrücken des Mubo-Gebiets. Am 24. März traf Generalmajor Savige in Port Moresby ein, um das Kommando in der einzigen aktiven Kampfzone im Südwestpazifik zu übernehmen. Savige besuchte die Schlachtfelder zwischen dem 30. März und dem 13. April. Sechs Tage später kehrte er nach Wau zurück und zog am 23. April mit seinem Divisionshauptquartier nach Bulolo. Am selben Tag übernahm er das Kommando über alle Truppen in der Region und die Kanga Force hörte auf zu existieren.

Landung in der Nassaubucht

Die Nassaubucht befindet sich südlich von Salamaua und lag außerhalb des Hauptverteidigungsgebiets der Japaner. So konnte sie besetzt werden, ohne allzu große Kämpfe zu riskieren. Die Landung wurde durchgeführt, um die Operation Postern zu unterstützen und fand gleichzeitig mit der Operation Chronicle statt. Lae sollte von einer amphibischen Streitmacht angegriffen werden und die Bucht bot einen guten Bereitstellungsposten für Landungsboote in Reichweite des Einsatzgebiets. Die Einheiten der Operation Postern konnten nicht vollständig per Schiff, Landungsboot, Flugzeug oder über Land mit Nachschub beliefert werden. Die Bedrohung durch japanische Luftangriffe in den begrenzten Gewässern des Huongolfs und der Vitiaz-Straße sowie der vorherrschende Mangel an Truppen- und Frachtschiffen machten den Einsatz großer Schiffe unpraktisch, wenn nicht ganz unmöglich. Der Mangel an Landungsbooten und die Entfernung begrenzten das Ausmaß jeglicher Land-zu-Land-Operationen. Die australischen Truppen, die von Wau aus gegen Salamaua operierten, wurden immer noch auf dem Luftweg versorgt, was den Luftverkehr im Südwestpazifik stark belastete und die Anzahl der Bodentruppen begrenzte, die eingesetzt werden konnten. Die Einnahme der Nassaubucht bot die Möglichkeit diese Probleme zumindest teilweise zu lösen, was genau in die bereits ausgearbeiteten Pläne passte.

mini|Amerikaner und Australier während der Landung in der Nassaubucht Nach einigen Schwierigkeiten während der Anfahrt begann die Landung in der Nassaubucht kurz nach Mitternacht am 30. Juni 1943 in zwei Wellen. 770 amerikanische Soldaten gingen ohne japanischen Widerstand an Land. Japaner in einem Außenposten am Strand waren in den Dschungel geflohen. Mit Ausnahme eines Landungsboots gab es keine ernsthaften Ausrüstungsverluste, aber die meisten Funkgeräte wurden durch Salzwasser beschädigt.

Die dritte Welle, die Stunden nach den ersten beiden eintraf, erkannte, dass ihr Boot das einzige war, das sofort zur Nachschublieferung zur Verfügung stand, und beschloss nicht zu landen. bis die Brandung nachließ. Sie schützten sich in einer Bucht an der Küste. Als der Sturm nachließ kehrten sie zur Nassaubucht zurück, konnten jedoch keinen Kontakt zu den Truppen aufnehmen, die zu der Zeit einen japanischen Angriff abwehrten. Die Welle kehrte nach Mageri Point zurück und landete am Nachmittag des 2. Juli in der Nassaubucht.