Fluten ist ein deutscher Kinofilm von Georg Pelzer. Das Drama hatte seine Uraufführung am 23. Oktober 2019 bei den Internationalen Hofer Filmtagen, der Kinostart erfolgte am 29. Oktober 2020.

Handlung Jonas verliert seinen Job in einem Hamburger Start-up-Unternehmen und schafft es nicht, seiner Freundin Katharina davon zu erzählen. Kurz vor ihrem ersten Staatsexamen in Jura steht sie stark unter Druck, und er möchte sie nicht zusätzlich belasten. Er treibt auf täglichen U-Bahn-Fahrten durch die Großstadt, in der Hoffnung irgendwo „angeschwemmt“ zu werden. Zufällig trifft er seinen ehemaligen Chef Marc wieder und beginnt daraufhin, den erfolgreichen jungen Manager zu beobachten. Jonas’ Verhalten nimmt dabei zunehmend auch kriminelle Züge an: Er bricht in Marcs Wohnung ein und entwendet dort mehrere Kleidungsstücke. Halt sucht er auch bei der aufgeweckten Schülerin Melissa, die er in der U-Bahn kennenlernt, mit der er sich mehrfach trifft und die er in Marcs leerstehende Wohnung einlädt. Dort lehnt Melissa jedoch eine körperliche Annäherung strikt ab und beendet abrupt das Treffen, indem sie die Wohnung verlässt. Jonas verstrickt sich immer weiter in der Lüge, und sein merkwürdiges Verhalten belastet zunehmend auch seine Beziehung zu Katharina. Als diese herausfindet, dass er das gesamte Geld von ihrem Sparbuch abgehoben hat, eskaliert die Situation und Jonas verliert vollends die Kontrolle über die Ereignisse.

Produktion Fluten ist der erste Langfilm von Regisseur und Autor Georg Pelzer. Der Film entstand auf der Basis einer 20-seitigen Handlungsbeschreibung, die Dialoge wurden am Set von den Schauspielern improvisiert. Kameramann Christoph Hertel musste die Szenen wie bei einem Dokumentarfilm spontan einfangen. Gedreht wurde an Originalmotiven in Hamburg, u. a. im laufenden U-Bahnbetrieb, im Schanzenviertel, in Eimsbüttel und im Molotow-Club. Weitere Szenen entstanden in Lüneburg und Wremen, die Postproduktion fand in Weimar und Leipzig statt. Durch die Improvisation kamen bei den Dreharbeiten über 60 Stunden Material zustande, der anschließende Schnitt dauert anderthalb Jahre.

Kritik

Auszeichnungen Nominiert für den „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2019 Nominiert für den „Hofer Goldpreis“ (Beste Regie eines Debüts) bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2019 Nominiert für den Besten Film, das Beste Drehbuch und das Beste Schauspiel beim Kinofest Lünen 2019 Nominiert für den Besten Langfilm bei Filmz - Festival des deutschen Kinos 2020

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2019 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama