Bogenhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Bogenhof liegt in der Gemarkung Deusmauer.

Geographische Lage Die Einöde Bogenhof liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb etwa 2 km nordöstlich von Deusmauer in der Flur Bogenhofer Höhe auf .

Verkehr Bogenhof ist über eine Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen, die von der Kreisstraße NM 25 abzweigt und weiter zum Velburger Gemeindeteil Richthof führt.

Ortsname Der Ortsname kann als „zum Hof am Bogen, an der Biegung“ gedeutet werden.Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 38 (1923), S. 11

Geschichte Die Einöde in der bayerisch-herzoglichen, ab 1505 pfalz-neuburgischen und später bayerisch-kurfürstlichen, jeweils an Adelige vergebenen Herrschaft Helfenberg ist 1588 in einer Amtstafel der Herrschaft verzeichnet.Jehle, S. 334 Auf dem Anwesen saß am Ende des Alten Reiches, um 1800, der Untertan Kellermann.Jehle, S. 493

Im Königreich Bayern (1806) wurde um 1810 der Steuerdistrikt Deusmauer im Landgericht Parsberg gebildet, dem neben Deusmauer die Einöden Bogenhof und Wasenmeisterhütte angehörten.Jehle, S. 532 Mit dem Gemeindeedikt vom 15. Mai 1818 wurde daraus die Ruralgemeinde Deusmauer, die aus dem Dorf Deusmauer und den Einöden Bogenhof und Fallmeisterei bestand.Jehle, S. 541, 548 In der Einöde Bogenhof wohnten 1836 16 Einwohner (2 Häuser),Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 102 1861 9 Einwohner (4 Gebäude),Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 794 1871 12 Einwohner (6 Gebäude; an Großviehbestand 6 Stück Rindvieh),Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern ... nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1875, München 1877, Sp. 977 1900 7 Einwohner (1 Wohngebäude),Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 899 1925 13 Einwohner (1 Wohngebäude),Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München 1928, Sp. 907 1938 10 Einwohner (7 Katholiken, 3 Protestanten),Buchner II, S. 309 1950 14 Einwohner (2 Wohngebäude).Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 778 1987 bestand der Ortsteil aus einem Wohngebäude, das unbewohnt war.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 260

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Deusmauer und damit auch der Bogenhof in die Stadt Velburg eingegliedert.

Heute wird das Gut Bogenhof als Christbaumplantage genutzt.

Kirchliche Verhältnisse Der Bogenhof gehörte von altersher zur katholischen Pfarrei Oberwiesenacker im Eichstätter Diözesangebiet. Die Pfarrei wurde unter Pfalz-Neuburg 1552 lutherisch. Die Rekatholisierung erfolgte 1626.Buchner II, S. 301 f. Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten alle Untertanen vollziehen, auch die Bewohner des Bogenhofes. Am Bogenhof steht eine denkmalgeschützte Marienkapelle aus dem 18. Jahrhundert.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 162

Sage von der Spatzenvertreibung Ein reisender Wildbretschütze, der auf dem Bogenhof übernachtete, vertrieb aus Dank die Spatzen; deshalb seien dort seit Menschengedenken keine Spatzen mehr anzutreffen.Franz Schönwerth: Sitten und Sagen aus der Oberpfalz. 2. Auflage, Berlin 2017, S. 640

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1588