Der Leeraner Stadtteil Loga liegt im Osten der Stadt Leer (Ostfriesland). Loga gehört zu den größeren Stadtteilen und liegt an den Flüssen Leda und Jümme. Ursprünglich war Loga ein selbständiges Dorf mit dem Ortskern südlich der Hauptstraße, wo eine evangelisch-lutherische und eine evangelisch-reformierte Kirche stehen.
Geschichte Loga wurde im Jahr 930 im Urbar des Klosters Werden erwähnt. 1430 schlossen die ostfriesischen Häuptlinge in Loga den Freiheitsbund der Sieben Ostfrieslande gegen die Herrschaft Focko Ukenas.
Graf Ulrich II. von Ostfriesland belehnte im Jahr 1642 den Oberst Erhard von Ehrentreuter mit der jungen Herrlichkeit Loga, die auch Logabirum umfasste. Der Graf hatte beim Oberst nämlich Schulden, die er nicht zurückzahlen konnte. Der Oberst ließ ein Schloss errichten, das er nach seiner Frau Eva von Ungnad Evenburg nannte. Später wurde ihr Schwiegersohn Freiherr Gustav Wilhelm von Wedel mit der Herrlichkeit belehnt. Philipp von Wedel erbaute 1730 die Philipsburg.
Im Jahre 1968 wurde Loga nach Leer eingemeindet.
Wappen
Sehenswürdigkeiten Die beiden auf Veranlassung der Grafen von Wedel in Loga errichteten Schlösser, die im Volksmund allerdings traditionell als Burgen bezeichnet werden: Die Evenburg mit einer Vorburg und einem Park sowie die Philippsburg, ebenfalls mit einem gleichnamigen Park ausgestattet.
Neben den Parks bei den Logaer Schlössern gehört der 32 ha große Julianenpark in diesem Leeraner Stadtteil zu den historischen Parks, die von der Grafenfamilie von Wedel angelegt und gestaltet wurden.Julianenpark - Die grüne Lunge, abgerufen am 1. Januar 2017.
Gegenüber der Vorburg der Evenburg erhebt sich wie ein Leuchtturm der 1839 errichtete Turm der evangelisch-reformierten Kirche. Die Kirche wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts als Langhaus im romanischen Stil erbaut.
In der Nähe der Hauptstraße Logas steht die 1891 im neugotischen Stil erbaute evangelisch-lutherische Friedenskirche.
Im Logaer Ortsteil Wiltshausen befindet sich die Pünte, eine handbetriebene historische Binnenfähre über die Jümme.
Schulen und Vereine In Loga gibt es die Grundschule Daalerschule, und die ehemalige Orientierungsstufe Möörkenschule, die zum Schuljahr 2004/2005 eine Realschule wurde.
Seit 1930 besteht in Loga der Sportverein Frisia Loga (offiziell: Sportverein Frisia Loga von 1930 e. V.), der mit zu den größten in Leer zählt.
Im Jahre 1926 gründete sich der Schützenverein Loga e. V.
Gewerbe und Wirtschaft Im Ort ansässig ist die Firma Jürgen Ahrend Orgelbau, eine Orgelbaufirma. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch die Restaurierungen von Barockorgeln, unter anderem der Arp-Schnitger-Orgeln der Jacobikirche Hamburg, der Martinikerk in Groningen (NL) sowie der Ebert-Orgel der Hofkirche Innsbruck.
Persönlichkeiten Franz Hesse (1917–2013), evangelisch-reformierter Theologe und Hochschullehrer Martha Köppen-Bode (1866–1958), Schriftstellerin und Politikerin, lebte von 1942 bis zu ihrem Tod in Loga. Anton van Norden (1879–1955), Architekt und Stadtbaumeister der Stadt [Peine] Johann Gerhard Telting (1786–1845), Deputierter der Zweiten Kammer der Hannoverschen Ständeversammlung
Weblinks
Beschreibung von Loga in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Leer (Ostfriesland)) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leer) Kategorie:Gemeindeauflösung 1968