Ramsthal ist eine Gemeinde und ein Weinort im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf.

Geografie Lage Der Weinort liegt in einem Seitental der Fränkischen Saale, in der Nähe der Kurstadt Bad Kissingen. Südöstlich in der Gemarkung befindet sich ein aufgelöster Muschelkalkbruch, der heute Geotop ist.

Gemeindegliederung Außer dem Hauptort gibt es keine weiteren Gemeindeteile.

Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Ramsthal. Sie hat eine Fläche von 10,410 km² und ist in 2372 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4388,59 m² haben.

Name Etymologie Das Grundwort im Namen Ramsthal ist das mittelhochdeutsche Wort tal, das Tal bedeutet. Als Erklärung des Bestimmungswortes werden zwei mögliche Theorien genannt: Möglicherweise steckt die kontrahierte Form des alten Personennamens Rhaban im Ortsnamen. Als Erklärung ergibt sich daraus Tal des Rhaban. In Frage kämen auch die mittelhochdeutschen Genitivformen von Widder oder rams (Bärlauch). Als Erklärung würde sich hieraus Widdertal oder Bärlauchtal ergeben.

Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1150 „Ramestal“ 1386 „Ramstal“ 1412 „Ramsthal“

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1961 972 1970 1116 1987 1105 1991 1106 1995 1148 2000 116020041211 2005 1201 2010 1163 2015 1093 2016 10982020109220221111

Politik Bürgermeister Seit 1. Mai 2020 ist Rainer Morper (Aktiver Bürgerblock und Interessengemeinschaft Ramsthal) Erster Bürgermeister; dieser wurde in der Stichwahl am 15. März 2020 mit 52,1 % der Stimmen gewählt. Dessen Vorgänger war von Mai 2014 bis April 2020 Alfred Gündling (CSU).

Gemeinderat Die Kommunalwahl 2020 ergab folgende Besetzung im Gemeinderat:Bekanntmachung Gemeinderats-Wahlergebnis, abgerufen am 23. Juni 2020 CSU: 4 Sitze Aktiver Bürgerblock und Interessengemeinschaft Ramsthal: 6 Sitze Ramsthaler Liste: 2 Sitze

Wappen

Bau- und Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur mini|hochkant|Melanie Unsleber aus Ramsthal(Fränkische Weinkönigin 2010/11) Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 750.000 Euro, davon waren 125.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 520.000 Euro Einkommensteuerbeteiligung.

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2017 gab es in der Gemeinde 59 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 469 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 410 Personen größer als die der Einpendler. 16 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 14 landwirtschaftliche Betriebe. Bedeutend für Ramsthal ist auch der Weinbau, der sehr viele Gäste in die Gemeinde führt.

Bildung Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2021): Eine Kindertageseinrichtung mit 50 Plätzen und 34 betreuten Kindern Einen Waldkindergarten mit 20 Plätzen Volks- oder weiterführende Schulen bestehen in der Gemeinde nicht.

Weblinks

Videos Imagefilm Ramsthal (2017) Ein Gemeinde-Projekt von NATURSTROM: Bau eines Windparks in Ramsthal! (2016) Großer Empfang für Melanie Unsleber (2010) Melanie Unsleber ist neue Fränkische Weinkönigin (2010)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Bad Kissingen Kategorie:Weinort in Franken Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bad Kissingen