Riedenberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im Oberen Sinngrund, mitten im Naturpark Bayerische Rhön und Biosphärenreservat Rhön. Durch Riedenberg führt der Fränkische Marienweg. thumb|300px|Riedenberg, Blick von Süd thumb|300px|Riedenberg Mai 2021
Gemeindegliederung Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Neufriedrichsthal (Einöde) Riedenberg (Kirchdorf)
Auf dem Gemeindegebiet gibt es die Gemarkungen Großer Auersberg (Gemarkungsteil 0), Oberriedenberg und Unterriedenberg.
Name Etymologie Der ursprüngliche Flurname Riedenberg besteht aus dem alten Personennamen Ritto und dem mittelhochdeutschen Wort bërc, das Berg bedeutet. Als Erklärung ergibt sich daraus „Rittos Berg“. Der Name ging von der Flur auf den Ort über.
Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:
Geschichte Bis zu den Gemeindegründungen Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Oberriedenberg und Unterriedenberg, die am 1. April 1971 zur Gemeinde Riedenberg zusammengefasst wurden.
Religionen Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch. Riedenberg ist Sitz der römisch-katholischen Kuratie St. Martin, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl um 122 Einwohner bzw. um 11 %. 1995 hatte die Gemeinde 1189 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Jahr Einwohner 1961838 19701015 19871072 19881109 19911169 19951189 20001132 20051110 20101016 2015991 2016 1001 2018987 2020984 2022967
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Riedenberg hat seit 1. Mai 2020 nur noch acht Mitglieder, abgerufen am 24. Juni 2020 zuzüglich des Bürgermeisters (bisher zwölf Mitglieder, 1000-Einwohner-Marke jetzt unterschritten). Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:, abgerufen am 24. Juni 2020 CSU/Freie Bürger: 4 Sitze (54,81 %) Freie Wählergemeinschaft Riedenberg: 4 Sitze (45,19 %) Die Wahlbeteiligung betrug 75,9 %.
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2026 Jürgen Kohlhepp (FWG Riedenberg); er wurde bei der Kommunalwahl im März 2026 zum Nachfolger von Roland Römmelt (CSU) gewählt, der das Amt seit 2014 innehatte. Seine Stellvertreter sind Michael Schürlein (Zweiter Bürgermeister) und Roman Jäger (Dritter Bürgermeister).
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2017 gab es in der Gemeinde 149 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 421 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 272 Personen größer als die der Einpendler. 12 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 13 landwirtschaftliche Betriebe.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018): Eine Kindertageseinrichtung mit 53 Plätzen, die voll belegt waren Eine Volksschule mit drei Klassen und 55 Schülern Ein Förderzentrum mit neun Klassen und 110 Schülern
Literatur Bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön (Hrsg.): Historische Kulturlandschaft des oberen Sinntales – Gemeinde Riedenberg und Marktgemeinde Wildflecken. (= Historische Kulturlandschaft Rhön. Band 3). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-888-0.
Weblinks
Gemeinde Riedenberg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Gemeindegründung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)