Die marokkanische Fußballnationalmannschaft (, ) ist die Fußballnationalmannschaft des nordafrikanischen Staates Marokko.
Sie gehört zu den erfolgreichsten Mannschaften auf dem afrikanischen Kontinent. Die Marokkaner gewannen 1976 die Afrika-Cup mit dem rumänischen Trainer Virgil Mărdărescu und wurden 2004 erst im Finale von Tunesien geschlagen. 2026 wurden die Marokkaner ein zweites Mal durch eine Entscheidung am grünen Tisch zum Afrika-Meister gekürt. Die Auswahl nahm sechsmal an einer Weltmeisterschaft teil und spielte dabei zweimal gegen die deutsche Mannschaft. Ihr bisher bestes Ergebnis erreichte die Mannschaft 2022 mit dem Einzug ins Halbfinale. 1986 errang die marokkanische Nationalmannschaft in einer Gruppe mit England, Polen und Portugal als erste afrikanische Mannschaft einen Gruppensieg bei einer WM. Auch bei der Weltmeisterschaft in Frankreich 1998 spielten die „Löwen vom Atlas“ stark, scheiterten aber mit viel Pech in der Vorrunde. Sie waren außerdem die zweite afrikanische Mannschaft überhaupt, die sich für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte (1970).
Rekordspieler Stand: 13. Juni 2026rsssf.org: Morocco - Record International Players (zuletzt aktualisiert am 26. August 2025)national-football-teams.com: General Information for Morocco Fettgesetzte Spieler sind noch aktiv. +Meiste Einsätze#SpielerSpieleToreZeitraum 1 Noureddine Naybet 11541990–2006 2 Achraf Hakimi 97 (96)11 2016– 3 Ahmed Faras94Davon fünf Spiele bei den Olympischen Spielen 1972, 18 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1968, 1972, 1976 und 1980, sechs Spiele bei den Mittelmeerspielen 1967 und 1971 sowie ein Spiel gegen die Schweizer B-Mannschaft 36Davon drei Tore bei den Olympischen Spielen 1972, 11 Tore in Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1968, 1972 und 1976 sowie ein Tor bei den Mittelmeerspielen 1971 1966–19794 Youssef En-Nesyri92 (90) 252016– Bono 92 (91)0 2013–6 Romain Saïss86 (84)32012–20267 Youssef Safri7991999–2009 8 Houssine Kharja78122004–2015 Badou Ezzaki78Davon 3 Spiele bei den Olympischen Spielen 1984, 9 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1980, 1984 und 1988, 6 Spiele bei den Mittelmeerspielen 1979 und 1983 sowie 2 Spiele bei den Arabischen Spielen 1985.01979–199210 Abdelmajid Dolmy 76Davon 3 Spiele bei den Olympischen Spielen 1984, 9 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1976, 1980, 1984 und 1988, 4 Spiele bei den Mittelmeerspielen 1979 und 1987 sowie ein weiteres Spiel gegen die spanische B-Mannschaft.21973–198811 Sofyan Amrabat 7502017–12 Youssef Chippo739 1996–2006 Hamid Hazzaz 73Davon 6 Spiele bei den Olympischen Spielen 1972, 11 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1972, 1976 und 1980, 5 Spiele bei den Mittelmeerspielen 1975 sowie 6 Spiele bei den Arabischen Spielen 1976.01969–197914 Abdelkrim El Hadrioui7241992–200115 Mbark Boussoufa 688 2006–2019 16 Mohamed Timoumi67Davon 3 Spiele bei den Olympischen Spielen 1984, 10 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1980, 1984 und 1988, 7 Spiele bei den Mittelmeerspielen 1979 und 1983, 5 Spiele bei den Arabischen Spielen 1985 sowie drei Spiele gegen B-Mannschaften 10Davon 2 Tore bei den Arabischen Spielen 1985 sowie zwei Tore gegen B-Mannschaften 1979–199017Karim El Ahmadi 65 (60)1 2008- Marouane Chamakh65 17 2003–2014Hakim Ziyech 65 (64) 25 2015–20 Nayef Aguerd64 22016– Medhi Benatia64 22008–2019Youssef Hadji64 162003–2012 +Rekordtorschützen#SpielerToreSpieleZeitraum 1 Ahmed Faras36941966–1979 2 Ayoub El Kaabi 3267 2018- 3 Salaheddine Bassir 27 59 1994–20024Youssef En-Nesyri2592 (90)2016– Hakim Ziyech 25 65 (64) 2015–6Camacho 19 48 1995–20027 Hassan Amcharrat 18Davon 4 Tore in Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1976 und 1980 sowie 4 Tore bei den Arabischen Spielen 1976.39Davon 6 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1976 und 1980 sowie 3 Spiele bei den Arabischen Spielen 1976. 1971–1979 8Marouane Chamakh17652003–2014Abdeslam Laghrissi17 35Davon 3 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1984 und 1988 sowie 3 Spiele bei Olympischen Spielen 1984. 1984–199510 Youssef El-Arabi 16 46 2010–2021 Youssef Hadji 16 64 2003–2012 12 Abdelaziz Bouderbala 1457Davon 4 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1980, 1984 und 1988 sowie ein Spiel gegen die spanische B-Mannschaft 1979–199213Youssef Fertout12 391992–1998Mustapha Hadji1263 1993–2002 Houssine Kharja1278 2004–2015
Trainer Quelle:
Fußball bei den Olympischen Spielen Turnier Abschneiden 1900 bis 1956 nicht teilgenommen 1960 in Rom nicht qualifiziert 1964 in Tokio Vorrunde 1968 in Mexiko-Stadt nicht qualifiziert 1972 in München Zwischenrunde 1976 in Montreal nicht qualifiziert 1980 in Moskau nicht qualifiziert 1984 in Los Angeles Vorrunde 1988 in Seoul nicht qualifiziert
Nach 1988 nahm die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen und den Qualifikationsspielen dazu teil. Die Olympiamannschaft nahm 1992, 2000, 2004 und 2012 teil, schied aber jeweils in der Vorrunde aus. 2024 gewann die Olympiamannschaft Bronze.
Fußball-Weltmeisterschaft Marokko nahm 1970 als erste afrikanische Mannschaft nach dem Zweiten Weltkrieg an einer Weltmeisterschaft teil und bestritt mit 128 Qualifikationsspielen die meisten aller afrikanischen Mannschaften., FIFA.com, 30. Juli 2011.
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und BesonderheitenUnterartikel1930Uruguay nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat 1934 Italien nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat 1938Frankreich nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat 1950Brasilien nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat 1954Schweiz nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat 1958Schweden nicht teilgenommen 1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Play-offs Europa vs. Afrika an Spanien gescheitert. 1966 England zurückgezogen Alle 15 afrikanischen Mannschaften zogen sich aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand. 1970 Mexiko VorrundeDeutschland, Peru, Bulgarien 14. Blagoja VidinićAls Gruppenletzter ausgeschiedenFußball-Weltmeisterschaft 1970/Marokko 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 4. Runde an Zaire gescheitert. 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Tunesien gescheitert. 1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 4. Runde an Kamerun gescheitert. 1986 Mexiko Achtelfinale Deutschland 11. José FariaFußball-Weltmeisterschaft 1986/Marokko 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Tunesien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. 1994 USA Vorrunde Belgien, Saudi-Arabien, Niederlande 23. Abdellah Blinda Ohne Punktgewinn als Gruppenletzter ausgeschiedenFußball-Weltmeisterschaft 1994/Marokko 1998 Frankreich Vorrunde Norwegen, Brasilien, Schottland 18.Henri MichelNach einem Remis gegen Norwegen, einer Niederlage gegen Brasilien und einem Sieg gegen Schottland als Gruppendritter ausgeschieden.Fußball-Weltmeisterschaft 1998/Marokko 2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde am Senegal gescheitert. 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Tunesien gescheitert. 2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 3. Runde erneut an Kamerun gescheitert. 2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation konnte sich Marokko gegen die Elfenbeinküste, Gambia und Tansania nicht durchsetzen und hatte bereits nach fünf Spielen keine Chance mehr sich zu qualifizieren 2018 Russland Vorrunde Spanien, Portugal, Iran Hervé Renard Nach einem Unentschieden gegen Spanien und Niederlagen gegen Portugal und den Iran als Gruppenletzter ausgeschieden.Fußball-Weltmeisterschaft 2018/Marokko 2022 Katar Spiel um Platz 3 Kroatien 4. Walid RegraguiIn der Afrika-Qualifikation gegen Guinea, Guinea-Bissau und den Sudan und schließlich die Fußballnationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo durchgesetzt. Gruppen-Erster der Gruppe F, Siege in der Endrunde gegen Spanien und Portugal, Niederlage im Halbfinale gegen FrankreichFußball-Weltmeisterschaft 2022/Marokko 2026 Kanada/Mexiko/USA Viertelfinale Frankreich Mohamed Ouahbi In der Afrika-Qualifikation gegen Tansania, Sambia, den Niger und die Republik Kongo durchgesetzt und als erste afrikanische Mannschaft qualifiziert. Gegner bei der Endrunde sind Brasilien, Haiti und Schottland. Siege in der Endrunde gegen Niederlande und Kanada, Niederlage im Viertelfinale gegen Frankreich.Fußball-Weltmeisterschaft 2026/Marokko
Afrika-Cup 1957 in Sudan nicht teilgenommen 1959 in Ägypten nicht teilgenommen 1962 in Äthiopien zurückgezogen 1963 in Ghana nicht teilgenommen 1965 in Tunesien nicht teilgenommen 1968 in Äthiopien nicht teilgenommen 1970 in Sudan nicht qualifiziert 1972 in Kamerun Vorrunde 1974 in Ägypten nicht teilgenommen 1976 in Äthiopien Afrikameister 1978 in Ghana Vorrunde 1980 in Nigeria 3. Platz 1982 in Libyen nicht qualifiziert 1984 in der Elfenbeinküste nicht qualifiziert 1986 in Ägypten 3. Platz 1988 in Marokko 4. Platz 1990 in Algerien nicht qualifiziert 1992 im Senegal Vorrunde 1994 in Tunesien nicht qualifiziert 1996 in Südafrika nicht qualifiziert 1998 in Burkina Faso Viertelfinale 2000 in Ghana/Nigeria Vorrunde 2002 in Mali Vorrunde 2004 in Tunesien 2. Platz 2006 in Ägypten Vorrunde 2008 in Ghana Vorrunde 2010 in Angola nicht qualifiziert 2012 in Gabun und Äquatorialguinea Vorrunde 2013 in Südafrika Vorrunde 2015 in Äquatorialguinea zunächst als Gastgeber benannt, dann disqualifiziert 2017 in Gabun Viertelfinale 2019 in Ägypten Achtelfinale 2022 in Kamerun Viertelfinale 2024 in der Elfenbeinküste Achtelfinale 2025 in Marokko Afrikameister
Afrikanische Nationenmeisterschaft 2009: nicht qualifiziert 2011: nicht qualifiziert 2014: Viertelfinale 2016: Vorrunde 2018: Sieger 2020: Sieger (Turnier wurde wegen der COVID-19-Pandemie auf Januar 2021 verschoben) 2023: qualifiziert (Teilnahme zurückgezogen) 2025: Sieger
Kader Für den Kader bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, siehe:
Ergebnisse gegen deutschsprachige Mannschaften
DatumOrtHeimmannschaftResultatGastmannschaftAnlass1. 21.06.1960 Erfurt 1:2 Marokko 2. 11.12.1960 Casablanca Marokko 2:3 3. 10.12.1961 Casablanca Marokko 2:0 4. 13.01.1963 Casablanca Marokko 1:0 5. 29.12.1963 Casablanca Marokko 1:4 6. 22.02.1967 Karlsruhe 5:1 Marokko 7. 03.06.1970 León () 2:1 Marokko WM-Vorrunde8. 17.06.1986 Monterrey () Marokko 0:1 WM-Achtelfinale9. 02.03.1988 Mohammedia Marokko 2:1 10. 23.03.1994 Luxemburg 1:2 Marokko 11. 07.02.1996 Rabat Marokko 2:0 12. 21.08.2002 Luxemburg 0:2 Marokko 13. 18.02.2004 Rabat Marokko 2:1
Bisher gab es keine offiziellen Begegnungen gegen Österreich und Liechtenstein.
Siehe auch Marokkanische Fußballnationalmannschaft (U-20-Männer) Marokkanische Fußballnationalmannschaft (U-17-Junioren) Marokkanische Fußballnationalmannschaft der Frauen
Weblinks
Offizielle Homepage des Marokkanischen Fußballverbandes (französisch) Alle Länderspiele Marokkos
Einzelnachweise
Kategorie:Fußballnationalmannschaft (CAF) Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1957