Kleinrinderfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.
Geographie Die Gemeinde liegt in der Region Würzburg.
Gemeindegliederung Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern der Siedlungstyp): Kleinrinderfeld (Pfarrdorf) Limbachshof (Dorf) Maisenbachhof (Weiler).
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Kleinrinderfeld. Die Gemarkung Kleinrinderfeld hat eine Fläche von 7,732 km². Sie ist in 1882 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4108,37 m² haben.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Siedlungsgeschichtliche Nachweise für den Raum um Kleinrinderfeld reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Sie setzen sich in der Bronzezeit und in der Eisenzeit bis zu den Kelten fort. Erstmals ist der Ort in einer Urkunde von König Heinrich IV. vom 22. Juni 1060 schriftlich genannt, die von der Ansiedelung „Rindervelt minorem“ (= das kleine Rinderfeld) spricht. (PDF), digital abgerufen am 11. Juli 2020.
Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Kleinrinderfeld 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.
Einwohnerentwicklung 1970: 1679 Einwohner 1987: 1823 Einwohner 1991: 1950 Einwohner 1995: 2081 Einwohner 2000: 2022 Einwohner 2005: 2090 Einwohner 2010: 2100 Einwohner 2015: 2089 Einwohner 2018: 2069 Einwohner
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1837 auf 2069 um 232 Einwohner bzw. um 12,6 %. 2007 hatte die Gemeinde 2178 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Politik
Gemeinderat Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 1757 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Kleinrinderfeld 1259 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 71,66 % lag.Gemeinderatswahl 2020
Bürgermeister Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde Harald Engbrecht (CSUKL-UWG) mit 64,43 % der Stimmen zum Ersten Bürgermeister gewählt.Bürgermeisterwahl 2020 Dessen Vorgängerin war vom 5. März 1991 bis zum 30. April 2020 Eva Linsenbreder (SPD/Freie Bürger).
Allianz Waldsassengau Seit dem 20. November 2014 ist Kleinrinderfeld zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert. Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.
Wappen
Gemeindepartnerschaften Partnergemeinde ist Colleville-Montgomery im Departement Calvados (Normandie).
Bau- und Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2023 gab es in der Gemeinde 314 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 951 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Einwohner waren arbeitslos. 2020 gab es noch sechs landwirtschaftliche Betriebe. 461 Hektar der Gemeindefläche wurde landwirtschaftlich genutzt.
Verkehr Im ÖPNV ist Kleinrinderfeld mit der NVM-Buslinie 491 Würzburg – Höchberg – Kleinrinderfeld angebunden. Durch die Gemeinde verläuft die Staatsstraße 2296. Vom Ortszentrum bis zur Einfahrt Würzburg/Kist der A 3 sind es 5,5 Kilometer.
Bildung Am 1. März 2018 bestand eine Kindertageseinrichtung mit 99 genehmigten Plätzen und 76 Kindern, davon 24 unter drei Jahren.
Persönlichkeiten Valentin Grimm (1850–nach 1917), Reichsgerichtsrat Fritz René Allemann (1910–1996), Schweizer Journalist und Publizist Karl Gößwald (1907–1996), Zoologe und Hochschullehrer Willi Grimm (* 1927), BildhauerVgl. Willi Grimm wird 90: Das Spitäle zeigt alte und neue Werke. Helmut Grimm (* 1953Vgl. Das Städtische Museum Kitzingen: 1895–2020, Museumsgeschichte und Projekte.), Ehrenbürger, BildhauerVgl. etwa Christine Demel u. a.: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 500, 502, 516 f., 525, 587 und 629.Künstlerportrait zum Ehrenbürger Helmut Grimm.Stefan Mai: Der Tod hat viele Gesichter. Vernissage zur Ausstellung mit Werken von Willi Grimm.
Literatur
Gemeinde Kleinrinderfeld (Herausgeber): Festschrift 950 Jahre Kleinrinderfeld 1060–2010 Digitalisat
Weblinks
Gemeinde Kleinrinderfeld (PDF; 1,05 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Würzburg Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Würzburg