mini|hochkant|Übungsschild in einem Vitaparcours bei Walenstadt. mini|hochkant|Übungsschild in einem Vitaparcours mini|hochkant|Altes Schild mit dem Logo der Vita-Versicherung in Östringen Ein Vitaparcours (auch Vita Parcours oder Zurich vitaparcours) ist ein in der Regel in einem Wald angelegter Sport-Parcours, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Er besteht aus diversen Parcours-Posten, an welchen Übungen für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination vorgesehen sind.

In der Schweiz und Liechtenstein gibt es etwa 500 Vitaparcours. In Deutschland gibt es Vitaparcours u. a. in LörrachVita-Parcours Lörrach mit den neuen Schweizer Schildern, aber mit dem Logo der Stadt Lörrach, WeinstadtVita-Parcours Weinstadt mit den alten Schweizer Schildern, mit dem Logo der Vita-Versicherung und Östringen.

Geschichte Der erste Vitaparcours wurde am 18. Mai 1968 mit Unterstützung der damaligen Vita Lebensversicherungs-Gesellschaft am Zürichberg, Zürich-Fluntern, unweit des Zoos errichtet. Auf: NZZ vom 16. Mai 2018

Den Startfunken bildete eine Männerriege (Turnverein) aus Wollishofen, die umgestürzte Bäume und andere natürliche Objekte nutzte, um darauf zu üben.Out fit Auf: Coopzeitung vom 13. Juni 2017 Da aber Waldarbeiter diese oft wieder entfernten, schlug man der Gemeinde vor, einen bleibenden Parcours mit Turnübungen einzurichten. Die Gemeinde griff diesen Vorschlag auf und sicherte die Unterstützung der damaligen Vita-Versicherung, die später in der Zurich Versicherung aufging. Der grösste Fitness-Klub der Schweiz liegt im Wald Auf: Swissinfo.ch (abgerufen am 21. März 2015)

Während am Anfang die Vita-Parcours nur für Sportler gedacht waren, wurde 1972 das Konzept auf Familien und weniger sportliche Personen ausgeweitet. 1973 wurde der hundertste Vitaparcours eröffnet, 1990 der fünfhundertste. Damit befindet sich etwa ein Fünftel der weltweiten Sport-Parcours in der Schweiz.

Unterdessen bestehen über 500 Vitaparcours in der Schweiz. Die Zürich Versicherung ist heute Hauptsponsor der Stiftung Vita Parcours, die mit dem Slogan „Willkommen im grössten Fitness-Club der Schweiz!“ dafür wirbt. Betreut und unterhalten werden die Parcours von lokalen Trägerschaften wie Gemeinden, Sportvereinen oder Tourismusverbänden; grössere Instandstellungsarbeiten übernimmt oft der Zivilschutz. Die jährlichen Unterhaltskosten einer Vitaparcours-Anlage betragen rund 1000 bis 2000 Schweizer Franken, während die Stiftung die Erstellung der Parcours bezahlt.

Naturnahe Gestaltung Die Laufstrecke verläuft meist durch den Wald, auf Wegen oder speziell angelegten Pfaden mit Rindenschrot. Die Streckenlänge beträgt zwei bis drei Kilometer, mit einer Steigung bis 100 Meter. Steile Etappen sind durch Behelfs-Treppen unterstützt. Die meisten Übungsgeräte bestehen aus schlichtem Rundholz aus dem Wald. Viele Übungen kommen ganz ohne Hilfsmittel aus.

Ähnliche Projekte In Deutschland wurde aus dem Vorbild „Vitaparcours“ der Trimm-dich-Pfad abgeleitet.

In Österreich heissen vergleichbare Outdoor-Pfade Forstmeile.

Die von der Krankenkasse Helsana seit 2003 betriebenen Helsana-Trails richten sich besonders an Jogger, Nordic Walker und Spaziergänger.

Übungen Jede Anlage wurde aufgrund der räumlichen und topographischen Bedingungen anders eingerichtet. Die kürzesten Vitaparcours-Strecken sind nur wenige hundert Meter lang. Die anstrengenderen Parcours sind über 3 Kilometer lang, oder können mehr als 120 Höhenmeter Aufstieg beinhalten (z. B. der Parcours in Naters VS). Der durchschnittliche Parcours ist 2,35 km lang und weist eine Steigung von 59 Metern auf. Zurzeit (2015) gibt es in der Schweiz 498 Vitaparcours-Routen, wovon 21 sogenannte Kurzparcours sind. Daten und Fakten Auf: zurichvitaparcours.ch

Es folgt eine knappe Zusammenfassung der 15 Posten. Auf den Schildern ist jeweils angegeben, um welche Art von Übung (Kraft, Ausdauer oder Geschicklichkeit) es sich handelt, und wie lange die jeweilige Übung durchgeführt werden sollte.

Dehnen, unter anderem der Waden- und Fussgelenk-Muskulatur. Beweglichkeitsübungen Geschicklichkeit: Auf einen Baumstamm hüpfen, Gleichgewicht behalten. Ebenso Froschhüpfen über die Baumstämme. Beweglichkeit: Sich an einer Reckstange halten und sich baumeln lassen. Kraft: Klimmzüge und sich an der Stange halten bei gebeugten Armen. Beweglichkeitsübungen für den Rücken Beweglichkeit: Beinkreisen, an Ringen hängend. Kraft: An Ringen hängend die Knie langsam anheben Kraft: An einem Barren Schwingen im Stütz. Klimmzüge am Barren mit geradem Körper. Gehen im Stütz. Ausdauer: Schnelles Steppen auf einen Baumstamm. Kraft: Aufsteigen, Körperstrecken und absteigen auf einem höheren Stück Baumstamm. Kraft: Übungen für Bauch- und Rückenmuskulatur Ausdauer: Über Baumstämme hüpfen vor- und seitwärts Beweglichkeit und Ausdauer an einer Stange Kraft: Liegestütze, Liegestütz rücklings an einer Stange Ausdauer und Geschicklichkeit: Slalomlauf um Stangen, Stangenlauf während jede Stange einmal ganz umrundet wird, bevor man zur nächsten weitergeht Geschicklichkeit: Vorwärts und rückwärts balancieren auf einem Balken. Auf einem Bein das Gleichgewicht halten bei waagerecht ausgestrecktem Bein und Armen Nachdehnen verschiedener Muskelgruppen

Weblinks

Webpräsenz von Vitaparcours Karte aller Vitaparcours in der Schweiz

Einzelnachweise

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