Das Herrschaftsgericht Bissingen war ein Herrschaftsgericht der Fürsten zu Oettingen-Wallerstein zu Bissingen im Königreich Bayern. Es bestand von 1818 bis 1848. Bis 1837 war es Teil des Rezatkreises, ab 1838 gehörte es zu Schwaben und Neuburg. 1848 wurde es infolger der Revolution 1848 in eine Gerichts- und Polizeibehörde umgewandelt, 1852 in das Landgericht Bissingen.
Lage Das Herrschaftsgericht grenzte im Süden an das Landgericht Höchstädt, im Osten an das Landgericht Donauwörth, im Norden an das Landgericht Nördlingen und im Nordosten an das Herrschaftsgericht Harburg.
Struktur Das Herrschaftsgericht wurde in 11 Steuerdistrikte aufgeteilt, die vom Rentamt Höchstädt verwaltet wurden, mit Ausnahme von Hohenaltheim und Niederaltheim, die vom Rentamt Nördlingen verwaltet wurden.Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise enthaltenen Ortschaften, S. 44 des zweiten Teiles. Steuerdistrikte
Dem Herrschaftsgericht unterstand noch Reimertshof, das vom Steuerdistrikt Schaffhausen des Herrschaftsgerichtes Harburg verwaltet wurde.
Ruralgemeinden 1818 gab es 21 Ruralgemeinden im Herrschaftsgericht Bissingen:Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern, S. 78f.
Insgesamt gab es 4975 Einwohner, die sich auf 959 Familien verteilten und in 1019 Anwesen wohnten.
Nach 1829, jedoch vor 1839 wurde Untermagerbein vom Herrschaftsgericht Harburg abgegeben.
Siehe auch Herrschaft Hohenburg-Bissingen
Literatur
Georg Friedrich Kramer (Hrsg.): Statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg, Augsburg 1839, S. 119 (Digitalisat).
Fußnoten
Bissingen Bissingen, Herrschaftsgericht Kategorie:Geschichte (Landkreis Dillingen an der Donau) Kategorie:Geschichte (Landkreis Donau-Ries) Kategorie:Bissingen (Bayern) Kategorie:Gerichtsgründung 1818 Kategorie:Aufgelöst 1848