miniatur|hochkant=1.35|Schwarzach bei Nabburg (2022) Schwarzach bei Nabburg (amtlich Schwarzach b.Nabburg) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld.
Geographie Die Gemeinde liegt in der Region Oberpfalz-Nord am Fluss Schwarzach, der bei Schwarzenfeld in die Naab mündet.
Gemeindegliederung Es gibt 15 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Es gibt die Gemarkungen Altfalter, Schwarzach b.Nabburg, Unterauerbach und Weiding in Schwarzach.
Nachbargemeinden Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Nabburg, Altendorf (Landkreis Schwandorf), Neunburg vorm Wald, Schwarzenfeld und Stulln.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der Gemeindeteil Wölsendorf wurde 1015 erstmals erwähnt. Schwarzach gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Nabburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.
In Schwarzach bestand auch ein Eisenhammer, der vom Wasser der Schwarzach betrieben wurde. Aus einem Bericht des Johann German Barbing an den Kurfürst Ferdinand Maria vom 16. Januar 1666 heißt es: „Schwarzach. Ein Eisen- oder Schinhammer, welcher Egid Steiner der Jüngere von den Dimpfl’schen Erben zu Regensburg käuflich an sich gebracht hat; er ist gangbar und das Arzt wird teils von Sulzbach, teils von Amberg beigebracht.“Denk, Julius: Beiträge zur Geschichte des Berg- und Hammerwesens in der churfürstlichen Oberpfalz. 1902, S. 198.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kamen am 1. Januar 1974 Gebietsteile der Gemeinde Unterauerbach zu Schwarzach. Am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Altfalter, die am 1. Januar 1971 um die Gemeinde Weiding vergrößert worden war, eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2011 2015 2020 Einwohner 1325 1360 1372 1459 1468 1486 1552 1513 1449 1403
Politik Gemeinderat Die Gemeinderatswahl 2026 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung: +Partei/ListeSitzeStimmenanteilFreie Wählergemeinschaft Altfalter-Weiding-Richt (FWG AWR)430,5 %Freie Wählergemeinschaft Wölsendorf (FWG Wölsendorf)325,1 %Freie Wählergemeinschaft Schwarzach (FWG Schwarzach)327,8 %Freie Wählergemeinschaft Unterauerbach (FWG Unterauerbach)216,6 %
Bürgermeister Zum 31. Dezember 2024 legte Bürgermeister Franz Grabinger sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Da innerhalb der Frist keine Kandidaten nominiert worden waren, kam es am 23. Februar 2025 zu einer Urwahl des 1. Bürgermeisters der Gemeinde Schwarzach b. Nabburg. Aus dieser ging Michael Wilfahrt mit 62,5 % der Stimmen als Sieger hervor, der Erstunterlegene Alfred Lohbauer erhielt 9,3 %. Insgesamt wurden 62 verschiedene Namen bei der Urwahl auf die Stimmzettel geschrieben.
Bei der konstituierenden Sitzung am 21. Mai 2026 wurden Matthias Buron (FWG Schwarzach) und Joachim Schießl (FWG Wölsendorf) zu den Stellvertretern von Michael Wilfahrt gewählt.
Wappen mini|Wappen von Schwarzach bei Nabburg Blasonierung: In Silber ein schwarzer Wellenbalken, darüber ein blauer Pflug, darunter zwischen je zwei übereinander stehenden blauen Sternen eine blaue Grubenlampe. Wappenführung seit 1987
Bau- und Bodendenkmäler
Natur Das Naturschutzgebiet Charlottenhofer Weihergebiet
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahre 2020 gab es nach der amtlichen Statistik 102 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, darunter in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 5, im produzierenden Gewerbe 73. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 657. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine mit 20 oder mehr Beschäftigten, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Im Jahr 2020 bestanden 40 landwirtschaftliche Betriebe. In 2016 wurden 1301 ha landwirtschaftlich genutzt, davon waren 884 ha Ackerland.
Sonstiges Im Kirchfriedhof zu Schwarzach sind die Großeltern des Komponisten Max Reger bestattet. Diese waren der Schneider Georg Reger (1818 bis 11. Juli 1879) und seine Frau Katharina (geborene Jakob, 1812 bis 1. Mai 1880). Eine Gedenktafel gleich rechts beim Eingang in den Friedhof weist darauf hin.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)