Edéa ist eine Stadt in Kamerun und liegt in der Region Littoral ca. 60 km südöstlich von Douala, der Hauptstadt der Region. Es ist Verwaltungssitz des Départements Sanaga-Maritime. Seine 66.581 Einwohner (2005) leben an beiden Ufern des Sanaga teils in städtischer Umgebung, teils in landwirtschaftlich geprägten Vorstädten.

Geschichte mini|Stadtplan aus dem Jahr 1896. Die Stadt liegt im traditionellen Siedlungsgebiet der Bakoko (Basaa). Eine Zentrumsfunktion hatte die Siedlung innerhalb der segmentären Bakoko-Gesellschaften ursprünglich nicht. Ihre heutige Bedeutung verdankt sie der Anlage einer deutschen Regierungsstation im Oktober 1891. Für die Wahl des Standortes waren in erster Linie verkehrstechnische Gründe ausschlaggebend: Edéa war der letzte über Kwakwa-Creek und Sanaga von Duala aus per Schiff erreichbare Punkt im Kameruner Binnenland. Das zum Bezirk Edéa gehörige Gebiet wurde erst bis ca. 1904 gewaltsam unter deutsche Kontrolle gebracht. Dabei blieb der Ort trotz zeitweiliger Stationierung von Militär und der Leitung durch Offiziere der deutschen Schutztruppe formell immer unter ziviler Verwaltung.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Edéa mit dem größeren, östlichen Teil Kameruns unter französische Mandatsherrschaft.

Wirtschaft Edéa wird geprägt von einer großen Aluminiumhütte (ALUCAM), dem direkt daneben gelegenen Kraftwerk Edéa, das die Strömung des Sanaga für die Gewinnung von Elektrizität vor allem für ALUCAM nutzt, sowie urbanem Handel und Landwirtschaft.

Verkehr Edéa liegt an den Hauptverbindungen (Schiene, Straße) zwischen der Hafen- und Wirtschaftsmetropole Douala und der Landeshauptstadt Yaoundé. Über den Sanaga führt eine alte Brücke aus der deutschen Kolonialzeit und ein Brückenbau neueren Datums.

Bevölkerung Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt:(Historische) Einwohnerzahlen der Regionen und Städte Kameruns citypopulation.de, siehe Tabelle Die größten Städte.

Jahr Einwohner 1976 (Zensus) 25.398 1987 (Zensus) 50.609 2005 (Zensus) 66.581

Religion Edéa ist seit 22. März 1993 Sitz eines katholischen Bischofs.

Sehenswürdigkeiten Das Wildtierreservat Douala-Edea liegt nordwestlich der Stadt.

Persönlichkeiten Pierre-Célestin Nkou (1927–1983), römisch-katholischer Geistlicher und Bischof von Sangmélima Benjamin Massing (1962–2017), Fußballspieler Ruben Boumtje-Boumtje (* 1978), Basketballspieler Guy Bwelle (* 1979), Fußballspieler Innocent Hamga (* 1981), Fußballspieler Jacques Momha (* 1982), Fußballspieler Patrice M’Bock (* 1983), Fußballspieler Thomas Som (* 1988), Fußballspieler Augustine Sylvia Ejangue (* 1989), Fußballspielerin Edwige Gwend (* 1990), Judoka Ulrich Bapoh (* 1999), Fußballspieler

Weblinks

Einzelnachweise

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