Ramschied ist ein Stadtteil der Stadt Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Geographie Ramschied liegt in einer Höhe von 371 MeterHessisches Landesvermessungsamt: Kreiskarte 1:50.000 Wiesbaden Rheingaukreis Untertaunuskreis, Ausgabe 1969 westlich von Bad Schwalbach und ist von diesem durch den Höhenrücken des Westlichen Aartaunus getrennt, gehört dieser naturräumlichen Untergliederung des Hintertaunus gleichwohl noch an.Westlicher Aartaunus, Zorner Hochfläche, Katzenelnbogener Hochfläche, Nastätter Mulde und Unterlahnhöhen

Ramschied liegt am Oberlauf des Dornbach, der mit dem Fischbach der Wisper zufließt.Topografische Karte 1:25.000

Geschichte Überblick Erstmals urkundlich erwähnt wird Ramschied im Jahr 883 als Besitz des Klosters Bleidenstadt. Es gehörte zu den Überhöhischen Dörfern des Rheingaus. Vor dem Dreißigjährigen Krieg bestand Ramschied aus den zwei getrennten Dörfern Oberramschied und Niederramschied. Während des Krieges wurden beide Orte zerstört, sie wurden jedoch am Ort der heutigen Siedlung wieder errichtet.

Seit dem 31. Dezember 1971 ist die bis dahin selbständige Gemeinde Ramschied nach einer freiwilligen Eingemeindung im Zuge der Gebietsreform in Hessen ein Stadtteil von Bad Schwalbach. Wie für jeden Stadtteil außerhalb der Kernstadt wurde durch die Hauptsatzung auch für Ramschied ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Im Jahr 1985 wurde Ramschied Bezirkssieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Ramschied angehört(e):

1530 und später: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Hessen-Rheinfels, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein ab 1583: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein ab 1648: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein 1806–1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (Pays réservé de Catzenellenbogen) ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langen-Schwalbach ab 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreisamt Langen-SchwalbachAbtrennung der Justiz (Justizamt Langenschwalbach) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, UntertaunuskreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Langenschwalbach) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Untertaunuskreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Untertaunuskreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis, Stadt Bad Schwalbacham 31. Dezember 1971 als Stadtteil zu Bad Schwalbach. ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis, Stadt Bad Schwalbach

Einwohnerentwicklung Einwohnerstruktur Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Ramschied 516 Einwohner. Darunter waren 18 (3,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 75 Einwohner unter 18 Jahren, 213 zwischen 18 und 49, 129 zwischen 50 und 64 und 99 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 237 Haushalten. Davon waren 72 Singlehaushalte, 81 Paare ohne Kinder und 66 Paare mit Kindern, sowie 15 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 48 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 168 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerzahlen 1587: 8 Hausgesesse

Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1885: 162 evangelische (= 87,57 %), 23 katholische (= 12,43 %) Einwohner • 1961: 154 evangelische (= 72,99 %), 50 katholische (= 23,70 %) Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten Das Vereinsleben wird neben dem Sportverein von der Freiwilligen Feuerwehr geprägt. Eine Sehenswürdigkeit ist der Sauerbrunnen, dessen Überbau auch das Wappen von Ramschied ziert. Das Wasser des Sauerbrunnens gilt als sehr eisenhaltig und ist daher geschmacklich eher gewöhnungsbedürftig.

Wirtschaft und Infrastruktur Tourismus Ramschied bietet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Hinterlandswald im Wispertaunus an. Der Wispertaunus ist einer der waldreichsten Teile des Taunus und wurde zu großen Teilen als FFH-Gebiet ausgewiesen. Zudem ist die ganze Region Teil des Naturpark Rhein-Taunus, der den Menschen eine naturnahe Erholung ermöglichen will.

Verkehr Ramschied liegt an der L 3033, die als Wisperstraße in West-Ost-Richtung Lorch über Geroldstein mit Bad Schwalbach verbindet. Direkt oberhalb von Ramschied hat sie nach einem kurvenreichen Anstieg Anschluss an die Bundesstraße 260, über die man nach Süden Wiesbaden und das Rhein-Main-Gebiet erreichen kann.

Weblinks

Fußnoten Anmerkungen

Einzelnachweise Einwohnerzahlen der Stadt Bad Schwalbach unter 9. Statistische Angabe 2004–20014, 2007–20017 im Webarchiv.

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