Alfred Grazioli (* 1. November 1940 in Basel; † 12. April 2018 in BerlinTraueranzeigen Alfred Grazioli, Tagesspiegel vom 22. April 2018; abgerufen am 2. August 2019) war ein Schweizer Architekt und Hochschullehrer.
Leben Alfred Grazioli absolvierte in Basel von 1957 bis 1961 eine Ausbildung als Bauzeichner. Von 1966 bis 1970 studierte er Architektur an der Hochschule für Gestaltung Ulm sowie an der École d’Architecture der Universität Genf (EAUG).Eintrag Alfred Grazioli auf nextroom.at, abgerufen am 2. August 2019 Seit 1971 war er freischaffender Architekt in Basel sowie Berlin. Von 1975 bis 1994 führte er gemeinsam mit Peter Degen das Büro Argos Architektur+Entwicklungsplanung in Basel und Berlin.Zeugnisse eines Handlungsreisenden auf http://derarchitektbda.de vom 18. Januar 2019, abgerufen am 2. August 2019 In Berlin betrieb er seit 2000 mit Wieka Muthesius das Architekturbüro Büro Grazioli Muthesius für Architektur und Städtebau mit Standorten in Berlin, Zürich und Rom. Er gehörte seit 1992 dem Bund Schweizer Architekten an.BDA-Architekturpreis „Nike“/Jury 2010: Eintrag Alfred Grazioli auf bda-bund.de, abgerufen am 2. August 2019
Er lehrte von 1970 bis 1972 an der Eidgenössischen Technisch Hochschule EPFL in Lausanne und an der Ecole d’Architecture der Universität Genf (EAUG). Von 1972 bis 2007 war er Professor für Entwerfen und Stadtplanung an der Universität der Künste Berlin.
Alfred Grazioli starb im April 2018 im Alter von 77 Jahren. Trauerfeier und Beisetzung fanden am 4. Mai 2018 auf dem landeseigenen Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend statt.
Projekte und Bauten (Auszug) mini|Alfred Graziolis Grabstein auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend 1986: Mehrzweckhalle, Gemeindekanzlei, Saalbau, Gemeindewohnungen und Aussenanlagen im Gemeindezentrum Rickenbach (mit Peter Degen) 1993–1994: Büro- und Wohnblock, Ahornstraße 20, Berlin-Steglitz 1994–1996: Wohnanlage Jakobsohnstraße/Pistoriusstraße, Berlin-WeißenseeKieren, ebd., S. 239 1996–1997: Wohn- und Geschäftshaus Kollwitzstraße 70, Wörther Straße, Berlin-Prenzlauer Berg 1997: Bürogebäude Helvetia Versicherungen, Filialdirektion Mannheim 2000–2002: Ensemble Katzengraben 19 in Berlin-Köpenick 2002–2006: Erweiterung des Museum Rietberg (Villa Wesendonck) in Zürich zusammen mit Adolf Krischanitz 2004–2007: Schloss-Arkaden Braunschweig (städtebauliche Kubatur und Fassaden)„Schloss-Arkaden. Einkaufszentrum in Braunschweig eingeweiht“, Baunetz vom 29. März 2007; abgerufen am 2. August 2019
Literatur Museum Rietberg. Die Erweiterung. Grazioli und Krischanitz Architekten. Museum Rietberg, 2007, ISBN 3907077342. Antje Freiesleben: Alfred Grazioli. Der gedachte Raum. Methodik einer Architekturentwurfslehre. Gebr. Mann, Berlin 2013, ISBN 3786126887.
Weblinks
Einzelnachweise
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