H. Rainer Maurer (* 18. März 1937 in Tübingen; † 9. Juni 2014 in Berlin) war ein deutscher Pharmazeut und Hochschullehrer für Pharmazie.
Leben mini|Das Grab von H. Rainer Maurer auf dem Evangelischen Kirchhof Nikolassee in Berlin. Nach dem Abitur 1956 in Ulm absolvierte Maurer das zweijährige pharmazeutische Praktikum in Heidenheim. Anschließend studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Pharmazie. Als Maurer 4 wurde er 1958 im Corps Makaria München recipiert.Kösener Corpslisten 1996, 88/871 1961 legte er die pharmazeutische Prüfung ab. Mit einer Doktorarbeit am Physiologisch-Chemischen Institut wurde er 1964 zum Dr. rer. nat. promoviert.Dissertation: Markierung von Steroiden und von Ecdyson mit Tritium und Verteilung des markierten Insektenhormons in Larven von Calliphora erythrocephala. 1964/65 war er Postdoc am California Institute of Technology in Pasadena. Danach war er wissenschaftlicher Assistent im Biochemischen Institut des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. 1974 wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an das Max Planck-Institut für Virusforschung in Tübingen. Hier habilitierte er sich 1972 für Pharmazeutische Chemie. Im Jahr darauf folgte er dem Ruf der Freien Universität Berlin als Professor für Pharmazeutische Biologie.gepris.dfg.de In mehr als 200 Originalarbeiten befasste er sich mit Alternativen zu Tierversuchen und mit der molekularen Wirkungsweise von Steroidhormonen. Für den in vitro-Nachweis von Chemotherapeutika und Immuntherapeutika entwickelte er Zellkulturen. Er organisierte Tagungen und Experimentalkurse auf dem Gebiet des Tissue Engineering.Matthias F. Melzig: Nachruf auf Prof. Dr. Rainer Maurer. Deutsche Apothekerzeitung und Pharmazeutische Zeitung 2014FU Nachrichten 3-4/2002
Publikationen Disc electrophoresis and related techniques of polyacrylamide gel electrophoresis. De Gruyter, Berlin / New York 1971, ISBN 978-3-11-003495-0. mit C. P. Schröder: Tributyrin-induced differentiation promotes apoptosis of LS 174T colon cancer cells in vitro. In: International Journal of Oncology. Band 20, Nr. 1, Januar 2002, S. 195–200, PMID 11743664. als Übers.: T. G. Cooper: Biochemische Arbeitsmethoden. Übersetzt und bearbeitet von Reinhard Neumeier und H. R. Maurer. De Gruyter, Berlin / New York 1980, ISBN 3-11-007806-6. als Übers.: J. Paul: Zell- und Gewebekulturen. Übersetzt von Sigrid Maurer und Rainer Maurer. De Gruyter, Berlin / New York 1980, ISBN 3-11-007019-7.
Ehrungen Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis (1983) Hauptpreis der Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz (1987) Ehrenmitglied der Gesellschaft für Zell- und Gewebezüchtung (1999)
Einzelnachweise
Kategorie:Apotheker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehrenmitglied einer wissenschaftlichen Organisation Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann Kategorie:Apotheker (21. Jahrhundert) Kategorie:Person (Pharmazeutische Wissenschaften)