mini|Barbara Mandrell, 1986 Barbara Mandrell (* 25. Dezember 1948 in Houston, Texas) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin, -Multiinstrumentalistin und zweifache Grammy-Preisträgerin.https://www.grammy.com/grammys/artists/barbara-mandrell Zwischen 1969 und 1989 hatte sie 55 Hits in den US-amerikanischen Country-Charts.Joel Whitburn: Top Country Songs 1944-2005, 2005, Seite 231–2, ISBN 0-89820-165-9

Leben mini|Barbara Mandrell, 1991 Barbara Mandrell gilt als musikalisches Wunderkind, das schon in jungen Jahren zahlreiche Instrumente beherrschte. Ihr Steel-Guitar-Spiel beeindruckte sogar Chet Atkins. Im Alter von elf Jahren trat sie erstmals in einer lokalen Fernsehshow auf. Nur wenig später stand sie mit bekannten Country-Stars wie Johnny Cash und Red Foley auf der Bühne. Ihre musikbegeisterten Eltern gründeten 1963 mit Barbaras jüngeren Schwestern, Louise und Irlene, und zwei weiteren Musikern eine Familien-Band, The Mandrells. Die Gruppe unternahm längere Tourneen durch Nordamerika und Asien. Barbara verliebte sich in den Schlagzeuger der Band, Ken Dudley, und heiratete ihn nach Ende ihrer Schulzeit.

Zunächst zog sie sich aus dem Musikgeschäft zurück. Als ihr Mann in die US-Navy eingezogen und in Übersee stationiert wurde, zog die Familie nach Nashville. Von ihrem Vater als Manager unterstützt, versuchte sie, in der dortigen Country-Szene Fuß zu fassen. 1969 unterschrieb sie beim Columbia-Label einen Schallplattenvertrag. Ein Jahr später gelang ihr mit Playin’ Around With Love der erste Einstieg in die Hitparade. Ihre erste Top-10-Platzierung schaffte sie 1971 mit Tonight My Baby’s Coming Home. Wenig später wurde sie Mitglied der Grand Ole Opry. Mit David Houston wurden erfolgreiche Duette wie die Top-10-Hits After Closing Time (1970) und I Love You, I Love You (1974) aufgenommen.

1975 wechselte sie zum Label ABC. Unter dem Produzenten Tom Collins änderte sich ihr Musikstil in Richtung Country-Pop. Fast augenblicklich zogen die Verkaufszahlen ihrer Platten an. Nach einer Serie von Top-10-Erfolgen schaffte sie 1978 mit Sleeping Single in a Double Bed ihren ersten Nummer-1-Hit. Mandrell wechselte von ABC zu MCA und erlebte hier den Höhepunkte ihrer Karriere. Weitere Spitzenplatzierungen folgten mit (If Loving You Is Wrong) I Don’t Want to Be Right (1979), Years (1980), I Was Country When Country Wasn’t Cool (1981) Til You’re Gone (1982) und One of a Kind Pair of Fools (1983). 1981 und 1982 erhielt sie jeweils den CMA Award „Entertainer of the Year“ sowie Gold-Auszeichnungen für die Alben The Best of Barbara Mandrell und Live.https://www.riaa.com/gold-platinum/?tab_active=default-award&se=Barbara+Mandrell#search_section Außerdem erhielt sie zwei Grammys und zahlreiche weitere Auszeichnungen.

1980 bekam sie eine eigene Fernsehshow, Barbara Mandrell and The Mandrell Sisters, in der sie gemeinsam mit ihren beiden Schwestern auftrat. Wegen gesundheitlichen Problemen beschloss sie 1982 die Fernsehshow einzustellen. Ein Jahr später startete sie in Las Vegas die Bühnenshow This Lady is a Champ. Am 11. September 1984 kam ihre Karriere zu einem abrupten Halt, als sie nach einem schweren Autounfall fast ein Jahr im Krankenhaus verbringen musste. Ihre beiden Kinder wurden bei diesem Unfall ebenfalls verletzt. Der 19-jährige Fahrer des in den Unfall verwickelten zweiten Wagens starb. Trotz Mandrells Verletzungen und ihrer Abwesenheit von der Bühne wurde ein Duett-Album mit Lee Greenwood veröffentlicht, das mit To Me einen weiteren Top-10-Hit enthielt. Im Juni 1985 trat die Sängerin im Rahmen der Music City News Awards erstmals wieder auf.https://news.google.com/newspapers?nid=1891&dat=19850611&id=BrgfAAAAIBAJ&sjid=qdcEAAAAIBAJ&pg=5782,2508556https://wgna.com/ray-charles-dies-barbara-mandrell-comeback-today-in-country-history/ Ihr Comeback-Album Get to the Heart erschien im Herbst 1985.

Mittlerweile hatte sich die Country-Musik verändert. Die neuen Traditionalisten übernahmen langsam die Führung. Mandrells Schallplatten konnten sich zwar noch in den Charts platzierten, erreichten aber nicht mehr die großen Erfolge wie einst. Ihre Live-Auftritte fanden nach wie vor ihr Publikum. 1990 schrieb Mandrell ihre Autobiografie Get to the Heart: My Story, die sich monatelang in den Bestsellerlisten hielt und einige Jahre später verfilmt wurde. 1997 beendete sie ihre Karriere als Country-Sängerin, widmete sich kurzzeitig der Schauspielerei und trat im Rahmen von Ehrungen wie dem 2006er Tributalbum She Was Country When Country Wasn't Cool: A Tribute to Barbara Mandrell oder der Aufnahme in die Country Music Hall of Fame in 2009 – die größte Ehre der Country-Musik – wieder in der Öffentlichkeit auf.http://www.nwitimes.com/entertainment/columnists/offbeat/barbara-mandrell-retired-but-still-inspiring/article_1aa47df8-5f36-5790-950b-a006defe4c49.html Mandrell ist noch immer mit ihrer Jugendliebe Ken Dudley verheiratet und hat drei Kinder.

Diskografie Alben

Weitere Alben 1990: Morning Sun 1994: Acoustic Attitude 1997: It Works for Me

Livealben

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1981: Looking Back 1990: Greatest Country Hits 1992: The Best of Barbara Mandrell 1995: The Barbara Mandrell Collection 1997: Super Hits 2000: 20th Century Masters – The Millennium Collection 2001: Ultimate Collection 2016: This Time I Almost Made It: The Lost Columbia Masters

Singles

Weitere Singles 1963: Queen for a Day 1973: The Midnight Oil 1981: Love Is Fair 1989: You Wouldn’t Know Love (If It Looked You in the Eye) 1990: You’ve Become the Dream 1990: The Nearness of You 1990: Men and Trains 1991: I’ll Leave Something Good Behind 1991: Feed the Fire 1991: The Key’s in the Mailbox 1991: When a Man Loves a Woman 1992: I Love You Because 1992: Try Gettin’ Over You 1997: Ten Pound Hammer 1997: Get Here

Kollabosingles

Gastbeiträge

Auszeichnungen Jahr Org. Award1971 ACM Top New Female Vocalist1976 TNN New Female Vocalist1978 ACM Top Female Vocalist1979 CMA Female Vocalist Of The Year1979 TNN Top Female Vocalist1980 ACM Entertainer Of The Year1980 CMA Entertainer of the Year1981 ACM Top Female Vocalist1981 CMA Entertainer of the Year1981 TNN Top Female Vocalist1982 TNN Top Female Vocalist1983 Grammy Best Inspirational Performance2009 CMA Aufnahme in die Country Music Hall of Fame2009 Aufnahme in die Steel Guitar Hall of Fame

Literatur Get To The Heart: My Story. ISBN 0-553-29243-9; Biografie

Weblinks

https://barbaramandrell.com/

Quellen

Kategorie:Country-Musiker Kategorie:Country-Sänger Kategorie:Grammy-Preisträger Kategorie:Mitglied der Grand Ole Opry Kategorie:Mitglied der Steel Guitar Hall of Fame Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Frau