mini|hochkant|Otto Bamberger, ca. 1910 rahmenlos|zentriert|klasse=notpageimage skin-invert-image|hochkant=0.8 Otto Bamberger (geboren am 18. Mai 1885 in Mitwitz, Oberfranken, Königreich Bayern;Heiratsurkunde des Otto Bamberger und der Henriette Wolff vom 24. Dezember 1913. In: Familienbuch Beni Wolff, Eintrag B. Nr. 58; Standesamt Schwäbisch Hall, übermittelt durch das Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Dr. Andreas Maisch, am 5. Juli 2019. gestorben am 20. September 1933 in Baden-Baden)[Freundeskreis des Otto Bamberger]: Abschiedsworte für Otto Bamberger, Redemanuskript, maschinenschriftlich, unveröffentlicht, Baden-Baden, 22. September 1933, 2 Seiten.Klaus Philipp Bamberger: Erinnerungen, Widmung: Meiner Mutter zum 46. Geburtstag [14. Juli 1937], Manuskript, maschinenschriftlich, 18 Seiten, unveröffentlicht, undatiert, Lichtenfels, [Juni/Juli 1937], S. 7.Sterbebucheintrag des Otto Bamberger; übermittelt durch das Stadtarchiv Baden-Baden, Claudia Falk, am 8. August 2019. war ein deutscher Kaufmann und Unternehmer, Kunstsammler expressionistischer Werke, Förderer zeitgenössischer Künstler bzw. Kunstmäzen, Produktdesigner, „leidenschaftlicher Pazifist“Claude P. Bamberger: Breaking the Mold – A Memoir. C. Bamberger Molding Compounds Corp., Carlstadt, New Jersey, USA, 1996, ISBN 0-9653827-0-2, S. 10. Zitat: „ardent pacifist“. und Sozialdemokrat.Unternehmer, Kunstfan, Sozi und Lichtenfelser. In: Neue Presse, 6. Mai 2009, auf: np-coburg.de [Headline teils unzutreffend; Otto Bamberger war Mitwitzer, nicht Lichtenfelser.]Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 10. Er gilt als größter Auftraggeber und Förderer des Staatlichen Bauhauses in Weimar und Dessau.Dr. Katja Schneider: Erich Dieckmann. Bemerkungen zu Leben und Werk. In: Prof. Dr. Anita Bach, Alexander von Vegesack: Erich Dieckmann – Praktiker der Avantgarde: Möbelbau 1921–1933. Bauhaus Weimar, Bauhochschule Weimar, Burg Giebichenstein, Katalog zur Ausstellung 13. Juni – 30. September 1990, Vitra Design Museum, 1990, ISBN 3-9802539-1-0, S. 9–28.Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 17. Zeitgenossen galt er als unkonventionelle eigenwillige Persönlichkeit, die ihren individuellen Stil pflegte und innerhalb ihres Wirkungskreises gängige Konventionen gern außer Kraft setzte.Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 18–24. Er verstarb kurze Zeit nach der Entlassung aus nationalsozialistischer „Schutzhaft“.Dr. Siegfried Rudolph: Ein Mitwitzer Kunstsammler. In: Mitteilungsblatt – Amtsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz, Nr. 25 (1992), 19. Juni 1992.Klaus Bamberger: Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels (= Kleine CHW-Schriften, Colloquium Historicum Wirsbergense, Heft 2; Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte, Sonderheft 3), hrsg. v. Stadtarchiv Lichtenfels, H. O. Schulze, Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-177-8, S. 39–40.
Familie mini|hochkant|Otto Bamberger, 1928 mini|hochkant|Otto Bambergers Eltern: Sarah „Serry“ Bamberger (1862–1925), geborene Ullmann, und ihr Ehemann Philipp Bamberger (1858–1919), um 1916 mini|hochkant|Die Brüder Ludwig (1893–1964), Otto (1885–1933), Hugo (1887–1949) und Anton (1886–1950) Bamberger, um 1910 Seine Familie stammte aus dem oberfränkischen Mitwitz,Ramona Popp: Geschichtsträchtiges Haus wird Hort, 29. März 2019, auf: infranken.de [Der Artikel erwähnt die Profiteure und Nachnutzer des Anwesens ab 1939 nicht (Striwa-Mitinhaber Conrad Wagner mit Ehefrau Grete und Sohn Siegfried), enthält trotz zugrunde liegender Zuarbeit des Stadtarchivs Lichtenfels sachliche Ungenauigkeiten und Unschärfen sowie hinsichtlich des Verbleibs der Kunstsammlung Otto Bambergers eine gravierende Falschaussage.] wo er im Haus Nr. 23 (Nachfolgebau heute: Kronacher Straße 10) geboren wurde.Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989. Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 55. Seine Familie war jüdischer Abstammung, jedoch säkular orientiert.
Otto Bamberger war der älteste Sohn des seit dem Jahr 1887 in Lichtenfels (Oberfranken) ansässigen Kaufmanns Philipp Bamberger (1858–1919) und dessen aus Feuchtwangen stammender Ehefrau Sarah „Serry“ Ullmann (1862–1925).Philipp Bamberger wurde am 11. März 1858 in Mitwitz geboren und ist am 21. September 1919 in Lichtenfels verstorben, wo er auch beigesetzt wurde. Seine Ehefrau Sarah „Serry“ Ullmann wurde am 17. Mai 1862 in Feuchtwangen geboren und ist am 9. Februar 1925 durch Suizid aus dem Leben geschieden. Zitiert nach: Stammbaum der Familie Anton Bamberger, undatiert [ca. 1933]. In: Gerald F. Bamberger: The Story of My Life – A Memoir, Juli 2010. Er hatte vier jüngere Brüder, Anton (1886–1950), Hugo (1887–1949),Bamberger, Hugo. In: Deutsche Nationalbibliothek, auf: d-nb.infoHugo Bamberger: Über Additions-, Substitutions- und Halochromieerscheinungen in der organischen Chemie, auf: hathitrust.org Josef und Ludwig (1893–1964). Nachdem sein Vater Philipp 61-jährig an einem Schlaganfall verstorben war, beging seine Mutter 62-jährig Suizid,Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989, . Darin nicht enthalten: Chapter IV The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 54. ein Umstand, der auch innerhalb der Familie geheim gehalten wurde. In der Folge wurde das Unternehmen durch deren ältesten Sohn Otto und Philipps Bruder Fritz, Ottos Onkel, geführt.Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 54–55.
mini|hochkant|Otto Bamberger in Uniform mit Orden und seine Ehefrau Henriette „Jetta“ (1891–1978), geborene Wolff, um 1917 Am 24. Dezember 1913 heiratete der 28-jährige Otto Bamberger in Hall die Tochter des dort ansässigen Fabrikanten Beni Wolff (geboren als Baruch Benedikt Wolff am 1. April 1857 in Braunsbach; gestorben am 2. Januar 1923 in Stuttgart) und dessen Ehefrau Therese Reiß (geboren am 29. April 1865 in Hall, Deutsches Reich; gestorben am 11. Februar 1948 in Pittsburgh, Pennsylvania, Vereinigte Staaten), die 22-jährige Henriette „Jetta“ (geboren am 14. Juli 1891 in Hall; gestorben am 30. Oktober 1978 in Louisville, Kentucky, USA),Obituary Jetta Bamberger. In: Aufbau, deutsch-jüdisches Periodikum in New York City, Vol. XLIV, No. 44, Freitag, 3. November 1978, S. 28. geborene Wolff.. In: New York State, Department of Financial Services, Holocaust Claims, auf: www.dfs.ny.gov Diese lernte er über ein Bekanntschaftsinserat kennen, das er in einem reichsweit verbreiteten Periodikum aufgegeben hatte. Die Kleinstadt Lichtenfels erschien ihm für die Suche nach einer Lebenspartnerin offenbar als zu überschaubar. Innerhalb seiner Familie stieß diese für die damalige Zeit unkonventionelle und als unseriös betrachtete Vorgehensweise teils auf Befremden; Indiz dafür mag sein, dass beide Trauzeugen von der Familie Wolff gestellt wurden.Grabstein 1758 Wolff, Beni, geboren 1. April 1857, gestorben 2. Januar 1923 (Hahn S. 230 Grab-Nr. 2471/72), Pragfriedhof Stuttgart; Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Signatur EL 228 b II Nr 72089-72090, archivischer Identifikator 2-2984554.
Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, Ruth (1914–1983) und Klaus Philipp Bamberger (1920–2008).Dr. Herbert Loebl OBE: The Holocaust – 1800 Years in the Making. Exemplified since ca. 1030 by the Experience of the Jewish Community of Bamberg in Franconia. A course of 9 lectures. Department of Religious Studies, University of Newcastle upon Tyne, Winter Term 1989. Selbstverlag, Newcastle upon Tyne 1989, . Darin nicht enthalten: Chapter IV – The Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz, unvollendet, unveröffentlicht, S. 56. Letzterer charakterisierte seine Eltern retrospektiv als Agnostiker; Religion sei innerhalb der Familie nicht thematisiert worden.Claude P. Bamberger: History of a Family – The Bambergers of Mitwitz and Lichtenfels 1770–1992. Selbstverlag, Tenafly, New Jersey, USA, 1993, S. 18. Seine Schwester Ruth bestätigte dies in ihren eigenen Aufzeichnungen, erinnerte jedoch, dass sie von ihren Eltern stets auf jüdische Feiertage aufmerksam gemacht wurde und diese sich freuten, als sie während ihrer Internatszeit auf Juist anlässlich des Jom Kippur aus eigenem Antrieb eine Synagoge in Norden, auf dem benachbarten Festland, besuchte.Ruth Bamberger: Arrival in Juist, Essay zur Schule am Meer, maschinenschriftlich, undatiert [vermutl. 1970er oder frühe 1980er Jahre], unveröffentlicht, 5 Seiten, S. 4.