Der Losbrechwiderstand wird auch als Losbrechkraft bezeichnet.
In der Fahrzeugtechnik ist damit oft der Fahrwiderstand im Moment des Anfahrens gemeint.
Der Begriff wurde u. a. zur Erklärung eines Effekts beim Anfahren von Schienenfahrzeugen eingeführt.J. Pachl: Systemtechnik des Schienenverkehrs. Springer, 2016, doi:10.1007/978-3-658-12986-6_2
Durch das Fehlen einer vollkommenen Schmierung beim Anfahren – besonders bei Gleitlagern, wo der Tragfilm erst aufgebaut werden muss – tritt ein erhöhter Fahrwiderstand auf. Der Losbrechwiderstand beträgt meist 0,6 % bis 0,8 % und in Extremfällen bis 2,0 % des Fahrwiderstands.Z. Filipoviz: Elektrische Bahnen: Grundlagen, Triebfahrzeuge, Stromversorgung. Springer, 2015, ISBN 978-3-642-45226-0
Im Bereich Maschinenbau, insb. Fördertechnik sind auch andere Ursachen möglich. So können sich auf Fahrwegen mit höherer Elastizität bei Stillstand Vertiefungen bilden, die eine Fortbewegung hemmen.
Siehe auch Rollwiderstand: Grenzen der Theorie
Einzelnachweise
Kategorie:Bahntechnik